Misfits

Julia (Selina Mour) führt ein wunderbares Leben an einer High-School in den USA – dann aber entschließen sich ihre Eltern zurück in die Heimat Deutschland zu gehen. An der deutschen Schule merkt sie schnell daß sie zur totalen Außenseiterin abgestempelt wird. Mit Zelda (Lisa-Marie Koroll) und dem Musiker Nick (Lion Wasczyk) findet sie dennoch Freunde die ihr beistehen …

Bei diesem Film kam ich mir vor wie ein Betrüger: sowas sollte ich nicht gucken. Ich bin selber seit 20 Jahren aus der Schule raus, war lange weg bevor Handys, soziale Medien und youtube irgendwie auftacuhten, daher ist ein Blick in eine Schulwelt in der es nur ums posten, selbst darstellen ect. Vollkommen fremd. Allerdings ist dies sicherlich kein Blick in die Realität: mit youtube Gesichtern besetzt, mit einer albernen Handlung und einem poppig bunten Design ist dies wie eine verfilmte Phantasie eines von youtube Erfolg träumenden Teenagers. Die unglaubliche Künstlichkeit wird nur von der Unglaublwürdigkeit der Story nochmal übertroffen. Über Darstellerleistungen will ich gar nicht reden, aber das muß ich erfreulicherweise auch nicht. Wer im entsprechenden Alter ist, sich für die gezeigten youtuber interessiert und näher an der Materie ist (und vermutlich das Alter im einstelligen Bereich hat) wird hier eine Menge Freude rauspicken. Für mich unmöglich.

Fazit: Ich habe mich selten so falsch bei einem Film gefühlt.

Stephen King’s The Shining

Jack Torrance (Jsteven Weber) übernimmt die Stelle des Hausverwalters in einem abgelegenen Hotel in Colorado und hofft in der Ruhe ein Buch zu beenden. Für seine Frau Wendy (Rebecca DeMornay) und den sechsjährigen Sohn Danny (Courtland Mead) häufen sich schnell die Anzeichen daß im Hotel etwas nicht stimmt – und in der Tat scheint Jack mehr und mehr den Verstand zu verlieren …

Die gute Nachricht: es ist wirklich ein komplett anderer Film. Ich habe die Buchvorlage nie gesehen, lediglich den Kubrik Film. Stephen King konnte Kubricks Version nie leiden, daher war er wohl auch eine der treibenden Kräfte als es um die Realisierung dieses Films ging. Ich kann respektieren daß eine Lauflänge von drei Teilen und gut viereinhalb Stunden genug Fläche ist um eine Vision entsprechend auszuführen – leider bekomme ich trotzdem keinen Kopf in die Thematik. Es ist nicht uninteressant die Hauptfigur ausgebaut zu bekommen, mit einer entsprechenden Vorgeschichte was Alkoholismus angeht, aber für mich vereint sich der Film bei einem altbekannten Thema: ein paar Menschen sitzen isoliert in einem Hotel und werden langsam irre. Dabei wird auf TV Niveau langsam Gruselaufgebaut, es gibt ein paar Mystery Momente und es wird niemals wirlich „hart“. Deswegen: ich hoffe Stephen King (der auch einen Cameo Auftritt hat) ist hiermit zufrieden und ich denke daß derjenige der ein wenig kurzweiligen Grusel sucht hier zufrieden ist.

Fazit: TV Version die wohl inhaltlich deutlich nöher an der Buchvorlage agiert!