Wenn du König wärst

Der zwölfjährige Brite Alex (Louis Serkis) findet auf der Flucht vor ein paar Schlägern in einer Ruine das Schwert Excalibur. Dadurch erweckt er jedoch die Hexe Morgana (Rebecca Ferguson) welche die Welt zerstören will – Alex muß ihn stoppen, unterstützt vom Zauberer Merlin ( möchte die Welt zerstören und nur Alex kann sie aufhalten. Zum Glück steht ihnen der legendäre Zauberer Merlin (Angus Imrie / Patrick Stewart) zur Seite …

Eigentlich hat der Film für mich ein paar Enttäuschungen parat: der Trailer lockt mit Patrick Stewart, der aber letztlich nur eine cameohafte Nebenrolle hat. Ebenso sieht der Trailer durchaus etwas „reifer“ aus, der fertige Film ist aber eindeutig und vorrangig ein Kinderfilm. Das ist aber wohl jammern auf hohem Niveau da alles andere hieran wirklich gelungen daherkommt: ein kleiner Außenseiter und Nerd erhält eine große Aufgabe, bewegt Menschen aus seinem Umfeld ihm zu helfen und auch die wachsen dann stetig über sich selbst hinaus … da steckt viel brauchbares drin. Der Showdown ist zwar restlos over the top und ich fand es schade daß sich die Story oftmals aus dem Schulumfeld wegbewegt, aber es bleiben der typisch britische Look, unverbrauchte Kinderdarsteller und eine solide technische Umsetzung. Als Kinderfilm ists dann vielleicht etwas zu gruselig für die ganz Kleinen, als Spaßfilm taugts aber durchweg.

Fazit: Alberne Fantasy für Kiddies an der man aber auch als Erwachsender Spaß hat!

Rating: ★★★★☆

Es – Kapitel 2

27 Jahre nachdem der Club der Verlierer sich gegen den bösartigen Clown Pennywise stellte beginnt in Derry erneut eine grausame Mordserie. Da außer Mike alle die Stadt verlassen haben ruft Mike seine Freunde zurück um das Grauen erneut zu bekämpfen – allerdings haben alle zunächst die Vergangenheit vergessen …

Hier ist es wohl elementar entscheidend aus welcher Sicht man an den Film ran geht: es ist ein ganz anderes Erlebnis wenn man das Buch kennt, den alten TV Film, beides oder gar nichts davon. Letztlich steht wohl fest daß das man das Buch nicht wirklich verfilmen kann weils zu episch und sprunghaft ist, man kann sich aber sehr wohl davon wie von einem Buffet bedienen und aus den richtigen Versatzstücken einen entsprechenden Titel machen. Das scheitert hier allerdings komplett: der Film reiht einfach eine lange Reihe an Szenen aneinander in denen die Figuren sich an früher erinnern oder eben im hier und jetzt eine Clownattacke überstehen müssen – diese werden aber als absurde CGI Effektszenen inszeniert die eigentlich nie entscheidend gruselig sind, aber immer sehr künstlich und ohne Wirkung. Bei den menschlichen Darstellern besteht keine Chemie, die Figuren wirken relativ bleich und der Clown Pennywise wird nur in den nötigsten Momenten zum Einsatz gebracht. Dieses und der absurde Showdown der nicht wirklich dem Buch entspricht, gepaart mit einer unfassbaren Laufzeit von 169 Minuten hinterlassen einen restlos faden Geschmack und die bittere Erkenntnis daß nach dem tollen Erstling ein unglaublicher Abfall stattgefunden hat.

Fazit: Überlange Enttäuschung auf ganzer Strecke mit absurden CGI Szenen!Rating: ★★☆☆☆