The Mortuary – Jeder Tod hat eine Geschichte

Montgomery Dark (Clancy Brown ist der Bestatter Raven’s End der seinem Job mit Hingabe nachgeht. Als die junge Sam (Caitlin Fisher) anfängt bei ihm zu arbeiten stellt sie jedoch fest daß bei Dark ganz andere Dinge vorgehen …

Als hätte man eine alte TV Gruselshow mit einer Sonderepisode ausgestattet: Highlander Urgestein Clancy Brown spielt einen merkwürdige Leichenbestatter der einer jungen Frau mehrere Stories erzählt über die Tode seiner „Kunden“. Abseits dieser Rahmenhandlung folgen dann ein paar größtenteils unabhängige Kapitel und Erzählungen die für sich stehen, aber nicht wirklich auf ein großes und ganzes Ding hinauslaufen. In sich machen diese aber wenig falsch: es geht nicht um puren Splatter sondern um Atmosphäre und wohligen Grusel, wie bei einer Geisterbahnfahrt und eben jenes wird hier solide geliefert. Insbesondere bei der Stimmung passt hier alles sehr gut, nennenswert lange im Kopf bleibt die Nummer wohl nicht.

Fazit: Solide Gruselnummer mit stimmiger Atmosphäre und ein paar guten Ideen!

 

Fatman

Chris Cringle (Mel Gibson) arbeitet mittlerweile sogar fürs Militär um irgendwie über die Runden zu kommen – und der enttäuschte 12-jährige Billy (Chance Hurstfield) hetzt einen Profikiller namens Skinny Man (Walton Goggins) auf ihn …

Die Story klang nach einer abgedrehten Komödie: ein Junge wird vom Weihnachtsmann enttäuscht und engagiert einen Auftragsmörder um Santa zur Strecke zu bringen. Obendrein spielt ein sichtlich gealterter Mel Gibson den Weihnachtsmann, der ja durchaus das Potential hat eine solche Rolle mit Charisma und Humor auszfüllen. Aber von diesen Erwartungen erfüllt sich nichts: der Film nimmt sich und seine komische Handlung bierernst und ist am Ende kaum mehr als ein generischer Gangsterfilm mit bleihaltigen Einlagen bei der zwar ein paar nette Shootouts vorkommen, aber kaum charismatische Figuren oder eine nennenswerte Handlung. Schade, da der Gedanke daß der Weihnachtsmann seine Logistik fürs Militär bereitstellt durchaus ein paar nette Ansätze inne hat.

Fazit: Nette Idee, aber ein blutleerer, bleicher und nicht fokussierter Film!

Amos & Andrew – Zwei fast perfekte Chaoten

Schriftsteller Andrew Sterling (Samuel L. Jackson) hat sich ein Ferienhaus in einem Resort in Neuengland gekauft, wird aber von der Polizei für einen Einbrecher gehalten und dort umstellt. Der zuständige Chief Tolliver (Dabney Coleman) schickt daraufhin den Dieb Amos Odell (Nicolas Cage) in das Haus damit sich dieser als Täter ausgeben kann …en.

Mein Vorsatz einmal alle Nicolas Cage Filme nachzuholön führte mich dann auch an dieses Werk ran, welches ich vor Uhrzeiten mal im Fernsehen geschaut und komplett vergessen hatte. Wie alt der Film ist läßt sich schon daran festmachen daß er aus einer Zeit stammt als die Namen Nicolas Cage und Samuel L. Jackson noch nicht wirklich berühmt waren und dieser Film als kleine, klamaukige Komödie vermarktet wurde. Witzig geht’s dabei zwar auch zu, aber dennoch ist der Kern ein anderer: hier geht es um eine Spirale an Missverständnissen und Pannen die eigentlich nur auf einer einige, rassistischen Ansicht fußen. Aus dieser Sache bastelt sich der Film dann eine schöne und chaotische Grundsitation, macht dann aber nicht allzuviel daraus. Action gibt’s keine, nur ein paar sympatische Dialoge und viele bekannte Gesichter in jungen Jahren. Gerade durch das Letztere macht der Film viel Spaß und geht unterm Strich als passable, kleine Comedy durch die in ihrem Ansatz was zum Nachdenken mitgibt.

