The Gentlemen

Der amerikanische Drogenbaron Mickey Pearson (Matthew McConaughey hat sich eine gut laufende Marihuana Sparte in Lonon errichtet – will aber künftig nur noch fpr seine Frau Rosalind (Michelle Dockery) da sein. Die Suche nach einem Käufer für seine Plantagen gestaltet sich als schwierig …

Guy Ritchie kehrt zurück auf das „Niveau“ und das Level seiner frühesten Filme, eben diesen kleinen, pfiffigen und flotten Gangsterstreifen. Gemessen an seinen alten Filmen ist dieser hier eine Art light Version, aber durchaus in zufriedenstellender Form. Es wird sehr ausführlich eine sehr verschachtelte Gangsterstory erzählt, es treten überraschende Wendungen auf, ein paar sehr gute Gags und ebenso einige Twists. Einen Haken sehe ich in der Besetzung: der Film zeigt zwar eine ganze Handvoll Stars in extrem coolen Rollen, im Grunde hat man aber keine rechte Hauptfigur und so ist bei manchen der Anteil am Film überschaubar (z.B. Colin Farrell). Wer sich hiermit aber eine Art Retrofeeling und Erinnerung an alte Titel des Machers zurückholen mag dürfte dies hinbekommen, als harmloser Unterhaltungsfilm geht dieser wohl soweit klar. Es könnte nur stören daß dieser Film außer einigen Twists nichts zu erzählen hat.

Fazit: Solider Film mit coolen Figuren und verschachtelter Erzählweise!

Rating: ★★★☆☆

47 Meters Down 2 – Uncaged

Mehrere Frauen reisen nach Brasilien um an der Küste von Recife zu tauchen. Insbesondere fasziniert sie eine Unterwasserruine – allerdings wissen sie nicht daß genau dort eine bösartige Hai Spezies beheimatet ist …

Der Film betitelt sich zwar als Sequel, hat aber mit dem ersten Teil nur das Thema gemein: Menschen die im Wasser hilflos einer Haiattacke ausgeliefert sind. Dabei wird etwas variiert: es sind diesmal ein paar Personen mehr, statt im offenen Meer sind diese in einer Art Höhle unterwegs … und das wars dann auch schon fast. Es kommen die Haie, es bricht Panik aus und die Figuren werden schrittweise dezimiert in den unglücklichsten Momenten und Szenarien. Das läßt einen eher kalt weil die Figuren an sich uninteressant und ohne Kanten oder Ecken sind, als reines „Dramaturgiefutter“ kann man sie aber dann doch nehmen und mitfiebern. Das alles ist dabei solide und spannend inszeniert, aber ohne Tiefe: man hofft eben daß die Mädels irgendwie durchkommen, es tut aber auch nicht weh wenns nicht so kommt.

Fazit: Standard Hai Thriller mit bleichen Figuren, aber ungewöhnlichem Umfeld und einer gewissen Härte!

Sanctimony – Auf mörderischem Kurs

Tom Turner(Casper van Dien) scheint alles zu besitzen: gutes Aussehen, einen Schlag bei Frauen und einen einträglichen Job an der Wall Street. Doch unter der Oberfläche ist er ein eiskalter, brutaler Mörde rund begeht furchtbare Bluttaten – wobei er mehr und mehr ein Spiel mit der Polizei spielt …

Die Absicht hinter diesem Film ist wohl klar: Boll versuchte im Kinomarkt mit seiner eigenen Produktionsfirma einen Fuß in die Tür zu kriegen. Dazu kratzte er ein Budget zusammen sowie eine ganze Handvoll solider B-Filmstars (die er teilweise eh in jedem Film weiter verwendete) und schrieb ein Skript welches sich diverse Anleihen aus anderen Teilen zusammensucht: da sind ein paar Referenzen zu „American Psycho“ drin, ein wenig „Sieben“ und sogar etwas von „Eyes Wide Shut“. Das montiert er zu einem Großstadtthriller zusammen in dem es im Kern wiedermal um den Polizisten geht der einen Serienmörder jagt. Dabei funktionieren einige Dinge aber ganz gut: gerade Michael Pare gibt einen stabilen Helden ab (auch wenn er zu Beginn in einer Szene in der er sich entblößen muß geradezu demontiert); Casper van Dien als brutaler Killer ist zwar nur ein Schmierlappen, aber eben einer der funktioniert. Wie auch der ganze restliche Film der zwar auf dem Niveau einer durchschnittlichen TV Produktion passiert, aberwenn man die Nummer  eben ohne gesteigerte Ansprüche angeht könnte es (gerade bei der knappen Laufzeit) schlimmer kommen.

Fazit: Kleiner Thriller auf TV Niveau der hohen Vorbildern nacheifert!