Midway – Für die Freiheit

Sechs Monate sind vergangen seit die Japaner Pearl Harbor angegriffen haben. Am 4. Juni kommt es bei den Midway-Inseln zu einer erneuten Schlacht zwischen Japan und der USA – wobei die Amerikaner stark in der Unterzahl sind …

Dieser Film hat mich fassungslos gemacht: wie kan so ein Titel heute noch ein Budget von 100 Millionen Dollar erhalten? Er ist wieder einmal die Patriotensoße in der heldenhaft geschildert wird wie tapfere Soldaten den bösen Japanern in den Hintern treten bzw Bomben auf ihre Schiffe werfen. Auch wenn es sich als historische Nachstellung versteht ist es eben doch vorrangig ein Actionfilm in dem kernige Helden coole Actiondinge tun. Wie sehr die historische Genauigkeit gewährleistet ist weiß ich nicht, es wirkt aber halbwegs plausibel. Darstellerisch leistet sich der Film den merkwürdigen Luxus großartige Stars (wie Dennis Quaid, Aaron Eckhard oder Woody Harrelson) in Nebenrollen zu verfrachten während nichtssagende Jungspunde die Hauptrollen spielen und keinerlei Emotionen vermitteln. Die zahlreichen Szenen auf den Flugzeugträgern sind mittels Green Screen erschaffen und erreichen einen unglaublichen Grad der Künstlichkeit der in den Augen tränt, manche miesen Effekte wirken wie aus einem 30 Jahre alten Videospiel. Trotzdem ist die hohle Heldennummer nicht langweilig, eben so als habe man den Showdown aus Independence Day auf den Zweiten Weltkrieg übertragen. Und letztlich wird bestätigt: Roland Emmerichs Art Events zu inszenieren hat sich mittlerweile überholt.

Fazit: Absurd launiges Kriegsspektakel mit emotionslosen Darstellern und unerträglichem CGI Look!
Rating: ★★☆☆☆