Countdown

Krankenschwester Quinn (Elizabeth Lail) installiert eine App die angeblich ihren Todestag voraussagen kann. Als ihr nur noch wenige Tage prophezeit werden und merkwürdiges in ihrem Umfeld passiert begibt sie sich auf die Suche …

Ich habe in meiner eigenen Jugendzeit Teenagerhorror sehr gemocht, stelle aber fest daß das Genre heute kaum mehr mit Vertretern präsent ist. Die wenigen Filme die es gibt (Werke wie „Polaroid“ oder „Wahrheit oder Pflicht“) fallen dann auch entsprechend austauschbar und nicht erwähnenswert aus. Leider gehört „Countdown“ in diese Liste der Banalität. Die Grundidee ist noch ok, sie ergibt eine nette Partyunterhaltung ob man sich diese App wirklich herunterladen würde. Abgesehen davon kriegt man unblutigen Mysterygrusel in der ein paar seichte Charaktere durch die Gegend rennen und vor einem mystische Monster fliehen. Das ist banal, langweilig und baut auf eine so endlose Serie an Jumpscares daß es geradezu dreist ist. Ebenso wird die übersinnliche Komponente genutzt um die unoriginellen Gruselmomente noch etwas unberechenbarer zu machen, was auch an kreativer Armut liegen mag … für ein junges Publikum oder dem Streaminggucker sollte sowas reichen, im Kino hat das eigentlich kaum mehr was zu suchen.

Fazit: Völlig verzichtbare Klischeepackung die sich in endlosen Jumpscares ergeht!Rating: ★★☆☆☆

Hilfe, ich habe meine Eltern geschrumpft

Felix (Oskar Keymer) kommt mittlerweile amOtto-Leonhard-Gymnasium zurecht obwohl dort der Geist des von Otto (Otto Waalkes) herumspukt, zu dem bald auch die Ex-Direktorin Hulda Stechbarth (Andrea Sawatzki). stößt. Als seine Eltern Peter (Axel Stein) und Sandra (Julia Hartmann) einen Umzug nach Dubai planen kommt es durch Umstände dazu daß Felix sie schrumpft …

Alles auf Anfang und alles in die Tonne: der gute Eindruck den der erste Film bei mir zumindest gemacht hat geht gleich wieder komplett bergab, zu Gunsten eines unnötigen, überflüssigen und schnell runtergekurbelten Sequels daß einfach nur alle Figuren von Teil 1 eins zusammenbringt und im Grunde das gegebene Szenario wiederholt. Hier und da schleichen sich dabei gelungene Momente oder kleine Gags ein, ebenso sind wieder viele Szenen dabei die lustig wirken (etwa wenn die Figuren in Zahnastabechern baden); aber mit einer restlos übersteigerten Antagonistin und gewachsenen, aber kaum mögenswerten Figuren stellt sich der Film selbst ein Bein. Was auch unglaubwürdig ist: der Film kommt gut drei Jahre nach dem ersten, soll aber nur ein Jahr später spielen, was durch die deutlich gewachsenen Kiddies aber nicht glaubhaft erscheint. Kinder dürften sich an alledem kaum stören – wer den ersten mochte kommt auch hiermit bestens klar.

Fazit: Lauer Nachzieher der alle Gags des ersten Films variiert und wiederholt!
Rating: ★★☆☆☆

Hilfe, ich habe meine Lehrerin geschrumpft

Felix (Oskar Keymar) landet nach mehreren Schulen auf der Otto-Leonhard-Schule, wo er einen Disput mit Direktorin und Klassenlehrerin Dr. Schmitt-Gössenwein (Anja Kling) beginnt. Das wandelt sich als die Lehrerin schrumpft und bei Felix in den Rucksack klettert …

Ich beurteile Kinderfilme mittlerweile etwas anders, seit ich selber Vater bin und mich nun immer Frage ob der besagte Film für mein Kind in Ordnung wäre. Bei diesem hier wäre die Antwort ein sehr klares Ja. Die idee daß Menschen geschrumpft werden und das auf komödiantische Weise im Alltag Folgen hat ist nicht neu, bei mir ist wohl „Liebling, ich habe die Kinder geschrumpft“ als der Maßstab verhaftet und aus diesem Vorbild zieht sich auch der deutsche Film einige Inspirationen. Aber trotzdem wirkt er frisch, neu und stellenweise recht witzig wie eben die geschrumpfte Frau in Schulmäppchen oder sonstigen Gegenständen versteckt wird. Die Bonushandlung in der es um eine Schule und Otto als Schulgeist geht ist aufgesetzt, stört aber nicht sonderlich und die Botschaften sind im Kern altbekannt, aber lobenswert: mögt einander, mögt das Lernen und seit gut zueinander; ebenso findet gute Möglichkeiten und Schulleben lebenswert zu machen. Alles genau richtig und kurzweilig präsentiert.

Fazit: Extrem sympathisch und kurzweilig mit dem Herz am rechten Fleck!