Deadfall

Joe und sein Vater Mike begehen kleine Betrügereien bis eine Aktion furchtbar schief geht und Mike umkommt. Daher flieht Joe zu Mikes  Zwillings-bruder nach Santa Monica der ihn in seine eigenen kriminellen Machenschaften einspannt …

Mich hat an diesem Film sehr verwundert daß er mir nie untergekommen ist. Eigentlich war er aus vielen Gründen interessant: 1993 fing ich schon an mich für Film zu interessieren, Hauptdarsteller Michael Biehn war eh mein Held (durch die Rolle des Kyle Reese aus „Terminator“) und mit Stars wie Nicolas Cage, Charlie Sheen , Peter Fonda und James Coburn sind auch einige ppuläre Gesichter dabei. Inhaltlich ist das Ding auch nicht so unfassbar schlecht: eigentlich ist es ein humoriger Film Noir, der zwar bleischwer aus dem Off kommentiert wird, aber nie die entsprechende Tiefe hat. Dazu gibt’s eine völlig austauschbare Thriller Story mit ein paar Krimianteilen und für Nicolas Cage die Gelegenheit mal wieder den Irren zu geben (auch wenn durch die miese Synchro viel verloren geht). Als Klassiker muß man den nicht sehen, wenn man mal reinzappt lohnt sich aber durchaus ein Blick.

Fazit: Gut besetzter und leicht verstaubter Thriller!

Rating: ★★★☆☆

Kin

Teenager Eli (Myles Truitt) findet einen mysteriösen Gegenstand, der sich als mächtige Waffe erweist. Damit eilt er seinem Adoptivbruder Jimmy (Jack Reynor) zu Hilfe als der von einem Ganoven (James Franco) bedroht wird. Damit wird er zur Zielscheibe der Polizei, der Gangster und einer außerirdischen Präsenz …

Ein Film der sich irgendwie jeder Einordnung entzieht. Der Beginn jedenfalls kam mir vor als hätten hier die Seiten von mehreren Drehbüchern irgendwie aneinandergeklebt. Da ist zum Teil eine ominöse Geschichte eines kleinen Jungen der an ein futuristisches Gewehr gerät, auf der anderen Seite ist es die Geschichte eines Kriminellen der aus dem Gefängnis kommt und sein Umfeld und seine Familie ins Unglück stürzt. Diese Geschichte finden dann zusammen und werden zu einer Art Road Movie. Spannend dabei: das Ding sieht extrem schlicht aus, arbeitet aber mit einer sehr futuristischen Story. Und macht dabei sehr vieles richtig: der Film hat glatt das Grundgefühl von Stranger Things und könnte eine ähnliche Zielgruppe erreichen. Beim Massenpublikum dürfte die wilde Genremixtur hingegen nichtg so sehr punkten.

Fazit: Kleiner und eigenwiller Film, außerhalb der Schema F Werke.

Rating: ★★★★☆

The Front Runner – Der Spitzenkandidat

Die Biographie des US-amerikanischen Politiker Gary Hart (Hugh Jackmann), mit dem Schwerpunkt der Wahlkampfkampagne im Jahr 1988. Dort hatte Hart eigentlich die besten denkbaren Chancen, gerät aber ins Straucheln als Details einer Affäre herauskommen …

Eigentlich eine recht uninteressante Geschichte: die Vorfälle rund um einen Politiker der auf enem sehr guten Weg war, dem aber dann sein eigenes Verhalten zum Verhängnis wurde. Und bei dieser Beschreibung möchte ich den Film gerne hassen und insbesondere die Hauptfigur. Leider wird diese von Hugh Jackman gespielt, einem der wohl nettesten Menschen der Welt. Und da es wohl das Ziel des Films ist daß man als Zuschauer selbst entscheidet kann es passieren daß einem der Kerl dem alles über den Kopf wächst sympathisch wird weil man eben Jackman mag. Dazu kommt der entspannte Erzählton und die technische Umsetzung die bewußt altmodisch ist: der Film arbeitet ausschließlich mit Technik die es so auch in den 80er Jahren gab. Deswegen ist dies nicht gerda ein Highlight, sehr wohl aber ein interessanter Blick auf einen realen Vorfall

Fazit: Relativ ereignislose Abzählung eines realen Vorgangs, durchaus mit einem gewissen Unterhaltungswert.
Rating: ★★★☆☆