Der schwarze Diamant

Howard Ratner (Adam Sandler) ist ein angesehener Diamantenhändler aus New York, steckt aber wegen seiner Spielsucht selbst tief in den Schulden, obendrein hat er eine Affäre (Julia Fox) die er vor seiner Ehefrau (Idina Menzel) verheimlicht. Die Lösung aller Probleme könnte ein besonderer Diamant sein der dann aber als Glücksbringer an einen Basketballer verliehen wird …

Adam Sandler hat einen Deal mit Netflix und klopft dort regelmäßig dümmliche Komödien raus an denen er aber gut verdient … nun aber kommt er mit einem Titel daher der mit nichts vergleichbar ist was er sonst so raus haut. Und es ist ein Film der Macher von“ Good Time“, der ja unkonventionell und speziell ausfiel. Viele feiern diesen, ich selber konnte damit nichts anfangen und stoße dann auch hier auf das Problem: ich respektiere den Film für vieles, es erreicht mich selber aber kaum. Adam Sandler schafft es sich komplett von allen Blödelrollen zu lösen und gibt als dauerplappernder Chaot eine grandiose Vorstellung. Die Handlung türmt über dem Protagonisten ein Problem nach dem anderen auf, die musikalische und optische Präsentation ist grandios. Trotzdem: da wir hier einem Antihelden folgen hatte ich kein Mitleid mit dem Kerl und der fiebrige Rasch der Unruhe ist für mich nicht eingesetzt. Nicht schlimm, ich denke daß es sehr wol viele Leute geben wird die diesen mit Eifer und Freude genießen werden.

Fazit: Überlang und irgendwo zwischen Drama und Thriller angesiedelt und jenseits typischer Schaugewohnheiten!

Videoreview von mir:https://www.youtube.com/watch?v=PRc0JiBq6QY

Kartoffelsalat 3 – Das Musical

Die Leo Weiss (Freshtorge) Schule steht kurz vor der Schließung, dann aber komt Mia (Lea Mirzanli) mit der Idee daher daß ein inszeniertes Musical die Rettung sein könnte – als Thema soll die einstige Zombiekatastrophe aufbereitet werden. Das droht aber zum Fiasko zu werden, erst recht als durch Kim (Marta Shkop) emotionales Chaos dazu kommt …

Das Spannende am ersten Teil war die Frage wie das youtube Konzept von Frehtorge sich in einem Kinofilm trägt – und wie wohl die Meisten empfunden haben tat es das gar nicht. Nach gut 4 ½ Jahren rückt trotzdem eine zweite Folge nach, die man des Gags halber mit einer drei im Titel schreibt. Und auch wenn nichts zu erwarten war toppt der Film alles denkbare: mit handwerklicher Professionalität sieht er wirklich wie ein Kinofilm aus, inhaltlich schließt er an den Vorgänger plausibel und passabel an. Es werden wieder diverste yutuber und Promis in Nebenrollen gepackt, aber nicht so aufdringlich wie und so sinnbefreit. Für Musicals muß man schon ein Faible haben, aber die flotten Nummern haben Herz, Tempo und für die angepeilte Zielgruppe sollte der Film bestens funktionieren. Die größte Überraschung ist wohl daß ein solch solides, taugliches Werk nach dem missratenen ersten Film überhaupt zustande gekommen ist.

Fazit: Richtet sich an ein junges Publikum und macht auf dem Sektor alles richtig!

Videoreview von mir: https://www.youtube.com/watch?v=1K4QcV5DjEE&t=30s

Nachtfalken

Deke DaSilva (Sylvester Stallone) und Matthew Fox (Billy Dee Williams) sind erfahrene Polizisten auf den Straßen von New Xok und wrden gebeten, beim Kampf gegen den Top-Terroristen Wulfgar (Rutger Hauer) zu unterstützen. Dies ist der Auftrakt zu einer unglaublichen Jagd …

Das ist wohl ein Film aus einer Zeit in der man Sylvester Stallone nicht gleich mit allen Actionrollen in Verbindung brachte. Dies ist ein Krimi bzw. ein Thriller in der er einen normalen Helden spielt, einen Polizisten der sich sogar hier und da von der Gewalt distanziert und sie nicht anwenden möchte. Auf der anderen Seite haben wir Rutger Hauer als Satan in Menschengestalt, der einen aalglaten Schurken spielt der einfach nur böse des böse seins halber ist. Das mag aus heutiger Sicht etwas eindimensional wirken, zu meckern gibt’s aber am Film trotzdem wenig. Natürlich ist er ein Relikt seiner Zeit, d.h. die Musik und die Outfits wirken natürlich etwas altmodisch und mitunter befremdlich, aber es macht Spaß diese bewährten Darsteller (auch Billy Dee Williams) in jünger und vital zu sehen.

