Der geheime Garten

Mary Lennox (Dixie Egerickx) ist zehn Jahre alt und lebt in Indien. Nachdem ihre Eltern umkommen kommt sie zu ihrem Onkel Lord Archibald Craven (Colin Firth) nach England geschickt In dessen Anwesen entdeckt sie mit ihrem kranken Cousin Colin (Edan Hayhurst) einige Familiengeheimnisse …

Dies ist eine Buchverfilmung deren Vorlage ich nie in den Händen hatte (wie ungewöhnlich) und ich hatte auch Probleme mich auf den Film so einzulassen wie es gedacht ist. Darum breche ichs auf den kleinsten Nenner runter: ein Mädchen welches schlimme Dinge durchgestanden hat kommt in ein Umfeld voller Menschen mit schlimmer Vergangenheit und wird geheilt durch den angrenzenden, mysteriösen Garten. Dort herrschen übersinnliche Kräfte und eine magische Stimmung die auf alle Menschen drumherum ihre entsprechende Wirkung auslebt. Daraus resultiert ein Kinderfilm der nicht humorfrei ist, aber eben doch den Schwerpunkt auf den Fantasypart setzt und eben durch Atmosphäre und Stimmung entsprechend punktet – trotzdem wird hier nichts aufgefahren was nicht ähnliche Titel schon angewandt haben.

Fazit: Mischung aus Drama und Fantasy der aber eine gewisse Magie innewohnt!

Rating: ★★★☆☆

Malcolm & Marie

Nach einer erfolgreichen Filmpremiere kommt Regisseur Malcolm (John David Washington) mit Marie (Zendaya) nach Hause. Aus einer Diskussion über den Film entspringt schnell ein Streit über die ganze Beziehung …

Liebe mich, ich bin ein Kunstfilm! Ich bin in schwarz weiß! Und ich habe Isajah Washington drin, den Tenet Star, der quasi das zweite Kinohalbjahr 2020 dominiert hat, weil nichts anderes, nennenswertes gezeigt wurde! Jay! Gut; ein Film sollte mehr als das zu bieten haben, aber dies sind die Aushängeschilder mit denen er sich präsentiert. Im Kerne ist es ein in Film verfrachtetes Theaterstück. Ein Paar kommt nach einem wichtigen Abend nach Hause und fängt an zu streiten – thats all. In schicker Optik, künstlerisch angehaucht durch den schwarz weiß Look. Alelrdings bleibt man als Zuschauer von Anfang an außen vor weil man hier einen arroganten Sack und eine biestige, verschlossene Zicke hat die sich anblaffen und man dadurch eigentlich kein Interesse am Gefühlsleben zweier Oberschichtler hat. Zugegebenermaßen ist dies toll gespielt, zwei begabte darsteller dürften sich gut 100 Minuten den Marsch blasen und man kann nicht bei jedem Dialog absehen in welche Richtung er gehen wird – aber trotzdem schaut man nur ein schickes etwas ohne emotionale Anteilnahme.

Fazit: Schicke und edle Menschen die einen endlosen Dialog führen – toll gespielt aber ohne große Nachwirkung!

Rating: ★★★☆☆

Outside the wire

Der Drohnenpilot Harp (Damson Idris) wird für eine gefährliche Mission ausgewählt – er soll mit Androiden-Offizier Leo (Anthony Mackie) eine neue Waffe ausschalten …

Eine der ersten Granaten der Netflix Offensive 2021: der Streaminganbieter kündigt fürs Jahr über 70 neue Titel an. Leider kommt direkt dieser hier für mich wie eine Warnung daher, obwohl man ihm einiges Gute anrechnen kann. Im Stern stellt er ein gutes Szenario ins Zentrum, nämlich die Geschichte eines Drohnenpiloten der komplett emotionslos Menschenleben opfert, dann aber selber ins Schalchtfeld muß und sein eigenes Handeln aus der anderen Sicht erlebt. Dazu kommt ein leichter Sci-Fi Faktor indem die Geschichte rund um den Einsatz von Robotern im Kriegsgebiet geht und alles gezeigte mit einem gigantischen Aufwand aufgezogen wird. Trotzdem schockt mich die Wirkung des ganzen Dings – es gibt sie schließlich nicht. Es sind zwei laue Stunden Ballerfilm in trister Optik mit kreidebleichen Charakteren die einen restlos kalt lassen und nach kurzer Zeit vollständig aus der Erinnerung getilgt werden. Dieses ist die seichte, wirkungslose Massenware welche Netflix nun im Großaufgebot hat – und das finde ich eher bedrückend als erbaulich.

Fazit: Technisch aufwendig und mit interessantem Ansatz, aber in seiner Wirkung kreidebleich!