Darfur

Die Miliz Dschandschawid begeht zahlreiche Massenmorde in Darfur. So nehmen sie auch ein Dorf ins Visier in dem gerade sechs westliche Journalisten anwesend sind. Diese setzen sich energisch für die zum Tode verurteilten Dorfbewohner ein …

Es ist sehr leicht diesen Film abzuurteilen wenn man auf den Macher schaut: es ist ein Film von Uwe Boll. Allerdings einer derjenigen auf die Boll stolz ist und die ihm wirklich wichtig waren. Das kann man verstehen: dieser Film ist wirklich ein Schlag in die Magengrube. Und Bolls Talent zu extremer Gewaltdarstellung kann hier so richtig genutzt werden: wenn es darum geht einen Völkermord zu zeigen und den Zuschauer emotional anzubinden ist die reine Holzhammermethode und brutalste Gewalt wohl das effektivste Vorgehen. Und das trifft hier wirklich wie ein Faustschlag. Handwerklich wird größtenteils zur Wackelkamera gegriffen, da wäre weniger mehr gewesen … aber das ist schon jammern auf hohem Niveau. Ich kann verstehen warum Boll diesen hier als seinen besten Film anführt – ist nicht völlig verkehrt. Und in Punkto Härte ist er kaum zu toppen.

Fazit: Unfassbar schlimm und fast unerträglich lebensecht gefilmt!

Hexen hexen

Eine böse Oberhexe (Anjelica Huston) will alle Kinder ausrotten und dazu vergiftete Schokolade verteilen die Kinder nach dem Verzehr in Mäuse verwandelt. So werden bei einer Versammlung auch Bruno und Luke verwandelt – kämpfen aber in ihren Mäusekörpern gegen die Bedrohung …

Dies ist einer der Titel die im Kino erschienen als ich anfing mich für Fil zu begeistern – d.h. ich sah als er rauskam ständig Ausschnitte in Kinomagazinen ect.; konnte ihn aber erst Jahre später im TV gucken. Ich denke, es ist einer der Titel die man ins Herz schließt wenn man ihn in Kindertagen oft genug gesehen hat, nun wo ich ihn nach unzähligen Jahren noch ein weiteres Mal geschaut habe kann ich zwar Sympathie, aber keine wahre Begeisterung dafür entdecken. Und ein wenig Erstaunen: zum einen daß das scheinbare Aushängeschi,d nämlich daß ein paar Kinder in Mäuse verwandelt werden erst nach der Hälfte beginnt, des weiteren ist es der Look des Films. Da es eine britische Produktion ist hat die Geschichte nicht den cleanen Look den ein Disney Kinderfilm hat, sodnern sieht enger, dreckiger und oftmals häßlicher aus, des weiteren ist der Look der Hexen und insbesondere Oberhexe Angelica Houston so unfassbar böse und häßlich daß es für kleine Kinder zu hart sein könnte. Trotzdem hat die Geschichte mit dem ungewöhnlichen Look und dem liebenswerten Kinderhelden sowie seiner tapferen Filmoma nette Helden und durchaus einige sehr schöne Momente. Als Alternative für das sterile Disneymaterial kann dieser hier sicherlich herhalten, zumal die Effekte von Jim Henson auch heute noch sehr nett anzusehen sind.

Fazit: Irgendwo zwischen Fantasy und Horror angesiedelt, technisch nett, aber  mit stellenweise sehr häßlichemk Look

Rating: ★★★☆☆

Liebling, ich habe die Kinder geschrumpft

Erfinder Wayne Szalinski (Rick Moranis) arbeitet auf seinem Dachboden an einer Maschine die Gegenstände und Menschen schrumpfen soll – leider ohne Erfolg. Leider bringen seine Kinder Nick (Robert Oliveri) und Amy (Amy O’neil) die Maschine zum Laufen und schrumpfen sich wie auch die Nachbarskinder Ron (Jared Rushton) undRuss (Thomas Wilson Brown). Nachdem die Kinder auf den Müll geworfen wurden müssen sie sich auf eine gefahrvolle Reise durch den für sie riesigen Garten begeben …

Dies stellt einen der Fälle da über die ich nicht rational schreiben kann, da ich mich als Kind in diesen Film verliebt habe und ihn auch nun, viele Jahre später noch feiere. Dabei ist mir klar dass dies ein schlichter Kinderfilm ist der mit simplen Mechaniken arbeitet: eine Truppe Kinder wird geschrumpft und geht durch einen Garten der für sie als Dschungel erscheint und trifft auf Alltagsgegenstände und Situationen die ihnen in der kleinen Form gefährlich und krass erscheinen – leider hat der Zahn der Zeit stark an den Spezialeffekten genagt die als simple Bild im Bild und Green-Screen Techniken zu entlarven sind. Was mir aber stets daran gefallen ist die Figur des Russ Thompson, der erst Stress mit seinem Vater hat, sich danach in jeder der gefährlichen Situationen heldenhaft und stark verhält, das war für mich eine klare Identifikationsfigur. Bei einem neuen Anschauen war für mich auch die Figur der Ameise Meisi überraschend die hier eine eher tragische Wendung nimmt und für einen solchen Kinderfilm überraschend düster ist. Letztlich stimmt für mich hier alles: die Action, das Abenteuerfeeling und Rick Moranis als liebenswerter, töffeliger Erfiner. Das mag alles den heutigen Standards nicht mehr entsprechen, wenn man es aber wie ich über 30 Jahre in der Erinnerung hat läßt man nichts drauf kommen.

Fazit: Ein persönlicher Evergreen bei dem Action, Witz und Herz stimmen – lediglich die Effekte sehen anch all der Zeit oftmals schlapp aus!

Rating: ★★★★★