JoJo Rabbit

Jojo (Roman Griffin) wächst bei seiner Mutter (Scarlett Johansson) zur Zeit des Zweiten Weltkrieges auf. Dabei hat er einen imaginären Freund: Adolf Hitler (Tauika Waititi). Erst eine neue Freundin bringt ihn dau sein Denken umzustellen …

Ein Junge der im Dritten Reich aufwächst und Adolf Hitler als seinen imaginären Freund hat … das ist etwas was sich großartig vermarkten und an den Mann bringen läßt, selbst wenn es eigentlich etwas anders ausfällt. Der Film zeigt den Zweiten Weltkrieg und ist dennoch lustig ohne restlos geschmacklos zu sein – das geht durchaus. Er hat auch sehr berührende und intime Momente, insbesondere die zwischen Mutter und Sohn und die Szenen in denen Jojo mit der ihm fremden Jüdin Kontakt aufnimmt und sich ihr annähert und sein eingepflanztes braunes Weltbild ins Wanken gerät. Dagegen fallen die Szenen mit mit Hitler erstaunlich banal aus, es ist einfach ein stetig wiederholter Gag der sich schnell totgelaufen hat. Obendrein hat der Film an einer Stelle eine so furchtbare und tragische Szenen daß er sich bis zum Ende nicht mehr davon erholt, so hysterisch das Finale auch ist. Insgesamt stimmte für mich die Abwägung der einzelnen Genres nicht so ganz, dennoch ist dies mutiges und innovatives Kino welches es eben braucht.

Fazit: Nicht so überdreht wie der Trailer es andeutet, in manchen Momenten ist es geradezu berührend und leise!Rating: ★★★☆☆

Presidio

Auf einem Armeestützpunkt in San Francisco wird eine Soldatin getötet. Der Polizist Jay Austin (Mark Harmon) untersucht den Fall und gerät dabei mit dem Colonel Caldwell (SeaN Connery) aneinander mit dem er eh eine gemeinsame Vergangenheit hat. Obendrein beginnt Austin eine Beziehung mit Caldwells Tochter Donna (Meg Ryan) …

Dies ist einer der zahlreichen Titel die gefühlt ein paar hundert Mal im Fernsehen ausgestrahlt wurden, die mir aber trotzdem nie wirklich untergekommen sind und die ich nun mittels Streaming mal nachholen kann. Diesen hier konnte ich mit einem Lächeln durchschauen weil er einfach ein wundervolles Produkt seiner Zeit war: im Kern geht es um den Mord an einer Soldatin, die Schwerpunkte liegen dann aber doch woanders. Vorrangig beim Ermittler den Mark Harmon spielt (schöne Irone daß der Mensch der später mit NCIS viele Jahre lang einen Armeeermittler spielt hier als Polizist erschent der beim Militär nachforscht), dessen Vergangenheit und Liebesprobleme. Ebenso nimmt das Zusammenspiel mit Sean Connery einen großen Bereich ein, wobei das ganze zwar niemals einen Buddy Film ergibt, aus dem humorigen und verbalen Schlagabtausch aber doch einiges mitnimmt. Irgendwie ist der Film auf ganzer Linie überflüssig, ein einfacher Krimi mit typischen 80er Klischees und einer jungen, lustigen Meg Ryan … insofern: ein eigentlich nostalgisches Filmerlebnis.

Fazit: Sympathischer Standardkrimi mit leicht humorigem Grundton!