Fazit: Geradliniger Thriller mit Stallone in eher ungewohnter Rolle!

Fucking Berlin

Sonia (Svenja Jung) zieht für ein Mathematikstudium nach Berlin. Als sie in finanzielle Nöte gerät beginnt sie als Prostituierte zu arbeiten Fortan führt sie ein Doppelleben …

Hier treffen viele Dinge aufeinander die mir gefallen und die mir missfallen. Zunächst mal: ich war nie ein junger Mensch in Berlin, ich weiß nicht wo der Film mir wirklich vermitteln will wie es ist wenn man jung und frei in Berlin ist und wo der Film das unfassbar aufbläht und in künstliche Coolness hüllt. Hüllenlos erscheint dagegen die Hauptfigur in zahlreichen Szenen was nicht dem Voyeurismus dient, sondern durch einen einfach ehrlich wirkenden Blick zustande kommt. Der Verlauf der Handlung in der sie schrittweise in die Prostitution abrutscht ist plausibel und nachvollziehbar, auch wenn an manchen Stellen die gezeigten Szenen etwas überzogen wirken und wie eine spannende „Wir gucken mal hinter die Kulissen eines Puffs“ Doku anmuten. Am Ende finde ich die Mischung etwas unausgewogen wenn hinter diese doch realisten Aspekte der Versuch folgt einen „Beat“ in der Stadt zu finden und vieles in einen tieferen Sinn zu setzen. Aber das mag ein Problem sein – dies ist durchaus gewagtes, frisches Kino, freizügig, mutig und in manchen Momenten unglaublich lebensecht.

Fazit: Sehr glaubhafte und lebensnahe Betrachtung seines Themas!

Kursk

Das russische U-Boot Kursk läuft am 10. August 2000 zu einer Übung aus bei der es jedoch zu einem schlimmen Unfall kommt. Aus Angst vor Spionage wird den Seeleuten jedoch jede Hilfe zunächst verweigert …

Eine furchtbare Tragödie – und ein Versuch alle davon betroffenen Felder abzudecken. Der Film spielt in einem U-Boot welches in Gefahr ist, zeigt die Ängste und die Nöte der eingeschlossenen Männer, aber ebenso sieht man den dahinter steckenden Militärapparat und dessen Verstrickungen mit der Politik, ebenso das private Umfeld einiger Seeleute und was deren Verwandte durchmachen müssen. Eigentlich sit dies ein schlimmer, geradezu aufwühlender Stoff der aber bemerkenswert ruhig und sachlich geschildert wird. Klar, es gibt Spannungsmomente, kleine Momente der Menschlichkeit (etgwa eine an Hochzeit zu Beginn), aber im wesentlichen ist der Film bemüht die Ereignisse an allen Ecken und Enden sachlich zu zeigen. Daß dabei kein wirklicher Unterhaltungsfilm rauskommt ist klar, es ist mehr eine Chronik einer Tragödie die man sich mal anschauen sollte, auch wenn ein solcher Film natürlich nicht wirklich an das Erlebte ran kommt.

Fazit: Trauriger Film, trauriges Thema und ein relativ sachlicher Blick auf das Passierte!

Rating: ★★★★☆

The Ridculous 6

Der Western Ganove Tommy „White Knife“ Stockburn (Adam Sandler) wuchs bei den Indianern auf ud erfährt daß er mehrere Halbbrüder hat: Herm (Jorge Garcia), Chico (Terry Grews), Lil‘ Pete (Taylor Lautner), Ramon (Rob Schneider) und Danny (Luke Wilson). Gemeinsam werden diese von ihrem Vater Frank Stockburn (Nick Nolte) in ein Abeteuer verwickelt …

