Copykill

Profilerin Doktor Helen Hudson (Sigourney Weaver) wird nach einem Vortrag auf einer Toilette angegriffen und erleidet ein Trauma durch daß sie nicht mehr aus ihrer Wohnung kann. Von dort aus versucht sie den Polizisten M. J. Monahan (Holly Hunter) und Reuben Goetz (Dermot Mulroney) bei der Jagd auf einen Serienmörder zu helfen …

Sigourney Weaver gab in einem Interview an daß sie auf diesen Film sehr stolz sei und es schade findet daß er so vergessen wurde – das kann ich sehr gut verstehen. Allerdings vorrangig wegen ihrer Darstellung. Ihre Performance als eifrige, aber eben panische und gezeichnete Frau ist atemberaubend und hebt den Film auf ein ganz eigenes Level. Drumherum findet man soliden Standard. Ein farbloser Psychokiller (der dem Zuschauer überraschend früh präsentiert wird) mordet und meuchelt sich durch die Gegend, Holly Hunter und Weaver versuchen die Hinweise zu knacken und dagegen zu halten und dabei gibt’s noch eine gnaze Handvoll Bonusplots die aber mitunter wie Füllmaterial ausfallen. Gemessen an Filmen wie „Sieben“ die zur gleichen Zeit erschienen wirkt dieser hier sehr hell und fällt irgendwo zwischen die Genres von Krimi und Thriller, verzichtet aber auf ausgiebige Gewaltexzesse vor der Kamera und kann am Ende durchaus aus sehr solide Unterhaltung bestehen … nicht mehr oder weniger.

Fazit: Überdurchschnittlicher 90er Jahre Thriller mit Top Darstellern, aber bleichem Täter und einigen inhaltlichen Schwachheiten!

Rating: ★★★☆☆

Paradise Hills

Uma (Emma Roberts) landet in einer Klinik auf einer Insel namens Paradise. Die wird geleitet von „Die Herzogin“ (Milla Jovovich) und es ist ihre Aufgabe die jungen Damen zu perfekten Frauen nach den Maßstäben der Gesellschaft zu erziehen …

Auch wenn es nicht so ausschaut, dies ist ein spanischer Film, was nicht zuletzt durch die internationale Besetzung anders wirkt, außerdem ist dieser Film halbwegs im Bereich das Science Fiction zu verorten wonach er nun auch nicht aussieht. Im Kern bewegt sich das auf relativ konventionellen Bahnen, nämlich mit der Geschichte eines seltsamen Ortes an dem etwas viel größeres vorgeht und was darauf hinausläuft das eine Flucht ansteht. Beeindruckend ist bis zum Ende der „Barbie“ Look der alles etwas märchenhaft, aber dennoch kühl aussehen läßt und die recht gut agierende Darstellerriege. Trotzdem ist dies nicht sonderlich konventionell, sondern richtet sich an ein eher spezielles Publikum wobei auch jede die diese etwas abseitigen Filme mögen nur ein bedingtes Spannungspotential erwarten können. Immerhin ist dies ein Regiedebüt von dessen Macherin ich gerne mehr sehen mag.

Fazit: Eigensinniger, kühler Mix aus SciFi und Thriller mit speziellem Look und prominenter Besetzung

Rating: ★★☆☆☆