His House

Ein junges Paar flieht vor dem Krieg im Sudan und gelangt in eine britische Kleinstadt. Die kulturellen Unterschiede machen es ihnen dort aber sehr schwer …

Altbekannte Kiste in ungewöhnlichem Gewand: die Geschichte eines Paares welches ein neues Haus bezieht in dem dann unheimliche Dinge vor gehen ist alles andere als neu. Besonders daran ist daß die beiden Flüchtlinge sind die eine Chance bekommen haben und sich nicht nur in dem Gruselhaus, sondern insgesamt einem echten Horror stellen müssen. Dieser besteht aus brutalen Alltagssituationen und dem Grauen welches ihnen in der Vergangenheit begegnet ist und sich bis hierhin auswirkt. Das ist eine originelle und neue Auslegung des Themas, auch wenn im weiteren Verlauf relativ gewohnte Schreckeffekte zum Einsatz kommen. Da es ein britischer Film ist der mit überschaubaren Mitteln gedreht wurde ist er dreckig, düster und macht nicht wirklich Spaß – liefert aber suchenden Horrorfans vielleicht eine interessante Alternative.

 

Fazit: Konventionelle Dinge mit ungewöhnlichen Aspekten ergänzt.

Rating: ★★★☆☆

Der Hexenclub

Teenagerin Hannah (Cailee Spaeny) zieht mit ihrer Mutter (Michelle Monaghan) um damit diese bei ihrem neuen Mann (David Duchovny) leben kann. Dort trifft sie auf drei Freundinnen die sie in einen Hexenzirkel aufnehmen. Schon bald entdeckt Hannah übermenschliche Kräfte an scih die sie zwar für sich einsetzen kann, die aber auch ihren Preis haben …

Der erste Film ist zwar kein Slasherfilm, aber eine 90er Jahre High School Story it Mysteryeinschlag und das ist genau die Zeit zu der ich mich für Teenagerhorror sehr begeistert habe. Trotzdem habe ich kein Sequel gebraucht, weclhes wir hier denoch erhalten haben. Ansätze davon sind tauglich, aber leider führt der Film letztlich ins Nichts: es werden mehrere Handlungsstränge angerissen, aber keiner ausgeführt ,d er Hexenclub ist nur in der ersten Hälfte dabei und wird von uninteressanten Darstellern und Charakteren bevölkert und in der weiteren Handlung switcht es zu einem vorhersehbaren, aber kindergerechten Horrormischmach mit furchtbaren Effekten im Showdown. Und die Verbindung zum ersten Film ist an den Haaren herbei gezogen.

Fazit: Taugliche Ansätze die aber ins Nichts führen!

Videoreview von mir Videoreview von mir: https://youtu.be/vyRLdVc2DQc

Holidate – Die perfekte Begleitung

Sloane (Emma Roberts) und Jackson (Luke Bracey) sind Singles und ernten insbesondere in den Ferien dafür ständige Kritik. Also planen sie im kommenden Urlaub das „Date“ des jeweils anderen zu sein …

Das filmische Gegenstück zu einer Tiefkühlpizza: eine RomCom von der Art in der eben ein paar einen vernünftigen Deal eingeht der scheinbar beiden Vorteile einbringt, dann aber durch die aufkeimenden Gefühle kompliziert wird. Von diesem Schema weicht „Holidate“ kein Stück ab, bringt aber reihenweise maue Komponenten mit: die beiden Hauptfiguren sind nur leidlich liebenswert, die nach Schema F zusammengebastelten Komponenten völlig uncharmant (etwa einen Streit an Weihnachten vor den Eltern über einen BlowJob) und abgesehen von manchen kleinen Schmunzelmomenten stimmt auch der Humor kaum. Der Anfang und das Ende umreißen zwar sehr passend das Weihnachtsthema, das ist aber zu wenig da sich der Film im Marketing etwas zu gezielt als Weihnachtsfilm verkauft. Letztlich eben ein unbedeutendes Fertigprodukt für den durchschnittssuchenden Netflix-Schauer.