Adam Sandler und sein Netflix Deal … der Mann hat beständig Filme für den Streaming Giganten raus die wahrscheinlich recht günstig produziert werden, aber für ihn einen fetten Gewinn bringen … so auch diesen. Und als Zuschauer kann man gleich in der Anfangsszene auf der Strecke bleiben in welcehr der Film wirkt als versuche er noch eine Cutscene von „Zohan“ unterzubringen …. Sandlers dortiger Kampf mit ein paar Gegner ist an Übertriebenheit nicht mehr zu toppen. Danach befindet man sich in einem Blödelwestern jenseits von Gut und Böse in dem so ziemlich jder Nebendarsteller schon aus anderen Sandlerfilmen bekannt ist und ein Haufen dusseliger, uncharmanter und einfach nur peinlich dummer Figuren aufeinander trifft. Es ist imposant wen man da alles zusammenbekommt, einschließlich von Charakterdarstellern wie Nick Nolte und Harvey Keitel … leider stellt sich der Film selbst ein Bein wenn er alles einerseits so restlos überspitzt, dann aber zumindest hier und da kleine, ernstgemeinte Momente hat. Diese versinken aber restlos darin daß man ab einem gewissen Punkt keine Figur und keine Situation mehr wirklich ernst nehmen kann. Insofern: Sandler verdient sich eine goldene Nase, der Zuschauer ohne jeden Anspruch kriegt zwei Stunden peinlichen Holzhammerhumor … und viele dürften die Gaganummer nicht über die erste Viertelstunde hinaus aushalten …

Fazit: Typisch Sandler … nur noch ein wenig alberner, unerträglicher und nur für eingefleischte Fans des Mannes …

Ein unmoralisches Angebot

Finanzielle Nöte treiben das Ehepaar Diana (Demi Moore) und David (Woody Harrelson) nach Las Vegas wo sie hoffen mit Glückspiel ihre Schulden tilgen zu können. Allerdings treffen sie dort auf den Milliardär Gage (Robert Redford) der ein Auge auf Diana wird und den beiden ein Angebot macht: er will eine Million Dollar zahlen wenn er dafür eine Nacht mit Diana verbringe kann …

Zu dem Film habe ich eine persönliche Beziehung: als ich gerade anfing mich mit Film zu beschäftigen kam dieser in die Kinos und ich sah in diversen TV Sendungen Berichte darüber die ihn sehr spannend und interessant erscheinen ließen, gleichzeitig war die Kritik insgesamt relativ verhalten. Ich sah ihn Jahre später im Fernsehen und nun nochmal auf amazon prime und muß trennen: ja, dies ist kein guter Film, aber ein perfekt designtes Produkt. Im Kern ist es eine sehr kitschige Lovestory und ein paar welches in eine Krise gerät, des weiteren ist es ein Film der eine Grundfrage aufwirft die man dann auf Partys diskutieren kann: würde man sich selbst für eine Million hergeben; oder den Partner? Darüber zu reden dürfte mehr Spaß machen als der Film der sich als glänzende, aber nicht sonderlich gut gefüllte Packung erweist. Edel gefilmt, super gespielt und episch ausgestattet entsteht so ein Date Film der es sich am Ende aber sehr leicht macht. Und mal ehrlich: würde Gage nicht von Rober Redford gespielt wäre er ein widerlicher, alter Lüstling.

Fazit: Schicke Verpackung mit interessanter Grundfrage, aber letztlich ein heftiges Stück Kitsch und nicht mehr!

Pappa Ante Portas

Heinrich Lohse (Loriot) wird nach einer unglücklichen Transaktion in seiner Firma in den Vorruhestand geschickt. Fortan möchte er seine Berufserfahrung seiner Familie zur Verfügung stellen, bringt aber nur die Alltagsgewohnheiten von Ehefrau Renate (Evelyn Hamann) und Sohn Dieter (Gerrit Schmidt-Foß) durcheinander …

Eines der ältesten roten Fähnchen auf meiner ewigen Watchlist welches ich nun gut 30 Jahre vermieden habe … und mir nach dem Anschauen endgültig bestätigen muss: ich bin nicht empfänglich für Loriot und sienen Humor. Das tut mir sogar leid weil ich weiß wie viele Leute den Mann mögen, schätzen und respektieren und ihn auch in liebevoller Erinnerung halten, aber es hilft nichts. Der Humor der oftmals aus kleinen, überspitzten und vorrangig peinlichen Alltagsmomenten besteht ist für mich geradezu unangenehm zum Anschauen. Die Idee wie ein spießiger Vorstandsmensch das heimelige Umfeld mit seiner Art terrorisiert hat zwar durchaus was, außer ein paar passablen Momenten springt aber nichts raus dabei. Das Einzige was ich daraus entnehmen konnte was die Stimme von Loriots Filmsohn, dem jetzigen Synchronsprecher von Leonardo DiCaprio.