Fazit: Nicht so chaotisch wie er sich präsentiert, dennoch eine kurzweilige Klamotte mit vielen bekannten Gesichtern!

Jiu Jitsu

Eine Rasse von außerirdischen Invasoren verlangt alle sechs Jahre in einem Duell gegen die Menschen. Als Jake Barnes (Alain Moussi) eines Tages als Verlierer daraus hervorgeht tut er sich mit Wylie (Nicolas Cage), Harrigan (Frank Grillo) und Keung (Tony Jaa) zusammen …

Ich habe mir dieen Film nur aus einem Grund angeschaut und dieser lautet: Nicholas Cage. Und leider macht dieser hier den Bruce Willis Movie: sein Name und sein Gesicht wind auf dem Cover, sein realer Anteil am und im Film fällt verschwindend klein aus. Generell sind schon ein paar lustige Cage Momente mit drin, aber das hat sicherlich auch damit zu tun daß dieser Film wie „geschenkt“ ist um filmisch aufzudrehen. Mehr als das gibt es aber nicht: eine Truppe uncharismatischer Figuren kloppt sich anderthalb Filmstunden durch ein nicht endenwollendes Kampfszenario bei dem man den Eindruck hat jemandem bei einem langweiligen Videospiel zuzusehen. Das mag vom „Kampfgeschick“ nicht schlecht sein, vom Unterhaltungswert geht’s gegen Null. Und nur für Cage den Film ansehen rechnet sich auch nicht.

Fazit: Absurde Klopperei mit wenigen guten Nicolas Cage Momenten, ansonsten viel Langeweile!

Rating: ★☆☆☆☆

Camgirl – Wahnsinnige Begierde

Der einsame und Internetsüchtge Jack (Peter Vack) findet das Cam-Girl und Dominatrix Scarlet (Julia Fox). Aus der anfänglichen Begeisterung wird besessenheit …

Sehr minimalistisch geregelt: der Film spielt außer wenigen Stadtaufnahmen ausschließlich in Wohnungen, vorrangig der Wohnug der Hauptfigur der von dort aus sein Leben komplett online gestaltet. So trist und abwechslungsarm das auf den Zuschauer wirken mag, so authentisch kommt es daher – dies ist ein sozial isolierter Mensch dessen eintöniges Leben nur durch seine Internetaktivitäten aufgewertet wird. Ihn dabei zu beobachten mag manchmal langweilig sein, manchmal hässlich, aber es spiegelt sicher das Dasein eines solchen Menschen wieder. Dies verläßt der Film aber später wenn sich die Internetfantasie in die Realität verlagert, ebenso wenn dem Camgirl welches hier begafft wird ebenso ein Background verschafft wird. Im letzten Drittel verwandelt sich der Film dann in eine recht filmgemäße Drama / Thrillerhandlung die ihn dann etwas aus dem nüchernen, realistischen Rahmen rausreißt, aber ein passendes Finale liefert. Mit Nacktheit und expliziten Momenten wird nicht gespart, wodurch das Werk radilaker wird, aber sicherlich nicht für jeden zugänglich. Wer aber eben diese schmutzigen, kleinen Filme am Rande der Sehrgewohnheiten mag sollte es mal verscuhen – als den typischen, klienen Thrill am Feierabend taugt der Film nicht.

Fazit: Stellenweise sehr detailliertes, hässliches Bild eines vereinsamten Menschens welches im letzten Drittel in einen gängigen Thrillerplot mündet!

