John Wick 3 – Parabellum

Nachdem John Wick (Keanu Reeves) gegen die Regeln des Continentals verstoßen hat ist ein Preisgeld von 14 Millionen auf ihn ausgesetzt. So muß er sich aus New York heruaskämpfen und dann woanders sicher Unterschlupf finden …

Eine Fortsetzung kann wohl kaum lückenloser sein als diese hier: der Film beginnt wirklich in der Schlußsituation welche Teil 2 offen gelassen hat. Leider folgt dann ein Film von 130 Minuten Länge, was darum nicht funktionieren kann da die John Wick Thematik nicht durch tolle Storys so erfolgreich wurde. Es ist eher die Mischung aus verschiedenen Versatzstücken: die pure, rohe Gewalt die so kaum mehr auf eine Leidenschaft kommt, harte und meist körperliche Kämpfe, brutale Splatter und Mordszenen und diese in eine gewisse Ästhetik und einen ganz besonderen Look eingebaut. Dazu thront Keanu Reeves über allem als cooler Antiheld der trotzdem irgendwie eine gewisse Tiefe erreicht und es ist stets beliebt die ominöse Welt der Auftragsmörder und ihre stetigen Regeln und Gesetze weiter zu erforschen. All das findet sich hier, aber eben überlang und nicht wirklich von einer interessanten Geschichte zusammengehalten, statt dessen reiht der Film wieder videoclipartige Kampfszenen mit Dialogen aneinander. Als Fan der Reihe wird man damit sicherlich was anfangen können, spätestens beim miserablen Ende könnte sich aber eine starke Übersättigung einstellen.

Fazit: Wuchtig, heftig und ultrabrutal: zu überlang geratene weitere Metzelorgie

Rating: ★★★☆☆

Polaroid

Schülerin Bird Fitcher (Kathryn Prescott) liebt die Fotografie und kauft im Antiquitätenladen eine alte Sofortbildkamera, die eine bösartige Fähigkeit hat: Menschen die damit fotografiert werden sterben kurz darauf. Und da Bird ein Gruppenfoto aufgenommen hat bahnt sich eine Katastrophe an …

Eine bösartige Macht, ein bösartiger Geist der einer Polaroidkamera entspringt? Gut, ist totaler Unsinn, aber es hat schon ähnliche Gedankenansätze gegeben die rechts erfolgreich waren. Das beste Beispiel dürften wohl die „Ring“ Filme sein die mit dem Gedanken eines mordenden Videobandes arbeiten, daher darf man diesem hier im Ansatz durchaus eine Chance geben. Meilenweit vom Sektor der Teeniehorror Streifen entfernt es sich allerdings nicht, bringt dabei aber einige Anteile mit die man gerne sieht. Ein paar Erschrecker, ein paar fiese Todesszenen, eine kompakte Laufzeit von gerade mal 89 Minuten, ein Wiedersehen mit „Shocker“ Schurken Mitch Pileggi und eine sehr mögenswerte Hauptfigur. Dagegen kann man natürlich sagen: die Figuren sind bleich und eindimensional, die Story absurd und die Darsteller kaum weiter zu erwähnen. Auf dem Sektor der nicht weiter erwähnenswerten Teenagerstreifen gibt dieser trotzdem ein recht spaßiges, harmloses Einzelstück ab.

Fazit: Banale Horrorkost, in jeder Hinsicht bescheuert und gerade dadurch recht vergnüglich!
Rating: ★★★☆☆