The Devil all the time

Die Geschichten einiger Menschen über einen Zeitraum von 20 Jahren bei dem einige tragische Dinge passieren die meistens auf Religion zurück zu führen sind …

Dies ist die Verfilmung eines Buches welches mir nie untergekommen ist, daher kann ich über die Werktreue nur vermuten. Abgeglichen mit dem Wikipedia Eintrag dazu scheint dies aber schon die Schwerpunkte der üppigen Vorlage zu transportieren. Dabei mu man sich aber viel Zeit lassen und einiges in Kauf nehmen: der Film ist beilschwer, deprimierend und mit einer Lauflänge von 138 Minuten auch nicht eben „weggeguckt“. Des Marketing halber sind einige Darsteller etwas größer genannt, etwa „Spider-Man“ Tom Holland, „Batman“ Robert Pattinson oder „Winter Soldier“ Sebastian Shaw, aber die gut 20 Jahre umfassende Handlung hat eigentlich keine konkrete Hauptfigur. Es geht eben um diesen Zeitraum in einem Kleinstädtchen und dem stetigen Blickpunkt auf eine Handvoll Figuren die mitunter unabhängig voneinander agieren, aber doch Einfluß aufeinander haben. Das verbindende Element ist zumeist die Religion, welcher bei all den Katastrophen eine Rolle spielt. Außerdem erleben wir zwei Generationen bei der die „Nachrückenden“ das ausbaden was die Generation vor ihnen verbockt hat. Wenn man sich auf dieses langsam erzählte Drama einlässt braucht man zwar Geduld, aber es zahlt sich aus: die Konflikte sind emotional, erschreckend und es gibt reihenweise überraschende „Tode“ da eben jede Figur zu jeder Zeit verschwinden kann. Der Umstand daß es halt keine Hauptfigur gibt kann es mitunter schwer machen emotional Anteil zu nehmen, vielleicht funktioniert es aber auch umso besser weil man die Dramen breitgefächert  erlebt und mit mehr Überblick als die handelnden Figuren.

Fazit: Bittere Betrachtung eines langen Zeitraums ohne zentrale Figur, aber mit vielen bitteren Tragödien und interessanter Sicht auf Religion!

Rating: ★★★★☆