Gott, du kannst ein Arsch sein

Steffi (Sinje Irslinger) erfährt im Alter von 16 Jahre daß sie Krebs und kaum Heilungschancen hat. Während sie jedoch unbedingt auf eine Klassenfahrt mitt ihrem Freund Fabi (Jonas Holdenrieder)  gehen will wollen ihre Eltern Eva (Heike Makatsch) und Frank (Til Schweiger) sie zu einer Chemotherapie bewegen …

Der Film kann leicht und schnell als „Til Schweiger“ Film abgetan werden, dabei spielt dieser nur eine Nebenrolle und war auch nicht der Regisseur. Im Kern ist dies sogar eine wahre Geschichte, zumindest davon inspiriert, handelnd von einem Mädchen welches nach der tödlichen Krebsdiagnose ausbricht. Die Tragik der Geschichte ist da und könnte ja eigentlich kaum krasser sein, der Film legt den Fokus aber auf die Tage nach der Diagnose und einen gefälligen, normalen Road Trip bei dem die Hauptfigur ausbricht und sich aufmacht nach Paris zu reisen. Verfolgt wird sie von den Eltern und auf dem Weg passieren diverse, filmgerechte Zwischenfälle. Tragik kommt dabei nicht auf, es bewegt sich in einer nicht definierten Grauzone zwischen Drama und Komödie. Wenn dies im Sinne der (wahren) Hauptfigur ist werde ich das nicht beklagen, ich selber konnte aber die präsentierte Leichtigkeit nicht abnehmen bei dem Wissen was denn der Hintergrund ist. Auch wenn der Film mit mögenswerten Darstellern aufwartet.

Fazit: Eigentlich eine Dramastory die ihren Fokus auf den Comedypart legt!

Rating: ★★★☆☆

Zack Synder’s Justice League

Bruce Wayne (Ben Affleck) bekommt mit daß das auerweltliche Wesen Steppenwolf auf die Erde kommt und wendet sich an Diana Prince (Gal Gadot). Gemeinsam formen sie aus weiteren Superhelden ein Tram dem sich Aquaman (Jason Momoa), Cyborg (Ray Fisher) und The Flash (Ezra Miller) anschließen

Ich sehe mich nicht in der Lage den Film adäquat zu beurteilen, finde es aber sehr spannend daß er überhaupt existiert. Hier kann ein Regisseur seine persönliche, eigene Version die seinerzeit nicht möglich war nachholen, außerdem hatten Fans eine Vorstellung davon um wie viel besser dies sein würde und können sich wohl nun bestätigt fühlen. Die Handlung ist gleich, eine einfache Superheldenstory in der Gut gegen Böse kämpft, die Ausmaße die der Film dabei annimmt sind aber wohl einmalig. Das kann aber auch daran liegen daß wirklich alles reingepackt wurde was ging und hier vieles drin ist was sonst der Schere zum Opfer gefallen wäre. Außerdem pfeift der Film auf seine „Zugänglichkeit“ und richtet sich speziell an Comickenner, ist somit vollgestopft mit Hinweisen und Andeutungen welche nur ein Fachmann verstehen kann. Daher blieb für mich wohl in erster Linie „Gönnung“ für einen Filmemacher übrig der sein Werk vollenden kann und für die Fans die bekommen was sie sich gewünscht haben. Als Film den ich schaue war er mir zu düster, zu lang und durch meine fehlenden Comickenntnisse fühlte ich mich wie auf einer Privatparty auf der ich keinen kenne.

Fazit: Sicherlich ein neuer Maßstab in Sachen Comicfilm, allerdings nur gerichtet an versierte Zuseher!

Rating: ★★★☆☆

Und morgen die ganze Welt

Luisa (Mala Emde) stammt aus einer wohlhabenden Umgebung und beginnt ihr Jurastudium. So gerät sie an den charismatischen Alfa (Noah Saavedra) und dessen besten Freund Lenor (Tonio Schneider) durch den Luias in gefährliche Kreise vorrückt …

