Primal

Der Jäger Frank Walsh (Nicolas Jage) transportiert auf einem Frachter einige gefährliche Tiere und ebenso den Auftragskiller Richard Loffler (Kevin Durand). Dieser kann jedoch entkommen und lässt dabei die Tiere frei …

Die Story klang nach so wundervollem Trash: Nicolas Cage auf einem Schiff voller wilden Tiere auf dem sich obendrein ein Verrückter herumtreibt. Leider verschenkt der Film all sein Trashpotential und wird zu einem kleinen, trivialen Thriller. Cage wirkt für seinre Verhältnisse relativ ruhig und ohne seine Besonderheiten, die Tiere kommen wenig zum Einsatz, Famke Janssen gibt in einer Nebenrolle ur zum Besten wie weit bei ihr das Botox gewirkt hat und der Schurke ist ein uninteressanter Filmkiller von der Stange. Wirklich schade, aber kaum zu ändern: dieser Thriller ist nur ein handzahmes Kätzchen.

Fazit: Trivialer Thrillermurks mit gebremst agierendem Cage!

Rating: ★★☆☆☆

Der Schacht

Goreng (Ivan Massagué) landet in einem futuristischen Gefängnis bei dem er in einer Zelle sitzt durch die täglich eine Plattform mit Essen fährt – und je weiter er unten sit desto weniger wird er davon bekommen. Er sucht nach Möglichkeiten das unmenschliche System zu unterwandern …

Ein eigentlich sehr spezieller Film der sich zur Netflix-Sentsation entwickelt hat. Das mag damit zu tun haben daß dieser Festival-Titel bei „kinoplus“, einer namhaften deutschen Kinosendung besprochen wurde, zum zweiten daß er zu Zeiten der Coronakrise auf Netflix erschien und sich irgendwie zum Hit mauserte. Nach anschauen kann ich das zwar logisch verstehen, aber nicht so ganz teilen. Der Film hat eine hässliche Umgebung, unangenehme Figuren und ein komplett entmenschlichtes Szenario. Dies ist kein typischer Horrorfilm sondern immerhin eine Kopfnuss an der man als Zuschauer ein paar sehr spannende Denkansätze über gesellschaftliche Klassen bekommt und wie die Oberschicht mit der Unterschicht umgeht. Das führt zu langen, manchmal scharfzüngigen Dialogen die sioch dann in ein blutiges Szenario steigen. Durch die einfache Verfügbarkeit kann man es durchaus mal damit versuchen, das Risiko daß man den Film dann aber schnell ausmacht und nichts damit anfangen kann ist gegeben. Zumal die tiefergehenden Ansätze zum Ende hin recht strikt erklärt werden und damit einiges von der Faszination einbüßen.

Fazit: Ein kleines Festivalhighlight daß wohl ungewollt zum Mainstream Hit geworden ist!

Rating: ★★★☆☆

To all the Boys – PS: I still love you

Lara Jean Covey (Lana Condor) ist mit iher ersten große Liebe mit Peter Kavinsky (Noah Centineo) zusammen und durchsteht die Höhen und Tiefen die eine Beziung mit sich bringt. Dann aber taucht John Ambrose McClaren (Jordan Fisher) auf, jemand dem sie ebenfalls einst einen verliebten Brief geschrieben hat und bringt ihre Gefühlswelt erneut durcheinander …

Dieser Film macht mir mit Schrecken klar: es ist die Verfilmung einer Romantrilogie. D.h. Nach dem für mich unerträglichen Erstling folgt nun dieser  hier nach und es ist noch ein weiterer Teil zu erwarten. Wobei ich mit meiner Ablehnung wohl eher alleine stehe da sich diese Filme einer gewissen Beliebtheit erfreuen, vor allem beim jugendlichen Publikum. Zu dem zähle ich nun mal nicht, bei dem Versuch den Film sachlich zu schauen bin ich aber auf die gleichen Probleme gestossen die ich schon bei Teil 1 hatte. Das liegt vor allem an der Hauptfigur die zwar das verliebte, romantische Mädchen sein soll, aber für mich weiterhin keinerlei Profil bekommt und es irgendwie zu suchen schein, in selbst auferlegten Gedanken darben zu müssen. Dazu hat sie aber auch ausreichend Gelegenheit da ihr das zu vernachlässigende Drehbuch eine unwahrscheinliche Situation an die Hacken hängt von der aus sich erneut ein emotionales Hoch und Runter abspielt. Wer die Heldin mag kommt damit sicherlich ganz gut klar; jeder andere könnte ein geschöntes Kunstprodukt sehen für Zuschauer die gerad mal 10 geworden sind, hier und da was zum Schmunzeln finden und am Ende froh sein wenn diese filmische Kaugummiblase vorbei sit. Ich jedenfalls war es.

Fazit: Wenig zu erzählen, dafür viel herz Schmerz Gedanken einer langweiligen Heldin in den Mund gelegt!

Rating: ★★☆☆☆