Dolemite is my name

Rudy Ray Moore (Eddie Murphy)macht sich in den 60er Jahren als Sänger und Bühnenkomiker einen Namen. So gelangt er in den siebzigern an ene Filmrolle in der er seine erfolgreiche Figur Dolemite verkörpern darf …

Wieder einmal eine Biographie eines Mannes von dem ich nie gehört habe und die Entstehungsgeschichte eines Films von dem ich noch nie vernommen habe. Das mag aber einigen so gehen. Daher kann ich den Wahrheitsgehalt der Geschichte nicht nachvollziehen, war aber eigentlich schon froh das Eddie Murphy hier mal wieder reine vernünftige Rolle spielen kann. In seinem Spiel und seiner Darstellung war dieser Rudy ein anständiger Kerl der eifrig für seinen Traum gekämpft hat. Dabei stellt der Film viele Auftritte und Bühnenmomente von nach – leider ist der Humor für mich komplett unzugänglich und keine Spur witzig. Dafür geht der Film in der zweriten Hälfte auf die Spuren des „Disaster Artist“ und erzählt wie ein paar sympathische, aber eher unfähige Gestalten ohne wahres Talent mit Gewalt versuchen einen Film hinzukriegen. Und obwohl der Film etwas zu lang ausfällt macht er dann doch am Ende sehr viel Spaß. Schon alleine Weil Eddie Murphy nochmal zu richtiger Hochform aufläuft.

Fazit: Beschwingtes Portrait eines eigentlich sehr gutherzigen Kerles der für seine Träume kämpft!

Rating: ★★★★☆

Frühstück bei Tiffany

Die aus einfachen Verhältnissen stammende Holly Golightley (Audrey Hepburn) gibt sich in der New Yorker Schickeria als Frau vn welt und ist darauf aus reich zu heiraten. Dann aber kommt ihr der mittellose Schriftsteller Paul Varjak (George Peppard) sehr nahe …

Ein Film aus einer anderen Zeit der einen hohen Stellenwert hat in der Filmhistorie. Ich werde gar nicht versuchen das Ding rational zu erfassen und zu versuchen eine Wertung zu formulieren, will aber auch nicht unreflektiert eine Höchstwertung raus hauen und den Film unantastbar nennen. Die Zeit, die Zeitdarstellung, die Farben, die Farbgebung, der Look, die Musik … nichts davon entspricht heutigen Sehgewohnheiten wodurch es schon etwas kniffliger wird sich richtig rein zu verlieren. Obendrein habe ich Probleme mit der männlichen Hauptfigur, die von George Peppard gespielt wird: der Mann ist für mich einfach untrennbar mit seiner Rolle als Hannibal Smith aus dem „A-Team“ verbunden. Aber das ist wohl jammern auf ganz hohem Niveau. Der Dialogwitz funktioniert aber immer noch, ebenso wie das Charisma under Zauber der jungen Audrey Hepburn. Deren Weg als scheinbar selbstbewusstes Partymädchen (die Romanvorlage macht wohl eindeutig eine Prostituierte aus ihr) zu sich selbst hat Gefühl, Charme und Witz. Sicherlich erreicht mich der Film nicht in der Wucht die er zu Zeiten des Erscheinens hatte, aber in diesem Fall kann ich den Klassikerstatus vollständig verstehen.

Fazit: Humorvoll und mit viel Gefühl geliefertes Liebesdrama voller altmodischem Zauber!
4 Punkte