Kartoffelsalat 3 – Das Musical

Die Leo Weiss (Freshtorge) Schule steht kurz vor der Schließung, dann aber komt Mia (Lea Mirzanli) mit der Idee daher daß ein inszeniertes Musical die Rettung sein könnte – als Thema soll die einstige Zombiekatastrophe aufbereitet werden. Das droht aber zum Fiasko zu werden, erst recht als durch Kim (Marta Shkop) emotionales Chaos dazu kommt …

Das Spannende am ersten Teil war die Frage wie das youtube Konzept von Frehtorge sich in einem Kinofilm trägt – und wie wohl die Meisten empfunden haben tat es das gar nicht. Nach gut 4 ½ Jahren rückt trotzdem eine zweite Folge nach, die man des Gags halber mit einer drei im Titel schreibt. Und auch wenn nichts zu erwarten war toppt der Film alles denkbare: mit handwerklicher Professionalität sieht er wirklich wie ein Kinofilm aus, inhaltlich schließt er an den Vorgänger plausibel und passabel an. Es werden wieder diverste yutuber und Promis in Nebenrollen gepackt, aber nicht so aufdringlich wie und so sinnbefreit. Für Musicals muß man schon ein Faible haben, aber die flotten Nummern haben Herz, Tempo und für die angepeilte Zielgruppe sollte der Film bestens funktionieren. Die größte Überraschung ist wohl daß ein solch solides, taugliches Werk nach dem missratenen ersten Film überhaupt zustande gekommen ist.

Fazit: Richtet sich an ein junges Publikum und macht auf dem Sektor alles richtig!

Videoreview von mir: https://www.youtube.com/watch?v=1K4QcV5DjEE&t=30s

Nachtfalken

Deke DaSilva (Sylvester Stallone) und Matthew Fox (Billy Dee Williams) sind erfahrene Polizisten auf den Straßen von New Xok und wrden gebeten, beim Kampf gegen den Top-Terroristen Wulfgar (Rutger Hauer) zu unterstützen. Dies ist der Auftrakt zu einer unglaublichen Jagd …

Das ist wohl ein Film aus einer Zeit in der man Sylvester Stallone nicht gleich mit allen Actionrollen in Verbindung brachte. Dies ist ein Krimi bzw. ein Thriller in der er einen normalen Helden spielt, einen Polizisten der sich sogar hier und da von der Gewalt distanziert und sie nicht anwenden möchte. Auf der anderen Seite haben wir Rutger Hauer als Satan in Menschengestalt, der einen aalglaten Schurken spielt der einfach nur böse des böse seins halber ist. Das mag aus heutiger Sicht etwas eindimensional wirken, zu meckern gibt’s aber am Film trotzdem wenig. Natürlich ist er ein Relikt seiner Zeit, d.h. die Musik und die Outfits wirken natürlich etwas altmodisch und mitunter befremdlich, aber es macht Spaß diese bewährten Darsteller (auch Billy Dee Williams) in jünger und vital zu sehen.

Fazit: Geradliniger Thriller mit Stallone in eher ungewohnter Rolle!

Fucking Berlin

Sonia (Svenja Jung) zieht für ein Mathematikstudium nach Berlin. Als sie in finanzielle Nöte gerät beginnt sie als Prostituierte zu arbeiten Fortan führt sie ein Doppelleben …

Hier treffen viele Dinge aufeinander die mir gefallen und die mir missfallen. Zunächst mal: ich war nie ein junger Mensch in Berlin, ich weiß nicht wo der Film mir wirklich vermitteln will wie es ist wenn man jung und frei in Berlin ist und wo der Film das unfassbar aufbläht und in künstliche Coolness hüllt. Hüllenlos erscheint dagegen die Hauptfigur in zahlreichen Szenen was nicht dem Voyeurismus dient, sondern durch einen einfach ehrlich wirkenden Blick zustande kommt. Der Verlauf der Handlung in der sie schrittweise in die Prostitution abrutscht ist plausibel und nachvollziehbar, auch wenn an manchen Stellen die gezeigten Szenen etwas überzogen wirken und wie eine spannende „Wir gucken mal hinter die Kulissen eines Puffs“ Doku anmuten. Am Ende finde ich die Mischung etwas unausgewogen wenn hinter diese doch realisten Aspekte der Versuch folgt einen „Beat“ in der Stadt zu finden und vieles in einen tieferen Sinn zu setzen. Aber das mag ein Problem sein – dies ist durchaus gewagtes, frisches Kino, freizügig, mutig und in manchen Momenten unglaublich lebensecht.

Fazit: Sehr glaubhafte und lebensnahe Betrachtung seines Themas!