Etwas daß ich immer am Medium Film geschätzt habe ist der Umstand daß es mir einen Eindruck von einer fremden Welt vermitteln kann in die ich in der Wirklichkeit keinen Einblick habe. Das trifft dann wohl auch voll und ganz auf die Antifa Szenerie zu die hier präsentiert wird. Gezeitgt wird der (plausible) wWeg den eine junge Frau nimmt, wie sie an die richtigen Kreise gerät und so langsam, aber sicher hemmungsloser wird und auch bei der Wahl von gewaltsamen Mitteln mehr und mehr die Scheu verliert. Ob man die Darstellung zu simpel oder zu plakativ findet entscheidet natürlich jeder selber, mir hat es wohl schon gereicht die Hauptdarstellerin zu sehen die einen unglaublich guten Job macht. Ansonsten ist es wohl kein Wohlfühlfilm und nicht für jeden gedacht – sehr wohl aber um ihn als Einleitung einer Diskussion zu schauen

Fazit: Unbequem und an manchen Stellen sehr bitter!

Rating: ★★★☆☆

After Truth

Hardin (Hero Fiennes-Tiffin) hat Tessa (Josephine Langford) schwer verletzt, weswegen sie die Beziehung beendet. Allerdings wird sie von stetigen Erinnerungen an ihn verfolgt und sie beginnt zu überlegen ob sie der Beziehung noch eine Chance geben soll …

Der erste Film verkaufte sich als eine Art Teenagerversion von „Shades of Grey“ und besaß eine Alterfreigabe ab 0, da konnte irgendwas nicht stimmen. Ich würde gerne sagen was, aber ich habe den Film so derartig im Kopg gelöscht daß mir dazu die Worte fehle. Hat mich aber für diese Runde zwei kaum beeinflußt. Ich sehe wieder die gleichen Gesichter, schick aber ohne jedes Charisma die anderthalb Stunden lang umeinander herumeiern, sich mal näherkommen, dann wieder alles verwerfen. Immerhin gibt’s kleine Sexszenen dazwischen und sit der schicke Ausstattungslook einen Blick wert. Da merkt man daß der Macher von „Eiskalte Engel“ auf dem Registuhl saß. Ansonsten tut das Ding nocht weh, richtet sich aber sicherlich an eine kleine, eher jugendliche Zielgruppe.

Fazit: Teenager-Liebessoap mit schicker Optik, aber charismaarmen Figuren!

Rating: ★★☆☆☆

Raya und der letzte Drache

Der Drache Sisu (Awkwafina) ist der letzte seiner Art. Daher macht sich die Kriegerin Raya (Kelly Marie Tran) auf den Weg zu Sisu damit er hilft das Königreich Kumandra zu retten …

Ein weiterer Titel der den Start im Kino nicht unterbringen kann und statt dessen auf Disney Plus abgeladen wird. Der Verlust des Kinos ist der Gewinn des Streamings und er verzerrt leider die Daten:  dies ist eine Kinoproduktion die auf höchstem Level erfolgt ist und dort absolut hingehört hätte, es nun aber aussehen läßt als seien neue Streamingtitel generell auf einem solch hohen Niveau. Abseits von solchen Gedanken kann man aber einfach auch den Film für sich betrachten der ein Best off etlicher Disneytitel ist: eine junge Frau, sensibel und stark zugleich welche in einem mysteriösen Zauberreich eine Mission erfüllt, Themen wie Hoffnung, Vertrauen und Miteinander propagiert und der Dame auch noch lustige Sidekicks zur Seite stellt – die bekannte, aber stetig funktionierende Formel. Hier wird zwar nichts Neues ergänzt, aber eben das Bekannte in bester Form neu aufbereitet: es gibt Herz, Witz und sehr viel bunte Bilder für die Augen, sowie einen schmalzigen Soundtrack der die Geschichte auf exzessive Kitschlevel erhebt. Die Erhabenheit der Geschichte opfert sich hier und da der Comedy (die mystischen Drachen erweisen sich eher als rabiate Comedyfiguren), aber den Gesamteindruck  schmälert das nicht: dies ist ein wundervoller, kindgerechter Abenteuerfilm wie man ihn sich wünscht.

Fazit: Bunt, laut, witzig und mit Herz – wie ein Sampler aller typischen Disneyelemente!

Rating: ★★★★☆