Iam Mother

Die Menschheit hat sich selbst ausgrottet, aber nun soll die Erde neu bevölkert werden. Das wird koordiniert durch den Roboter „Mutter“ und die kleine „Tochter“ (Clara Rugaard). Dann aber erscheint eine Frau (Hilary Swank) und bringt das Programm ins Wanken …

Es ist mittlerweile eine gängige Praxis daß Filme die sich nicht tragen werden statt ins Kino zu kommen direkt auf Netflix rausgehauen werden. In vielen Fällen hat das qualitative Hintergründe. Aber es gibt auch Fälle wie diesen hier, der zwar für Netflix geschaffen wurde, aber in manchen Ländern dann doch ins Kino kommt, so auch dieser. Und man versteht beide Seiten: dies ist durchaus ein hochwertig produzierter Film, aber ebenso ein sperriger, fordernder und trister Film der sich an die breite und zahlende Masse wohl kaum verkaufen läßt. Dies ist sterile Hardcore Sci Fi die eben ein bestimmtes Publikum sehr zufrieden stellen kann … ich gehöre wohl nicht dazu. Mir schmeckt die leblose, sterile Atmosphäre und das trostlose Umfeld nicht und ich fühle mich in solchen Titeln weder wohl noch interessiert. Aber ich respektiere die schnörkellose Machart, das in seinen Möglichkeiten bleibende stimmige Design und ein gewisses Maß an Spannung. Ebenso aber auch das die inhaltlichen Wendungen stellenweise leicht und einfach zu erahnen sind.

Fazit: Trostlose Stimmung in einem soliden, aber steril wirkenden Film der für große Sci Fi Fans sicherlich einen Reiz hat!

The Report

Nach den Anschlägen vom 11. September ermittelt die CIA und erreicht nicht schnell genug die gewünschten Ergebnisse. Daher gehen Daniel Jones (Adam Driver) und Senatorin Dianne Feinstein (Annette Benning) soweit und greifen auf extreme Verhörtechniken zurück …

Ich habe zwei Punkte nach denen ich einen Film gerne erfasse bzw. einteile: der Spaß bzw. Utnerhaltungswert ist eine Sache, aber ebenso kann der Inhalt oder die Brisanz entscheidend sein. Dieser Film hat den Schwerpunkt in der zweiten Sache, er zeigt eben wie Ermittler die Foltergefängnisse der USA untersuchen, deren Entstehung und Methoden offenlegen und dabei selber in die Schußlinie geraten. Setzt man voraus daß dies alles so passiert ist wie der Film es nahelegt ist seine Existenz wohl sehr wichtig, aber unfassbar viel Spaß macht der Film nicht. Driver gibt einen soliden Helden, aber auch er kann nicht verhindern daß dies eine Art Bürofilm ist bei dem man eigentlich nur Menschen im schicken Zwirn sieht die in Büros diskutieren und hier und da mal in einen Gerichtssaal wechseln. Darum könnte dieser Film wohl mehr als Titel für den Schulunterricht herhalten denn als Titel den man zur Unterhaltung schaut.

Fazit: Anschauliche Aufarbeitung eines krassen Skandals!

Rating: ★★★☆☆

Das Kartell

Der amerikanische beauftragt CIA-Agent Jack Ryan (Harrison Ford) untersucht im Auftrage des Präsident Bennett (Donald Moffat) einen Mordfall unds tößt in ein Netz aus Intrigen welches bis ganz nach oben reicht …

Der dritte Kinoeinsatz für Jack Ryan und der zweite für Harrison Ford, wobei damals die Betonung wohl mehr auf dem Star denn auf der Figur lag und auch der Name Tom Clancy mehr im Hintergrund passierte. Es war eben einfach ein weiterer Thriller mit Ford in dem er zufällig die Figur aus „Die Stunde der Patrioten“ spielte, was schon alleine wegen dem Ende zufriedenstellend war da man so erfährt welches Geschlecht sein Kind hat (was am Ende des letzten Films als Gag offen gelassen wurde). Inhaltlich ist dies ein Politthriller mit überschaubaren Actioneinlagen, wer ihn für letzteres schaut hat wohl Pech. Komplett verschenkt ist er dabei zwar nicht, ich kann aber verstehen wenn ihn jemand eben deshalb langweilig findet weil ein Schwerpunkt wieder einmal auf Anzugstypen liegt die in Büros miteinander reden, sich anfauchen und Intrigen spinnen. Mir hat die Mischung trotzdem gefallen, zumal wie so oft in alten Titeln reihenweise Darsteller in jung auftauchen die man aus anderen, späteren Werken kennt. Als Thriller alter Schule der auch auf Gags wie Wackelkamera verzichtet dürfte dies zu den besseren Titeln zählen die auch heute noch sehr spannend ausfallen.

Fazit: Redseliger Politthriller mit gelegentlichen Actionmomenten, komplett getragen von Harisson Ford!

Rating: ★★★☆☆