Enzo und die wundersame Welt der Menschen

Der intelligente Hund Enzo glaubt daß er im nächsten Leben als Mensch wiedergeboren wird. Daher bemüht er sich sehr das Leben seines Herrchens, dem Rennfahrers Denny Swift (Milo Ventimiglia) zu beobachten um dabei zu lernen …

Hier besteht ein starkes Risiko daß man den Film falsch einordnet: im Kern ist er nämlich ein sehr bitteres Familiendrama über einen eigentlich aufrechten Kerl dem verdammt viel Mist passiert und der sich auf unglaubliche Weise damit auseinander setzt. Dazu zählen ein Familiendrama, eine Krankengeschichte und all jenes was das Genre hergibt. Dies wird kommentiert aus der „Ich“ Perspektive eines Hundes, was auch im Trailer extrem nach vorne gekehrt wird. Trotzdem ist der Film kein Edelkitsch oder ein kindgerechtes Märchen: die Erzählstimme des Hundes ist eine unkonventionelle Möglichkeit einen bestimmten Blickwinkel einzunehmen, nichts anderes. Und so sieht man gute, liebenswerte Menschen die unfassbar schlimmes erleiden und ungewöhnliche Möglichkeiten finden sich damit auseinander zu setzen. Im Kern gibt es zwar nichts was man nicht auch aus anderen Titeln kennt, aber die hier zusammengebaute Geschichte, die warme und ruhige Erzählweise und einfache Nebenfiguren wie der beste Freund der Hauptfigur sorgen dafür daß einem über anderthalb Stunden gleichermaßen zum Lächeln wie auch zum Weinen zu Mute ist. Der einzige Haken: der Film deckt einen Zeitraum von 18 Jahren ab in dem die Hauptfigur kaum merklich altert.

Fazit: Kein kitschiger Kinderfilm, sondern bitteres, emotionales und warmherziges Dramakino!

Rating: ★★★★☆

Wilson – Der Weltverbesserer

Der eigenbrödlerische Wilson (Woody Harrelson) hat lediglich zu einem Hund ein gutges Verhältnis. Als aber sein Vater stirb möchte er doch seine Ex-Frau Pippi (Laura Dern) finden und wieder mit ihr zusammen kommen. Als er sie findet erfährt er daß er mittlerweile Vater ist …

Ich dachte zunächst dies wird ein Film ohne Handlung: man hat einfach Woody Harrelson, sieht ihn als Menschen hassenden und eigenbrötlerischen Knaben und verfolgt ihn einfach durch seinen Alltag und sieht seine Interaktion mit anderen Menschen, die an einigen Stellen sehr unangenehm ausfällt (insbesondere wenn er wildfremde Leute in Bussen oder auf der Toilette anspricht). Dann aber beginnt doch zögerlich ein Handlungsstrang der seine Vergangenheit beleuchtet, mit Laura Dern tritt dann eine relevante Figur dazu und letztlich merkt man gar nicht wie sich die Vorfälle überschlagen und der komische Kauz einiges am Hals hat. Die Stimmung schwankt dabei zwischen Komödie und Drama und der ganze Film strahlt durchweg etwas von „Independent Film“ aus – aber eben dieser kleine, „bescheidene“ Look macht ihn geradezu herzig. Für Freunde von kleinen, ruhigen Filmen ist dies sicherlich einen Versuch wert.

Fazit: Woody Harrelson hält den Film zusammen der langsam beginnt und im weiteren Verlauf stetige Wendungen parat hat!