Eleonore und Colette

Eleanor Riese (Helena Bonham Carter) leidet zwar an paranoider Schizophrenie, kann aber dank Medikamenten ein halbswegs normales Leben führen. Allderings haben diese Medikamente Nebenwirkungen und Eleanor möchte ihre Dosierung selbst bestimmen. Da dies jedoch verweigert ist zieht sie mit Anwältin Colette Hughes (Hilary Swank) vor Gericht …

Das ist schon auf dem Papier perfekt geplant: ein Drama in dem es um die korrekte Behandlung von psychisch beeinträchtigten Patienten geht, basierend auf einem wahren Fall und mit Darstellern wie Jeffrey Tambor, Helena Bonham Carter und Hilary Swank besetzt .. Selbstläufer. Sollte man meinen, aber so ganz von alleine gings dann am Ende doch nicht. Zumindest im Zuge der Oscars tauchte dieser Titel garnicht auf; und auch ansonsten lief er die meiste Zeit unter dem Radar. Das dann aber schon etwas zu Unrecht: es ist ein engagiertes Drama daß auf sein Thema hinwist, dabei mit entsprechenden Darstellerleistungen aufwartet und im Grunde darauf setzt das Swank gerne die eifrige Verteidigerin spielt und Bonham Carter gerne die etwas exzentrischen Parts macht. Macht nichts verkehrt, erreicht aber wohl nur ein kleinesres Publikum.

Fazit: Engagiertes Thema und eifriges, aber wohl nicht massentaugliches Schauspiel!

Rating: ★★★☆☆

Creed II

Der aufstrebende Boxer Adonis Creed (Michael B. Jordan) steht kurz vor einem gefährlichen Kampf: er muß gegen Viktor Drago (Florian Munteanu) antreten, dessen Vater Ivan Drago (Dolph Lundgren) einst Apollo Creed im Ring tötete. Allerdings stellt sich Rocky Balboa (Sylvester Stallone) an Adonis Seite …

In seinen Grundfesten ist es für mich vorrangig eine Sache: ein Boxfilm. Ein komplett typischer, nie die eigentliche Blaupause hinter sich lassender Boxfilm mit brav festgelegter Dramaturgie von der er auch niemals entsprechend abweicht. Aber es gibt andere Komponenten die ihn besonders machen: er ist der 8. Teil einer Serie die seit über 40 Jahren besteht, außerdem setzt er eine Story fort die im 1985 erschienen „Rocky 4“ begann und bringt nun nach über 30 Jahren Originaldarsteller wieder auf die Leinwand. Es hat seinen Reiz Dolph Lundgren wiederzusehen und u hörenw as aus ihm in der Zwischenzeit wurde. Ansonsten bleibt alles auf vertrauten Bahnen: Creed oxt, verliert, trainiert, boxt wieder … denkt euch den Rest. Dazwischen gibt’s einige banale Alltagsmomente im Leben des Boxers, von der Hochzeit bis zur Geburt der Tochter, das würde mir alles mehr zusagen wenn ich mit „Creed“ Darsteller Michael B. Jordan nur irgendwie warm würde aber das passiert wohl nicht mehr. Mit Stallone komme ich da besser klar der leider in der deutschen Fassung eine neue, sehr befremdliche Synchronstimme hat, aber aufrichtig bemüht ist seiner Figur einen würdigen finalen Auftritt zu liefern. Wirklich beklagen kann man letztlich nichts, wirklich hervorheben auch nicht.

Fazit: Einfach ein solider Boxfilm mit immenser Backgroundgeschichte!

Rating: ★★★☆☆