Kalte Füsse

Kleinganove Denis (Emilio Sakraya) bricht wegen seiner Schulden in die Villa von Schlaganfallpatienten Raimund (Heiner Lauterbach) ein – erscheint allerdings dortg wie ein Pfleger und muß den Job ausführen. Das Chaos eskaltiertDenis, Raimund und dessen überforderte Enkelttochter (Sonja Gerhardt) in einem Schneesturm in der Villa isoliert sind …

Bei deutschen Filmen muß man immer in gewisser Weise froh sein dass sie überhaupt gemacht werden und wurden, da hat jeder kleinere Titel wahrscheinlich eine abenteuerliche Geschichte über seine Entstehung hinter sich. Das heißt dann aber nicht dass jeder Film der es bis auf die Leinwand schafft gross und unglaublich gehaltvoll ausfällt. Dieser fällt ganz sicher darunter. Trotzdem ist es nett daß die Produktion geklappt hat: die kleine Komödie kombiniert Aspekte einer kleinen Gangsterstory mit einem Verwechslungsplot und viel Slapstick. Viele der Gags zünden und funktionieren und bei der Lauflänge von rund 90 Minuten ist der Film eh aus bevor er langweilig oder nervig werden kann. Manche Gags sind zwar bereits bekannt, aber klappen dennoch. Der Rest ist kurzweilige Unterhaltung knapp über TV Niveau. Banaler, harmloser Spaß, keinen Deut mehr – aber auch nicht schlechter.

Fazit: Netter, kleiner Film mit einigen guten Gags und kurzweiligem Verlauf!

Ein Gauner und Gentleman

Bankräuber Forrest Tucker (Robert Redford) erhielt zwar lebenslange Haft, schaffte es aber bereits 18 mal auszubrechen. Trotzdem drot ein verpatztes Ding im San Francisco des Jahres 2000 zum Verhängnis zu werden …

Mich hat wohl am meisten überrascht daß dies auf einem wahren Fall fußt: es wirkt wie ein perfekt auf Robert Redford zugeschnittenes Drehbuch. Genau genommen dessen große (und dabei sehr kleine) Abschiedsvorstellung: die Rolle eines Gauners der mit einem Lächeln und ein paar lustigen Sprüchen reihenweise die Banken ausraubt und dabei mit seinem Charme jeden becirct der ihm begegnet ist eine Verbeugung vor der Person Redford. Titel wie dieser werden heute eigentlich auch gar nicht mehr gemacht, es wirkt wie ein Film der in den 70ern gedreht wurde und in der Zeitkapsel bis jetzt gewartet hat. Demzufolge ist nicht viel mit Tempo, Action oder großer Spannung, es ist statt dessen eine filmische Räuberpistole die man fröhlich lächelnd anschaut. Das erreicht zwar nur ein kleines, aber sehr dankbares Publikum.

Fazit: Sympathische und sehr kleine Charmeoffensive mit der sich Robert Redford wohl von der Leinwand verabschiedet . aber wenigstens sehr gelungen!
Rating: ★★★★☆