Bad Boys for Life

Marcus Burnett (Martin Lawrence) plant in naher Zkunft in den Ruhestand zu gehen und hat obendrein den Draht zu Mike Lowrey (Will Smith) verloren. Dann aber müssen sie zusammenhalten als sie ins Visier eines albanischen Söldners geraten …

Den ersten Teil habe ich als Jugendlicher gesehen und fand ihn toll, der zweite war ein großer Hassfilm von mir bei de ich die Übergröße die Michael Bay auf eine Leinwand hievte er abstoßend als gut fand … und nun kommt nach 17 Jahren noch eine dritte Folge. Inhaltlich gibt’s wenig zu erzählen, die beiden Figuren Mike Lowery und Marcus Burnett geraten ins Visier eines Killers der zu Mike eine persönliche Vorgeschichte hat, das reicht doch schon. Allerdings fällt das Resultat doch anders aus als man es erwarten könnte: Action gibt’s natürlich, aber erst in der zweiten Hälfte und wenn es dann kracht bleibt es gemessen an den anderen Teilen geradezu klein. Die Chemie der beiden Hauptdarsteller funktioniert ausreichend und immernoch, auch wenn es fast tragisch ist mit was für einem aufgedunsenen Gesicht Lawrence hier unterwegs ist Die Story ist ein schlichter Krimiplot der am Ende einen Twist offenbart der sich mit den Hintergrundstories der vorherigen Filme beißt. Der Kniff ein paar junge Polizisten als Beigabe dazu zu packen klappt allerdings sehr gut, irgendwie bleiben diese zwar schlicht, ergänzen sich aber wunderbar mit den Altstars. Und die Inszenierung ist nicht mehr von Michael Bay wodurch zwar die Größe fehlt, aber das Ganze nicht zu einem videoclipartigen Schnittmassaker verkommt.

Fazit: Nichts zu erzählen und trotzdem auf seine Weise erträglich und vergnüglich!

Rating: ★★★☆☆

A Score to Settle

Frank (Nicolas Cage) saß 20 Jahre im Gefängnis und ist tödlich erkrankt. Als er freigelaassen wir dwill er die Dinge mit Sohn Joey (Noah Le Gros) ins Reine bringen. Obendrein will er sich für seine nicht gerechtfertigte Inhaftierung rächen …

Bei seiner endlosen Suche nach Billigskripts hat sich Cage hier glatt mal ein taugliches ausgeguckt. Als Gangster der fast sein ganzes Leben im Knast verbracht hat und nun sterbenskrank entlassen wird spielt er eine Figur die sogar so etwas wie Tiefe und Tragik hat. Und auch wenn das Skript vorrangig darauf aus ist ihm Rache an alten Weggefährten zu ermöglichen nimmt der Dramapart hier einen großen Teil ein. Dabei geht es eben um einen Kerl der sein Leben vergeudet hat und halbwegs versucht noch Bande mit seinem drogensüchtigen Sohn zu knüpfen. Auch wenn das abgesehen von Cage relativ schlicht gespielt ist funktioniert das in vielen Szenen, ebenso dominiert Cage den Film als ein Mann der zwar nicht wirklich sympathisch ist, dabei aber plausibel handelt. Dazu gibt’s hier und da ein paar blutige Momente, auch wenn der Mischmasch dann nicht so ganz stimmig ist: für einen Thriller ists zu wenig spannend, für ein Drama mitunter zu gewaltreich, für einen Actionfilm zu ruhig … für einen Cagefilm aber schon gehobene Klasse.

Fazit: Thrillerdrama in dem Cage nochmal richtig darstellen darf als ein kaputter Mann mit Tragik!

Rating: ★★★☆☆

Kill Chain

Der Ganove Arana (Nicolas Cage) betreibt ein kleines Hotel. Eines Abends tauchen dort mehre gefährliche Gestalten auf. Arana erzählt diesen eine blutige Geschichte die direkt zu ihm führt …

Hier macht es sich Cage dann aber doch etwas (zu) einfach: bei einem 90 Minuten Film erscheint er in den ersten Minuten, verschwindet dann aus der Handlung und ist dann erst ab der Hälfte wieder dabei. Der Rest ist eine lange Rückblende in der sich ein paar fiese Gestalten nach und nach abschlachten, dabei springt auch mehrfach der Fokus von der einen vermeintlichen Hauptfigur zur nächsten – nur daß jede dieser Figuren relativ uninteressant und unspannend gerät. Wenn dann Cage dazu stößt geht es behäbig weiter, immerhin gibt’s im Showdown ein paar Szenen in denen er den bewährten, irren Spinner geben darf, das ist doch wohl was man von ihm will. Mehr als das gibt’s hier nicht: in trister Umgebung gehen ein paar fiese Schmutzfüße aufeinander los, es gibt ein paar Schießereien und einiges an Kunstblut … aber keine Spannung und keine wirklich nennenswerten Aspekte.

