Skin

Skinhead Bryon Widner (Jamie Bell) lernt Julie (Danielle MacDonald) kennen und bekommt den Wunsch sein gewalttätiges Leben hinter sich zu lassen. Dazu geht er einen Deal mit dem FBI ein: Bryon muß Hinweise aus der Skinheadszene liefern und bekommt im Gegenzug die Tatoos entfernt …

Da kommt wieder mal die Realität auf die Leinwand und wie so oft bei solchen Vorlagen kann man als normaler Zuschauer nur bedingt sagen wie sehr die Handlung wahr ist und was hier dramaturgisch angepasst wurde. Trotzdem ist eine unglaubliche Stärke des Films die Glaubwürdigkeit: es ist nicht so sehr der einfache Plot eines Rechtsradikalen der sich aus der Szene freikämpft, es ist keine Thrillerstory darüber wie einer in seinen eigenen Reihen undercover geht, es ist vorrangig ein Drama in dem schrittweise geschildert wird wie die Hauptfigur beginnt die Sehnsucht nach einer Familie und den Ausstieg aus dieser Welt hinzukriegen. Dies wird durch kraftvolle Darstellungen von Jamie Bell und auch Vera Farmiga erreicht sowie manchen Szenen mit höchster Spannung. Leider wird dabei trotzdem sehr oft auf das Stilmittel der Wackelkamera zurück gegriffen waqs den Film zwar nicht ruiniert, aber es auch nicht gebraucht hätte. Es ist sicherlich nicht der angenehmste und sicherlich nicht der spaßigste Kinostoff, aber sehr wohl starkes Kino mit bewegender Story.

Fazit: Hoch spannend, menschlich und nicht geradce angenehm zu schauen – kraftvolles Drama!
Rating: ★★★★☆

Videoreview von mir: https://www.youtube.com/watch?v=kPkvK3qxkvg