Fazit: Solide Schema F Romanze ohne nennenswerte Zutaten.
Rating: ★★☆☆☆

Wild Rose

Rose-Lynn Harlan (Jessie Buckley) kommt aus dem Gefängnis und möchte endlich den Durchbruch als Country-Sängerin schaffen – auch um mit ihren Kindern endlich aus Glasgow rauszukommen. Der Weg führt über eine Bar bis hin zu einer reichen Familie bei der Susannah (Sophie Okonedo), Rose-Lynns Talent bemerkt …

Nix falsch dran, aber auch nichts überraschendes. Eine junge Frau die ihren Erfolgsweg verfolgt, in dem Fall ist es die Liebe zur Countrymusik, der Wunsch auf der Bühne zu bestehen und eine Reise in die USA zu schaffen. Dabei wird ihr ungewollt und überraschend eine Arbeitgeberin zur Verbündeten und Freundin. Das besondere Element ist daß die Hauptfigur zwar gutmütig, aber dennoch etwas kratzbürtig und eigen erscheint und auch einige Fehler im Laufe der Handlung begeht. Dies wirkt aber sehr menschlich, ebenso wie die großartigen Szenen in denen es um die knifflige Beziehung zu ihrer Mutter geht. Für Freunde von kleinen sensiblen Dramafilmen definitiv einen Blick wert.

Fazit: Schlichte Story, aber diese mit viel Gefühl geliefert.

Rating: ★★★☆☆

Yes, God, Yes – Böse Mädchen beichten nicht

Teenagerin Alice (Natalia Dyer) wächst in einem ländlichen Teil der USA auf in dem ihr beigebracht wird das Sex ausschließlich zur Fortpflanzung diene. Als sie gegen die dortigen Regeln verstößt landet sie in einem Footballcamp …

Ein junges Mädchen entdeckt Ender der 90er Jahre ihre Sexualität, leider in einem sehr gläubigen und „anstrengenden“ Umfeld … das ist ein Plot aus dem man vom Porno über Drama bis hin zur Komödie alles machen könnte. Dieser Film fällt dabei aber stark zwischen die Genres und hat mich vorrangig wütend gemacht. Wütend über die gezeigte Welt und den dort propagierten Glauben der den Personen mit Gewalt ins Gesicht gedrückt wird und den Folgen die es hat, wenn die Hauptfigur wegen trivialer Dinge stetig glaubt in die Hölle zu kommen. Obendrein wird dann entlarvt daß die vermeintlich „ehrbaren“ Gestalten keinen Deut besser sind. Das alles wird in knappen 77 Minuten erledigt in denen zwar nicht viel passiert, man aber einer liebenswerten Figur folgt in die man sich bestens reinversetzen kann. Kleiner, unscheinbarer und harmloser als dieser Film geht zwar kaum, aber wenn man es versucht kann man sicher was daran finden. Gerde als Kind der 90er wie ich, wenn man nochmal den AOL Messenger zu hören kriegt.

Fazit: Natalie Dyer empfielt sich für größere Rollen in einem herzlichen, kleinen Film!

Rating: ★★★★☆

Borat 2

14 Jahre nach seinem peinlichen Trip in die USA bricht Reporter Borat (Sacha Baron Cohen) ein weiteres Mal dorthin auf um die Schande für Kasachstan zu tilgen. In den USA ist allerdings ein Virus ausgebrochen …