Fazit: Cage-Killer Thriller in dem Cage nur die halbe Zeit auftritt!

The Aeronauts

Luftfahrt-Enthusiastin Amelia Wren (Felicity Jones) möchte Pilotin eines Ballons werden, was die Gesellschaft im 19. Jahrhundert so aber nicht ermöglicht. Als tut sie sich mit James Glaisher (Eddie Redmayne) zusammen der nach arbeitet eine bessere Möglichkeit für die Wettervoraussage zu finden …

Die Stimmung in diesem Film kippt wie das Wetter, das ist alles positiv gemeint. Der Film beginnt einfach zu fröhlich und überschwenglich: eine ungestüme Frau und ein stocksteifer Wissenschaftler steigen gemeinsam in einen Ballon für eine gemeinsame Fahrt in unfassbare Höhen, wobei die wilde Abenteurerin auf den trockenen Theroetiker trifft. Das verströmt mitunter das Gefühl einer Abenteuerkomödie und hat fast schon Aspekte eines Buddy Movies. Aber das bleibt nicht so … je weiter es geht und desto höher der Ballon steigt desto härter und ernster wird es. Das kommt durch die tragsche Vorgeschichten der Figuren die sie zu ihrem Trip antreiben, ebenso wird der Film ab einem gewissen Punkt zum reinen Survivaldrama in dem die zwei Figuren in Lebensgefahr geraten und um das reine Überleben kämpfen. Das passiert im Grunde auf klaustrophobisch engem Raum der dann auch optisch nicht so viel hergibt: die ganze Ballonfahrt entstand vor Green Screen was man leider auch sieht. Das ruiniert den Film nicht, macht aber eben den Unterschied aus zu einem großen Kinofilm. Trotzdem: für den Streamingmarkt ist dies sicherlich ein Highlight da er Herz, Kraft und Witz besitzt.

Fazit: Spannend, mitunter witzig und je weiter es geht immer ergreifender!

Police Academy – Dümmer als die Polizei erlaubt

Ein neuer Gesetzesentwurf macht es möglich daß sich fortan jeder der es möchte an der Polizeiakademie bewerben kann. So landet eine bunte Truppe an schrägen Gestalten dort die eine reines Chaos anrichten – während der bösartige Ausbilder Harris (G.W. Bailey) bemüht ist so viele wie möglich loszuwerden und dabei besonders auf den aufmüpfigen Mahoney (Steve Guttenberg) schaut …

Ich habe die Filme dieser Reihe (wie wohl viele aus meiner Generation) in meiner Jugend etliche Male geschaut, Original wie Sequel, und muß mir wohl eingestehen: wirklich gute Filme waren das nie und ebenso wenig kann man damit wohl in der heutigen Zeit noch „bestehen“. Es bleibt bei mir wohl ein fetter Funke an Nostalgie, außerdem ist es schön bekannte Synchronstimmen aus der damaligen Zeit nochmal zu hören. Obendrein hat man hier ja mitunter die Sequels vor Augen und erkennt wie die Reihe von Folge zu Folge bergab ging und wie gut im Erstling eigentlich noch alles ist. Figuren, Humor und der Slapstick funktionieren eigentlich ganz zufriedenstellend, wobei das was besonders zotig wirkt eher harmlos ist. Trotzdem: wer ein paar Erinnerungen auffrschen mag, der kann ganz froh sein diesen Film im Netflixangebot zu finden, wer ihn noch nie gesehen hat sollte mal einen Blick riskieren – und sei es nur um zu verstehen worüber die vorherige Generation gelacht hat.

Fazit: Stark verstaubt, aber insbesondere durch die Brille der Nostalgie ein großer Spaß!
Rating: ★★★★☆