Career Day mit Hindernissen

Schulleiterin Nichols (Allison Janney) steht vor dem Jährlichen Karrieretag ihrer Schule an dem das totale Chaos ausbricht: die Entsorgung einer Leiche, das Beeindrucken der Kinder, eine und eine unglückliche Affäre sorgen für viel Aufsehen …

Judy Greer ist eine dieset ypsichen Nebendarstellerinnen die man eigentlich kennt, aber nur die wenigstens können Namen und Gesicht vereinen. Und dieser Film, der ihr Regiedebüt darstellt, ist noch mehr unter dem Radar durchgelaufen. Es sei fairerweise gesagt: großer Kinostoff ist das nicht. Sehr wohl aber kleines, harmloses und höchst sympathisches Entertainment. Der titelgebende Karrieretag an einer Schule ist lediglich der Aufhänger für einen kleinen Episodenfilm in dem eine Handvoll Figuren einen Tag lang diverse Geschichten erleben die dann doch irgendwie kommulieren oder sich berühren. Schade ist dabei daß der Film gerade mal auf 78 Minuten kommt, da hätte man sicherlich noch ein paar Handlungselemente mehr und ein paar Minuten mehr Film zurecht bekommen. Obendrein gibt es kleine Erzählstränge die geradezu ins nichts verlaufen oder aufgebaut werden, aber nicht wirklich eine Auflösung erhalten. Trotzdem sind kleine Szene wie zwei Männer die beruflich auf dem Schulhof kämpfen oder ein depressiver Lehrer der zusammen mit einem traurigen Schüler auf dem Dach sitzt und sich austauscht durchweg gelungen, mit zahlreichen Promis in Nebenrollen gibt’s auch ne Handvoll bekannter Gesichter. Insofern: viel mehr als zu erwarten war.

Fazit: Kleiner Unterhaltungsfilm der irgenwie nicht richtig ausgeformt ist, aber im Kleinen sehr liebenswert unterhält.

Joker

Im Jahre 1981 verdingt sichder glücklose Arthur Fleck (Joaquin Phienix) in Gotham City als Clown auf der Straße mit Werbeschildern und pflegt seine Mutter Penny (Frances Conroy). Flecks mehr und mehr vortretende Geisteskrankheit steigert sich durch die Einnahme von Psychopharmaka und zahlreiche Demütigungen – un nimmt unfassbare Züge an als ihm eine Waffe in die Hände fällt …

Die Figur des Jokers ist endlos oft auf der Leinwand gewesen und hat dennoch keine richtige Geschichte. Nun versucht sich Todd Phillips daran, wobei das Skript fast auch ohne die „Batman“ Bezüge bestehen kann: es erzählt von einem traurigen, dabei aber psychisch labilen Mann dem durch schlimme Umstände mehr und mehr der Verstand abhanden kommt. Das der Film gefährlich ist und Amokläufer inspirieren kann schätze ich nicht, er gibt allerdings ein sehr glaubhaftes und plausibles Bild davon ab wie sich ein mehr und mehr unterdrückter Mensch letztlich in Gewalt flüchtet und diese als letzte Möglichkeit einsetzt. Ansonsten ist dieser Film in einer sehr eigenen und passenden Stimmung erzählt und zeigt Joaquin Phoenix in einer absolut großartig gespielten Rolle. Die Bezüge zur Batman Materie sind zwar dar, ich hoffe trotzdem das dieser Film einzeln und für sich bleibt und nicht nur die nächste Kinoserie einläuten soll.

Fazit: Funktioniert als Psychodrama ebenso wie als krasse Gesellschaftssatire und ist dabei keine Unterhaltung, sondern manchmal sehr unangenehm zum Anschauen.

Videoreview von mir: https://www.youtube.com/watch?v=Hc5vrTSBABQ