Mary Shelleys Frankenstein

Victor Frankenstein (Kenneth Branagh) ist besessen davon künstliches Leben zu erschaffen. Durch ein grausames Experiment erschafft er so eine untote Kreatur (Robert DeNiro) deren Erschaffung aber bald furchtbare Folgen hat …

Zu diesem Film habe ich ein unsachliches Verhältnis: als ich jung war und anfing mich für Film zu interessieren konnte ich diese meist nicht sehen, ich besaß aber eine Cinema in der über diesen sehr aufwendig berichtet wurde. Den Artikel konnte ich fast auswendig aufsprechen, den Film sah ich Jahre später, mit einer solchen Erwartungshaltung der er nicht gerecht werden konnte. Nun, nach einem Rewatch bin ich etwas gnädiger da ich verstehe was Kenneth Brannagh als Regisseur und Hauptdarsteller vorhatte. Zwei Jahre vorher war mit „Dracula“ bereits ein Horrorklassiker ins Kino gebracht worden der diesen als epischen Augenschmaus aufbereitet hatte, das Gleiche war wohl hier vorgesehen. Vorrangig sollte es aber auch um die Person Frankenstein gehen und weniger um den damit verbundendn Horror: es ist im Kerne eine Drama um einen Mann der das Sterben von geliebten Menschen nicht ertragen kann und aus diesem Grund versucht Leben zu erschaffen – mit eben furchtbaren Folgen. Die so erschaffene Kreatur wird von Robert DeNiro eindrucksvoll und bedrohlich gegeben, trotzdem dürften Zuschauer die hier auf Horror hofen eher enttäuscht werden. Es ist wie eine Oper, eine groß ausgestattete Gruselnummer mit hohem Dramaanteil daß aus heutiger Sicht fast schon unter „Kostümschinken“ zu verbuchen ist.

Fazit: Sehr bemüht und sehr dicht am Buch mit großem Aufwand und Getöse!

Wieder alleine zu Hause

Beaupre (Olek Krupa), Alice (Rya Kihlstedt), Jernigan (Lenny von Dohlen) und Unger (David Thornton) stehlen einen Mikrochip und verstecken ihn in einem Spielzeug. Dieses gelangt aber durch ungünstige Umstände an kleinen Alex (Alex D. Linz). Als der krank zu Hause im Bett liegt attackieren die Diebe sein Haus …

Der dritte Teil dieser Serie den ich nie als solchen empfunden habe, auch wenn „Home Alone 3“ im Vorspann steht und die bekannte Titelmelodie erklingt. Das Konzept ist wohl klar. Da Macauley Culkin zu alt war variiert man die Geschichte nd erzählt sie mit einem neuen Kind von vorne. Die Variationen bestehen darin daß es diesmla vier Einbrecher sind und es sich dabei um eine High-Tech Gangsterbande handelt … was aber nichts daran ändert daß der Junge eine endlose Serie an Fallen aufbereitet in welche die Deppen dann laufen. Dabei ist die gewohnte comichafte Übersteigerung zugegen, auch wenn man bemüht ist stets alles etwas gößer und etwas heftier zu machen. Ich mochte den Film damals, merke aber aus heutiger Sicht daß mir der Junge Alex Linz nicht zusagt (irgendwie ist er mir zu arrogant) und ich eben einfach nicht mehr zur Zielgruppe gehöre. Das tue ich bei den zwei Erstlingen zwar auch nicht, aber da habe ich noch den Funken Nostalgie den ich hier halt nicht zur Hand habe.

Fazit: Routiniert abgespulte Variation des ersten Films der effetkiven Slapstick, aber nur wenig Herz bietet!

Rating: ★★☆☆☆