Frozen II – Die Eiskönigin II

Elsa wird durch merkwürdige Stimmen in den Norden gelockt und hofft dort die Quelle iher magischen Kräfte zu finden. Anna, Kristoff und Olaf folgen ihr um sie vor einer großen Gefahr zu retten …

Das Thema Disney ist bei mir mit vielen pros und contras versehen. Contras sind z.B. die Übermacht welcher der Konzern mittlerweile erlangt hat, die Beharrlichkeit auf Familientauglichkeit und die ins Extrem gehende Marketingmaschine. Zu den Pros zählen mitunter aber wirklich die Werke selber, die eben bunt, kindgerecht, technisch ausgefeilt und eben so erscheinen daß sie Kinder glücklich machen. Und das dürfte auch das Fazit dieser Fortsetzung sein, die ich unter schlechten Bedingungen geschaut habe: auch wenn der Erstling der erfolgreichste Animationsfilm ever war, ich habe ihn damals einmal gesehen, mittlerweile im Kopf restlos gelöscht und keine besonderen Bedürfnisse die Figuren wiederzusehen, zumal sie mir nicht sonderlich im Kopf oder im Herzen geblieben sind. Trotzdem hat dieses Sequel bei mir gepunktet: mit einer Animation und gigantischen Bildern, mit einer epischen Fantasystory, sehr rührseligen und auch tragischen Momenten und einem großen Ganzen, welches mir zwar als zu kalkuliert erschien, aber bei dem ich verstehen kann wenn kleine Kinder danach verrückt sind. Vielleicht könnten (je nach Alter) die traurigen Momente zu sehr fordern, aber das heißt nicht daß man es nicht probieren sollte. Mir selber ist es wohl verbaut dieses mit dem kalkulierten Zauber und der Begeisterung zu schauen, es dürfte für sehr viele aber bestens klappen. Bleibt nur die Frage warum der Film die „Wasser hat ein Gedächtnis“ Botschaft so penetrant einbaut – soll dies vielleicht ein Wink in Richtung Homöopathie sein???

Fazit: Bildgewaltig, episch und kalkuliert kitschig – perfektes Marketingprodukt welches Kinder glücklich macht!

Rating: ★★★★☆

Measure of a Man – Ein fetter Sommer

Der Sommer 1976 fordert einiges ab vom übergewichtigen Teenager Bobby Marks (Blake Cooper): neben den Eheproblemen seiner Eltern Lenore (Judy Gree) und Marty (Luke Wilson) stresst ihn ein Ferienjob bei Dr. Kahn (Donald Sutherland) …

Ein ereignisreicher Sommer der aus einem schüchternen Jungen einen Mann macht – das ist eine Thematik aus der es etliche Filmversionen gibt. Diese hier ist wohl keine die besonders groß auffällt oder irgendwo herausragt, aber für sich doch einen Charme hat. Schon alleine weil der Subplot in dem der schüchterne Held bei einem alten Mann Gartenarbeit übernimmt und durch die Dialoge schrittweise etwas fürs Leben lernt wage an Karate Kid erinnert. Ansonsten fängt der Film das Flair in dem er spielt ganz gut ein: es ist ein Sommer in den 70er Jahren, es ist heißt und sonnig und dieses Gefühl verströmt der Film in fast jeder Minute. Ansonsten ist es eben eine typische Geschichte eines schüchternen Jungen der sich isoliert fühlt und einen Weg finden muß seine Konflikte irgendwie zu bewältigen. Viel bleibt hinterher nicht im Kopf, außer einem warmen, angenehmen Gefühl und ein wenig Freude darüber daß man etwas so warmherziges hat sehen können. Nicht zuletzt dank dem wie immer großartigen Donald Sutherland in einer markanten Nebenrolle

Fazit: Kleines Sommerdrama mit Herz, Gefühl und ganz viel Wärme.

Rating: ★★★☆☆

Submission

Der Universitätsdozent Ted Swenson (Stanley Tucci) könnte eigentlich mit allem zufrieden sein, wird aber von einer starken Midlife Crisis geplagt. So wird er auch Mentor der neuen Studentin Angela Argo (Addison Timlin) bei der das Verhältnis recht schnell sehr innig wird …

Ein Film der gewisse Dinge enthalten könnte; dieses aber nicht tut was zu seiner Stärke und Schwäche wird. Im Kern geht es um einen frustrierten Literaturprofessor der seine Träume durch die Werke seiner Studenten auslebt, dann mit einer auf unangemessene Distanz gerät. Das hätte man viel scheußlicher und ekelhafter machen können: den Professor als geilen Lüstling inszenieren, die Story mit seelischen Abgründen oder bitteren Momenten ergänzen. Aber das passiert hier nicht: die Hauptfigur ist ein sarkastischer, trauriger Kerl, der irgendwie emotionslos wirkt und eher müde in all das reinschlittert anstatt von Gelüsten gelenkt. Damit erreciht der Film an dieser Stelle keine krassen emotionalen Tiefen, behält sich dadurch aber ebenso eine gewisse Letargie und Ruhe vor die der Film ausstrahlt. Dadurch schwingt er sich nie zu nennenswerten Größen oder Höhen auf; bewahrt aber einen ruhigen, entspannten und angenehmen Grundton der ihn eben zu einem angenehmen, kleinen Streifen macht; den man aber wohl recht schnell vergisst.

Fazit: Irgendwie zwischen die Genres geratende Geschichte, die zwar keine krassen Szenen aus seiner Thematik holt, aber kurzweilig und angenehm ausfällt!