Chaos im Netz

Die Suche nach einem Ersatzteil treiben Randale-Ralph Rennfahrerin Vanellope von Schweetz (Sarah Silverman) aus ihrem Accade-Spiel in die Weiten des Internets. Die einzige Möglichkeit scheint die Webseite OhMyDisney.com zu sein …

Sequels auf die keiner so unfassbar dringend gewartet hat, aber die doch Spaß machen wenn sie kommen. Diese Fortsetzung von „Ralph reichts“ ist so ein solcher Film, aber selbst der Titel „Chaos im Netz“ grenzt sich ja schon vom ersten Teil ab; und man kann das Sequel abgesehen von ein paar kleineren Anspielungen auch komplett für sich alleine Schauen. Dabei funktioniert der Film eigentlich nur mit einem einzigen Gag der entsprechend variiert wird: die zwei Hauptfiguren landen im Internet welches im Film als eine Art große, bunte Stadt gezeigt und präsentiert wird und alles was man so aus dem alltäglichen Internetkonsum kennt wird dort in lustiger Form präsentiert. Mehr brauchts eigentlich nicht, um das ein wenig storytechnisch zu stützen gibt’s eine banale 08/15 Geschichte über die Suche nach einem MacGuffin und ein paar Einschüben zu Freundschaft und seinen Platz im Leben finden. Das Ergebnis ist meistens zum schmunzeln, nicht allzu oft zum lachen und für Kinder sicherlich ein Heidenspaß, ältere Semester haben sicherlich Freude an den zahlreichen Anspielungen auf z.B. Disney und Marvefilme. Aber ganz ehrlich: kurz nach dem Abspann ist die bunte Bilderschau auch wieder aus dem Gedächtnis verschwunden.

Fazit: Quietschbunter und netter Kinderfilm ohne Tiefe oder Nachwirkung, aber mit passablem Spaßfaktor!]

Rating: ★★★☆☆

Womit haben wir das verdient?

Wanda (Caroline Peters) erfährt daß ihre Tochter Nina (Chantal Zitzenbacher) Muslima werden will. Also beginnt Wanda damit sich mit der Thematik außeinander zu setzen im ihre Tochter so gut es geht dabei zu unterstützen und den Schritt überhaupt zu verstehen …

Immer schön wenn man ein schwieriges Thema in einen leichten Film packen kann: eine Schülerin aus Wien beschließt ab sofort Muslima zu werden und beginnt mit totaler Radikalität deren Bräuche und Praktiken im Alltag anzuwenden. Deren Mutter jedoch ist hin und her gerissen: natürlich möchte sie die Tochter unterstützen, gleichzeitig aber auch wieder zur Vernunft bringen – und in dem gleichen Dilemma wie die Hauptfigur befindet man sich als Zuschauer weil man irgendwie alle beteiligten Personen auf ihre Art verstehen kann. Wertvoll dabei: der Film urteilt und bewertet nicht. Er zeigt einfach eine lange Reihe an Alltagssituationen in denen eben die neuen, muslimischen Praktiken angewendet werden – teils ist das sehr witzig, teils absurd, teilweise ernsthaft. Man muß nur entsprechend starke Nerven haben da das ganze sehr wohl fordert: Caroline Peters als Obermutti will zwar nur das Gute, ist als stetig genervte Frau ebenso für den Zuschauer anstrengend zu ertragen und der Streß mancher Hauptfiguren überträgt sich auf den Zuschauer. Trotzdem lohnt der Film durchaus – weil er keinen der Lächerlichkeit preisgibt.

Fazit: Harmloser, kleiner Film der seine Thematik erfreulich wertungsfrei vermittelt!

Rating: ★★★☆☆

Breaking In

Shaun (Gabrielle Union) fährt mit ihren Kindern Jasmine (Ajiona Alexus) und Glover (Seth Carr) in die Villa des kürzlich verstorbenen Großvaters. Als sich die Familie im Haus befindet taucht eine Gruppe Verbrecher auf, angeführt von Eddie (Billy Burke) die im Haus nach einem Safe suchen. Shaun versucht verzweifelt ihre Familie zu verteidigen …

Nichts ist gefährlicher als eine Mutter die ihre Brut beschützt – Breaking In wirkt so als habe man dieses Sprichwort verfilmen wollen. Dazu mit einem besonderen inhaltlichen Clou: die kämpferische Mutter muß mal nicht aus einer brenzligen Lage ausbrechen, sondern statt dessen den Weg in ein belagertes Haus finden – boa, wie aufregend. Wobei man nicht spotten oder lästern kann, ebenso wenig loben. Der Begriff der den Film am klarsten beschreibt ist soldide. Der Film macht keinen Hehl daraus daß er eine eher kleine Produktion ist, mit routinierten B-Darstellern und geringen Schauwerten, aus den minimalen Optionen kitzelt er aber doch das beste an kurzweiliger Spannung heraus. Kein Film den man unbedingt im Kino schauen mag, als netter Streaming Titel für einen spannenden Fernsehabend ist er sicherlich geeignet.

Fazit: 08/15 Thriller der in allen Belangen solide, aber in keinen Außergewöhnlich auffällt.