Fazit: Möge jeder der Loriot und seine Art von Humor schätzt damit eine schöne Zeit haben – ich fand die spießige Altagsbetrachtung stellenweise fast schon unangenehm!

Rating: ★★☆☆☆

Mary Shelleys Frankenstein

Victor Frankenstein (Kenneth Branagh) ist besessen davon künstliches Leben zu erschaffen. Durch ein grausames Experiment erschafft er so eine untote Kreatur (Robert DeNiro) deren Erschaffung aber bald furchtbare Folgen hat …

Zu diesem Film habe ich ein unsachliches Verhältnis: als ich jung war und anfing mich für Film zu interessieren konnte ich diese meist nicht sehen, ich besaß aber eine Cinema in der über diesen sehr aufwendig berichtet wurde. Den Artikel konnte ich fast auswendig aufsprechen, den Film sah ich Jahre später, mit einer solchen Erwartungshaltung der er nicht gerecht werden konnte. Nun, nach einem Rewatch bin ich etwas gnädiger da ich verstehe was Kenneth Brannagh als Regisseur und Hauptdarsteller vorhatte. Zwei Jahre vorher war mit „Dracula“ bereits ein Horrorklassiker ins Kino gebracht worden der diesen als epischen Augenschmaus aufbereitet hatte, das Gleiche war wohl hier vorgesehen. Vorrangig sollte es aber auch um die Person Frankenstein gehen und weniger um den damit verbundendn Horror: es ist im Kerne eine Drama um einen Mann der das Sterben von geliebten Menschen nicht ertragen kann und aus diesem Grund versucht Leben zu erschaffen – mit eben furchtbaren Folgen. Die so erschaffene Kreatur wird von Robert DeNiro eindrucksvoll und bedrohlich gegeben, trotzdem dürften Zuschauer die hier auf Horror hofen eher enttäuscht werden. Es ist wie eine Oper, eine groß ausgestattete Gruselnummer mit hohem Dramaanteil daß aus heutiger Sicht fast schon unter „Kostümschinken“ zu verbuchen ist.

Fazit: Sehr bemüht und sehr dicht am Buch mit großem Aufwand und Getöse!

Wieder alleine zu Hause

Beaupre (Olek Krupa), Alice (Rya Kihlstedt), Jernigan (Lenny von Dohlen) und Unger (David Thornton) stehlen einen Mikrochip und verstecken ihn in einem Spielzeug. Dieses gelangt aber durch ungünstige Umstände an kleinen Alex (Alex D. Linz). Als der krank zu Hause im Bett liegt attackieren die Diebe sein Haus …

Der dritte Teil dieser Serie den ich nie als solchen empfunden habe, auch wenn „Home Alone 3“ im Vorspann steht und die bekannte Titelmelodie erklingt. Das Konzept ist wohl klar. Da Macauley Culkin zu alt war variiert man die Geschichte nd erzählt sie mit einem neuen Kind von vorne. Die Variationen bestehen darin daß es diesmla vier Einbrecher sind und es sich dabei um eine High-Tech Gangsterbande handelt … was aber nichts daran ändert daß der Junge eine endlose Serie an Fallen aufbereitet in welche die Deppen dann laufen. Dabei ist die gewohnte comichafte Übersteigerung zugegen, auch wenn man bemüht ist stets alles etwas gößer und etwas heftier zu machen. Ich mochte den Film damals, merke aber aus heutiger Sicht daß mir der Junge Alex Linz nicht zusagt (irgendwie ist er mir zu arrogant) und ich eben einfach nicht mehr zur Zielgruppe gehöre. Das tue ich bei den zwei Erstlingen zwar auch nicht, aber da habe ich noch den Funken Nostalgie den ich hier halt nicht zur Hand habe.

Fazit: Routiniert abgespulte Variation des ersten Films der effetkiven Slapstick, aber nur wenig Herz bietet!

Rating: ★★☆☆☆