Was diesen Film wohl so spannend macht ist vorrangig seine Existenz. Ohne großes Marketing, ohne große Vorankündigung erscheint er wie aus dem Nichts im Angebot von Amazon. Wobei ich damals schon mit dem Erstling nichts anfangen konnte und deswegen auch diesem nicht gerade entgegengefiebert habe. Ich respektiere daß der Film einen gewissen Kultstatus hat, ich akzeptiere auch daß darin so manches enttarnt und enthüllt wird, fand es aber nie wirklich lustig. Außerdem erscheint es mir unsinnig die gleiche Ausgangslage noch einmal abzufeuern, aber das fällt dann doch etwas anders aus. Borat reist mit seiner Tochter durch Amerika und statt ständigen Alltagsmomenten in denen Borat auf Amerikaner trifft geht es vorrangig um das sexistische Weltbild daß er seiner Tochter entgegen stellt. Eigentlich ist es nur diese einfache Running Gag der sich in etlichen Szenen entlädt, Sacha Baron Coen hat zwar wieder großen Spaß daran und zeigt eine unfassbare Schmerzfreiheit, aber trotzdem wirkt dies wie ein aneinander tackern von Szenen. Man weiß auch nicht wo die Szenen echt sind und wo mit Schauspielern nachgeholfen wurden, Allerdings gibt es immer ma wieder Highlights, so führt der Film z.B. eine Anti-Corona Demo vor. Letztlich hat dies alles keiner gebraucht, Fans des ersten Films werden aber sicher ein paar zufriedene Lacher herausbekommen.

Fazit: Interessant und speziell, aber ebenso günstig produziert und merkwürdig gehetzt.

Videoreview von mir: https://youtu.be/BwPURgeCDso

Greenland

Ein Kometenhagel droht auf der Erde  niederzuschlagen.  John Garrity (Gerard Butler) will seine Frau Frau Allison (Morena Baccarin) und Sohn Nathan (Roger Dale Floyd) in Sicherheit bringen. Beim Aufbruch zur Rettung werden die Familienmitglieder aber voneinander getrennt

Da kann man an wenigen Daten festmachen welche Art von Film hier zu erwarten ist: es stürzt ein Komet auf die Erde, damit ist man schon im Armageddon Modus. Mit Gerad Butler und dem Regisseur von „Angel has fallen“ kann man sich dann sicher sein in seichtem Action-Umfeld unterwegs zu sein … also passt alles. Leider erweist sich der Film als etwas anderes. Es wird eine weltweiter Katastrophe geschildert, durch die Augen einer fliehenden Familie – man sieht nur was diese sehen und hat kein allgemeines Bild der weltweiten Lage. Butler spielt auch keinen lässigen Helden, sondern einen verzweifelten Vater der nichts anderes will als seine Familie in Sicherheit zu bringen, dabei aber wirklich verzweifelt ist und nicht für alles einen trockenen Spruch parat hat. Bei diesem Weltuntergangsszenario kommt es dann auch zu einigen großen Actionpassagen, diese sind aber nicht als Schaueffekt inszeniert und logisch in die Handlung eingebettet. Man hat zwar durchaus Spaß am Film, aber es ist einer der sein Thema ernst nimmt, d.h. es ist eher ein deprimierender und farbloser Film. Aber einer mit großartigen Momenten und bis zum Ende grandioser Hochspannung.

Fazit: Eigentlich alles bekannte aus gängigen Titeln auf originelle, neue Weise verpackt!

Videoreview von mir: https://youtu.be/pgDfoYo_sP8

Rebecca

Mrs. de Winter (Lily James) beginnt in Manderley ein neues Leben an der Seite von Witwer Maxim de Winter (Armie Hammer) – allerdings bieten die neue Umgebung und die finstere
Haushälterin Mrs. Danvers (Kristin Scott Thomas) einige Unsicherheiten …

Ich bin nicht grundlegend gegen Remakes (vor allem nicht in einem Falle wie hier bei dem 80 Jahre vergangen sind). Ich schätze es wenn ein guter Stoff s in eine zeitgemäße Umsetzung geformt wird und so einem neuen Publikum zugänglich gemacht wird welches sonst nie damit in Berührung gekommen wäre. Im Falle von Rebecca heißt dies: es ist eine Buchverfilmung die bereits im Jahre 1940 durch Alfred Hitchcock umgesetzt wurde, jetzt kann man die Geschichte mit populären Gesichtern wie Armie Hammer, Lilly James und Dame Kristin Scott Thomas neu anschauen. Allerdings ist der Film dabei wohl an der Vorlage orientiert, d.h. es passiert nicht viel und es wird sehr langsam vorgegangen. Inhaltlich setzt sich das Ganze dann zwischen die Genres, hat Anteile von Krimi, Psychothriller und Drama an sich und geht einfach um eine junge Frau die sich in einer feindseligen, unangenehmen Atmosphäre wiederfindet. Dies führt dann zu ein paar passablen Twists, vielen Landschaftsaufnahmen und einem soliden Ende. Einfach dein Film den es so nicht gebraucht hätte, der aber auf seinem Sektor nichts groß falsch macht.

