Bernadette

Bernadette Fox (Cate Blanchett) war einst eine berühmte Architektin und eine gute Frau und Mutter für Mann Elgie (Billy Crudup) und Tochter Bee (Emma Nelson). Nun aber ist sie eine bösartige, ablehnende Frau die sogar mit Nachbarin Audrey (Kristen Wiig) einen nutzlosen Streit um eine Brombeerhecke beginnt …

Ich bin kein ausgemachter Fan von Richard Linklater, habe aber einige Filme von ihm sehr gemocht, allen voran „Dazed und Confused“ und die drei „Before“ Filme. Dieser hier passt dann so garnicht in das typische Linklater Schema, wohl aber in die Filmografie von Cate Blanchett. Sie spielt eine Frau mit psychischen Problemen und schildert reihenweise Szenen und Situationen aus deren chaotischen Alltag. Das mag jetzt wie das ultimative Drama wirken und hat auch einen sehr emotionalen Kern, trotzdem macht der Film viel Spaß. Irgendwie kriegt Blanchett die Kurve hin: ihre Figur ist anstrengend, nervig und eigen, aber trotzdem wird es nicht bitter und bleischwer inszeniert, sondern sie hat die Sympathie des Zuschauers und man glaubt ihr sowohl die verzweifelten Momente mit ihrem Umfeld wie die später im Film passierende Läuterung. Gerade in der letzten halben Stunde geht der Film dann in eine etwas speziellere Richtung die optisch nicht so ganz zum Rest paßt (da macht die Umgebung wohl einiges an GreenScreen Aufnahmen nötig), aber den ganzen Film als ruhiges Drama bestens abrundet. Klar, dies ist nicht wirklich ein „Spaßfilm“, aber eben doch gute, emotionale und doch „leichte“ Unterhaltung.

Fazit: Eigenartig gut funktionierender Mix aus Drama und Komödie, von Cate Blanchett optimal getragen.

The Wrong Missy

Der grundgute Büroangestelle Tim Morris (David Spade) trifft am Flughaffen auf Missy (Molly Sims) und verliebt sich. Fortan führt er eine Textbeziehung mit ihr bis er sie auf eine Firmenreise nach Hawaii einlädt. Dabei erkennt er aber einen Irrtum: die nachrichten hat er versehentlich einer anderen Missy (Lauren Lapkus) geschickt – und mit der hatte er das schlimmste Blind Date seines Lebens …

Der Film ist eine „Happy Madison“ Produktion und erfüllt alle entsprechenden Punkte: es ist ein Drehbuch welches Adam Sandler ohne Probleme hätte machen können, aber wohl aus Zeitgründen einem seiner Buddys überlassen hat, in diesem Falle David Spade. Der durchlebt die durchkonzipierte Handlung ind er ein Büromensch auf ein Firmenwochenende geht, scih ungewollt die falsche Begleitung an die backe hängt und fortan beruflich wie privat durch die spleenige Begleitung genervt fühlt. Eigentlich sind das alles simple Bausteine, aus denen man aber trotzdem einen nette Film basteln könnte. Leider geht dieser hier zu sehr auf Nummer Sicher. Das bedeutet: wann immer eine Szene romantisch oder charmant ausfallen könnte wird statt dessen ein derber Gag hart an oder gleich unter der Gürtellinie abgefeuert, so daß der Zuschauer irgenwie was zu lachen hat. Leider führt das aber auch dazu daß es nur schwer funktioniert wenn wir die Figuren einerseits in vulgären Momenten erleben, auf der anderen Seite aber wirkliche Sympathien entwickeln sollen. Schick gefilmt ist das alles, darstellerisch halt auf dem level einer Kalauerkomödie ok, aber außer einem kurzweiligen Durchlaufen lassen taugt die Nummer wenig.

Fazit: Verzichtet eher auf romantische Parts und setzt mehr auf plumpen Klamauk!

Rating: ★★☆☆☆