Stan & Ollie

Im Jahre 1953 ist der Ruhm des Komikerduos Stan Laurel (Steve Coogan) und Oliver Hardy (John C. Reilly) verblaßt, weswegen Promoter Bernard Delfont (Rufus Jones) sie auf eine Bühnentour schickt. Aufgrund diverser Probleme wird dies aber zur Belastungsprobe …

Wahrheitsgehalt? Kann ich nicht kommentieren, außer ein paar „Dick und Doof“ Ausschnitten die ich als Kind gesehen habe sind mir die Komiker wie auch ihr Werdegang und ihr persönliches Verhältnis vollkommen fremd. Darum nehme ich den Film für sich. Ziel war es wohl eine gewisse Warmherzigkeit auszustrahlen und die beiden Figuren nicht zu demontieren indem man sie als bösartig abseits der Kamera oder sonst irgendwie negativ darstellt. Hier bekommt man einen glaubhaften Blick auf die beiden zu einer bestimmten Zeit ihres Lebens und ihres Schaffens und vor allem dem persönlichen Umgang miteinander. Dies als kauzige Komödie mit zwei Dickschädeln die aber nicht laut werden, sich aber trotzdem gegenseitig manchen verbalen Schlagabtausch liefern. Dazu zeigt der Film diverse Clips und Szenen aus ihrem Bühnenprogramm und mag so den ein oder anderen nostalgischen Lacher und Moment erzeugen. Für Leute die in der Thematik bewandert sind ist dieser Film sicherlich ein Hit, für alle anderen ein solides, kleines Filmchen mit einer Menge Herz und Charme.

Fazit: Unaufgeregter Blick auf zwei Ikonen!

Lieber Antoine als gar keinen Ärger

Die Kommissarin Yvonne (Adèle Haenel) erfährt daß ihr verstorbener Mann Santi (Vincent Elbaz) korrupt war und unter anderem den unschuldigen Antoine (Pio Marmai) für acht Jahre ins Gefängnis gebracht hat. Also heftet sich Yvonne an Antoines Fersen und sucht nach einem Weg die Schande wieder gut zu machen …

In diesem Falle hatte ich das Gefühl einen Film zu schauen der auf einem frühen Drehbuchentwurf basiert in dem noch nichts passend abgewogen und aufeinander abgestimmt ist. Das würde mir zumindest das finale Machwerk irgendwie erklären: die Story in der eine gutmütige Polizistin versucht die Sünden ihres Mannes zu korrigieren könnte für ein Drama, eine Komödie oder einen Thriller herhalten. Dieser Film hat aber Elemente von allem die in keinster Weise ausgeglichen sind: da liefert ein Mörder Körperteile bei der Polizei ab und der Beamte schickt ihn wiederholt weg, da laufen Beamte bei dem Weg zu einem Einsatz wie Idioten durch eine Absperrung, da wird die Backstory einer Figur in Form eines Exploitation Clips geschildert und da bekommt man eine Figur wie den titelgebenden Antoine bei dem man nicht weiß ob man ihn mögen, verachten oder ihm verzeihen soll. Hauptfigur Yvonne ist indes zwar sehr mögenswert, aber während sie im Minutentakt zwischen zwei Figuren pendelt weiß´man obendrein nicht ob sie noch sauber tickt wenn sie Antoine eigentlich helfen will, ihm dann aber bei einem Autodiebstahl und einem Überfall zur Hand geht, ebenso wenig warum eine Frau nicht schreit wenn ihr Ex nachts in einem Teufelskostüm in ihrem Zimmer auftaucht … am Ende habe ich den Film regelrecht beleidigt verlassen. Und versuche garnicht erst sachlich zu schreiben.

Fazit: Absurder Mix aus allen Genres der dem Zuschauer eine regelrechte Tortur beschert.