Amoklauf

Ein Kellner lebt einsam und isoliert und von der Außenwelt abgeschottet. Im Laufe der Zeit hat er einen unglaubliche Hass auf seine Mitmenschen entwickelt – und so führt ein geringer Auslöser zu einer unglaublichen Bluttat …

Einer der ersten Filme von Uwe Boll an dem man wohl schon damals kein gutes Haar ließ. Ich kann es verstehen, will den Film aber nicht gleich in Grund und Boden reden weil ich zumindest eine Absicht erkennen konnte. Es geht um einen Mann in dem ein Hass auf seine Umwelt stetig wächst bevor sie sich in Gewalt entlädt, dabei wird nicht wirklich eine psychologische Analyse gezeigt, aber die Trostlosigkeit seiner Umgebung und die Isolation wenn er im stillen Zimmer hockt und fernsieht (was der Zuschauer auch minutenlang mitmacht) kommt schon entsprechend rüber. Zum Ende hin entlädt sich die Wut in ein furchtbares, blutiges Desaster daß irgendwo zwischen Splatterfilm und Kunststreifen fällt, das mag zwar vorrangig dem Schockeffekt dienen, hat aber einen ungemein surrealen Anstrich der ein Ansehen durchaus interessant macht. Obendrein ist es eben eine Basis: das Thema Amoklauf hat Boll noch in einigen andern Titeln aufgearbeitet, wie z.B. der „Rampage“ Trilogie.

Fazit: Bizarres Frühwerk von Uwe Boll dessen splatteriger Showdown geradezu künstlerisch wirkt!
2 Punkte