The Happy Prince

Oscar Wilde (Rupert Everett) wird 1897 aus dem Gefängnis entlassen und flieht nach Paris. Dort verprasst er sein Vermögen bis ihn sein Liebhaber Lord Alfred Douglas (Colin Morgan) zu einer folgenreichen Reise nach Neapel überredet …

Das ist schon ein ziemlicher Zwiespalt: mich hat dieser Film einerseits kalt gelassen was die Inszenierung und den Unterhaltungswert angeht, auf der anderen Seite erfüllt de mich mit Respekt und Mitleid. Respekt für Regisseur und Hauptdarsteller Rupert Everett der wohl einiges an Aufwand Zeit und Energie in dieses Projekt gesteckt hat und es als so unglaublich unverzichtbar und wichtig ansah. Des Weiteren erfinde ich tiefes Mitleid für das Gezeigte Schicksal: dem Leiden eines Mannes dessen Pech es war in der falschen Zeit homosexuell zu sein und so müssen wir mit ansehen mit dieser Mann den ich dabei nicht mal nennenswert sympathisch finde aufgrund seines übertriebenen Auftretens nach und nach geächtet wird, von seinem Umfeld verstoßen und voller Reue und Trauer stirbt. Unter dem Aspekt „ich gucke mir mal einen Film an und möchte ein wenig unterhalten werden“ funktioniert das alles natürlich gar nich,t als Vermittlung tiefer Gefühle und brutalen Schmerzes ist das Ding in seiner Art unglaublich effektiv.

Fazit: Bitterer Blick auf einen traurigen Mann und dessen schlimmes Schicksal

Bumblebee

Der Autobot Bumblebee kommt im Jahre 1987 auf die Erde und versteckt sich auf einem Schrottplatz. Dort kommt jedoch die 17-jährige Schülerin Charlie (Hailee Steinfeld) dahinter wer und was Bumblebee eigentlich ist. Zwischen Den beiden entwickelt sich eine enge Freundschaft …

Es gab Zeiten da wurden uns ganze vierzehn weitere Transformers Filme angekündigt, nach dem spektakulären abschmieren der Reihe bei Transformers 5 wurde sie aber beendet. Trotzdem rückt nun dieses Prequel noch nach bei dem eine entscheidende Geschichte passiert ist: ein Regiewechsel. Michael Bay produziert noch und diese neue Ausrichtung des Looks, der Stimmung und der Inszenierung hebt den Film über seine Vorgänger meilenweit hinaus. Klar: Originell sieht dabei anders aus, aber der Film setzt auf eine unfassbar schöne Nostalgiekeule. Es ist nicht wie die anderen Transformers Filme eine einzige Materialschlacht sondern ein kleiner, ruhiger 80er Jahre Kinderfilm: einsames, trauriges Mädchen entdeckt ein übermächtiges Wesen und freundet sich damit an. Daraus entspringen viele kleine Szenen die unspektakulär, aber spaßig und mitunter fast intim sind, dies wird auch noch in ein gewolltes, aber funktionierendes 80er Jahre Setting eingebunden aus dem auch viel Hezr und Charme entspringt. Glückssache ist daß die gebotenen Figuren allesamt herzerwärmend und nett sind. Da braucht es den Subplot in dem ein paar böse Transformers hinter Bumblebee her sind oder John Cena als Militärverfolgaer nicht, aber sie dienen halt dazu um im Showdown ordentlich Action abzuliefern. Das tun sie ach, aber in deutlich kleinerem Maße und in liebenswerter Form.

Fazit: Keine seelenlose Materialschlacht sondern herzlicher Kinderfilm mit Charme und Seele!

Rating: ★★★★☆