Fazit: Solides Netflix-Füllprodukt, meilenweit vom Klassikerpotential entfernt!

Videoreview von mir: https://youtu.be/7_7UvdZpZog

The Trial of the Chicago 7

Im Chicago des Jahres 1968 kommt es zu zunächst friedlichen Demonstrationen die schlie0lich in Krawall ausarten. Sieben Beteiligte werden festgenommen, als Schuldige dargestellt und müssen durch einen monatelangen Gerichtsalptraum …

Man kann am Namen des Regisseurs  ableiten was man hier zu erwarten hat: der Film ist von Aaron Sorkin, von dem ach Serien wie „West Wing“ oder „Newsroom“ stammen und Filme wie „Mollys Game“. Sorkin hat ein Talent dafür komplexe Sachverhalte in unterhaltsame Filme zu packen und im weitersten Sinne auch sehr verständlich zu machen. Allerdings sind dabei die Schauwerte nicht hoch, sie bestehen eigentlich immer Aus Personen, meist Anzugträger, die in Räumen sitzen und reden. Da dies ein gerichtsfilm ist sieht das hier nicht anders aus. Der Film folgt einem aufwendigen Gerichtsprozess und beleuchtet mit Rückblenden die Ereignisse auf welche die Verhandlung sich bezieht. Man muß wohl der Typ für Gerichtsfilme sein da ich auch gut verstehen kann wenn man diese Sparte eher langweilig findet.  Beim vorliegenden hat man einige prominente Gesichter in langen Verhandlungsszenen sowie vereinzelte kleine Lacher die aber nicht wirklich komödiantisch gemeint sind, sondern durch das ungehobelte Auftreten von Sacha Baron Coen Figur kommt. Wenn man sich in die Thematik reinfinden kann dürften diese knapp zwei Stunden wie im Flug vergehen.

Fazit: Sperrige Geschichte in unverkrampfter Form präsentiert!

Rating: ★★★★☆

Mein Liebhaber, der Esel und Ich

Die Lehrerin Antoinette (Laure Calamy) hat ein Verhältnis mit Vladimir (Benjamin Lavernhe) der auch der Vater einer Schülerin ist. Als dieser ihr den gemeinsamen Sommerurlaub verweigert und statt dessen mit seiner Familie verreist folgt Antoinette einfach der Familie …

Ein Film der zahlreiche Möglichkeiten ha, aber sich zu jeder Zeit Genre und Richtung verweigert und nichts was er anfängt wirklich zu Ende bringt. Es geht um eine Frau die ihrm Liebhaber und dessen Familie in den Urlaub folgt – das könnte Stoff für einen Psychothriller sein. Dann hat man die Dame wie sie auf der Wiese steht und mit einem störrischen Esel nicht klarkommt – könnte Komödie sein. Dann trifft sie auf den Mann und ihre Familie – könnte eine Eifersuchtsklamotte werden. Aber letztlich spielt der Film damit alle Richtungen kurz anzudeuten und dann in andere fortzuschreiten. Das gilt insbesondere bei den zahlreichen Nebencharakteren die ihr im Wandertrubel begegnen. Manche kehren wieder, manche verschwinden ohne etwas zur Handlung beizusteuern. Aber letztlich ist das wohl die Stärke: es gibt viele, kleine Einzelmomente mit netten Begegnungen, sympathischen Dialogen und wunderschöne Landschaftsaufnahmen. Ebenso verzichtet der Film auf eben jene Hysterie die in vielen anderen französischen Film mit Humor verwechselt wurde.

Fazit: Wanderfilm der quer durch Aspekte diverser Genres stapft, aber irgendwie Herz hat!
Rating: ★★★☆☆