Die perfekte Kandidatin

In der saudi-arabischen Provinz Riyadh arbeitet Dr. Maryam (Mila Al Zahrani) t als Ärztin in einem Krankenhaus. Sie leidet darunter daß die Zufahrt zum Haus verschlammt ist und möchte sich dafür einsetzen daß endlich ein asphaltierter Weg angelegt wird. Eher durch Zufall gelangt sie an den Gedanken, sich selbst als Gemeinderat-Vorstand aufstellen zu lassen …

Eine deutsch / saudi-arabische Co-Produktion in  der es darum geht daß eine Zufahrt asphaltiert werden soll? Klingt nicht nach nennenswertem, großen Kino. Ist es auch nicht, aber dennoch ein Titel der ein wenig Aufmerksamkeit verdient. Natürlich ist dies nur der Hintergrund, der Schwerpunkt liegt auf einer jungen, begabten Frau die eigentlich das richtige und das Gute will, aber eben ständigen Hindernissen ausgesetzt ist. Diese kommen vorrangig daher daß sie eine Frau ist, in einer Welt und einer Umgebung in der man eben als Frau still zu sein hat und die sich für ihr auflehnen gegen die Verhältnisse einiges an Widerstand antun muß. Das bleibt alles auf ganzer Linie unspektakulär, in manchen Szenen ist man dann aber doch geradezu wütend wenn man die bornierten Herren sieht die einfach auf stur schalten und nicht hinhalten. Nach der Hälfte ist das Thema und die Situation aber gut präsentiert, leider passiert ab da nicht mehr nennenswert viel. Der Film ist letztlich wie seine Hauptfigur: mögenswert, nett, angenehm, aber ebenso ein wenig unscheinbar und im Kern mit dem Herzen am rechten Fleck.

Fazit: Kleine Mischung aus Drama mit ein paar Schmunzelmomenten die Zuschauern aus der westlichen Welt sehr komisch vorkommen könnte.

Rating: ★★★☆☆