The Disaster Artist

Auf der Schauspielschule lernen sich Tommy Wiseau (James Franco) und Greg Sestero (Dave Franco) kennen und werden beste Freunde, merken aber recht schnell daß sie keine Chance auf eine Karreire haben. Trotzdem versuchen sie sich an einem eigenen Film, trommeln alle Möglichkeiten zusammen die sich ihnen bieten und versuchen sich am eigenen Drehbuch „The Room“ …

Bei diesem Film bin ich außen vor: ich habe „The Room“ so nie geschaut, kenne aber natürlich Tommy Wiseau und wie absurd der Typ erscheint, sowohl in den Clips aus dem Film wie bei sonstigen Auftritten. Ich kann also keine Bezüge und Vergleiche zum Vorbild ableiten, aber der Film funktioniert auch bestens für sich: als Komödie überzwei Außenseiter die versuchen Erfolg zu haben und als Geschichte eines komischen Kauzes der Leidenschaft, aber kein Talent hat. Obendrein bringt der Film das Paradox daß man sich über anderthalb Filmstunden mit Wiseau beschäftigt, aber der Mann nachher immer noch ein großes Rätsel ist. Dank des brüllend komischen Spiels von James Franco der auch Regie geführt hat und zahlreichen Promis in kleinen Rollen ist „The Disaster Artist“ ein Heidenspaß und emotionales Drama in einem.

Fazit: Liebevolle Würdigung eines unergründlichen, schrägen Vogels

The Package

Becky (Geraldine Viswanathan), Sarah (Sadie Calvano), Sean (Daniel Doheny), Donnie (Luke Spencer Roberts) und Jeremy (Eduardo Franco) brechen zu einem Campingauasflug auf. Nach einem alkoholexzess stellen sie fest daß sich Jeremy den Penis abgeschnitten hat. Es beginnt eine chaotische Jagd um das verlorene Genital zu retten …

Selten konnte mich ein Film so effektiv schnell vergraulen wie es dieser hier in den ersten paar Minuten geschafft hat: mit einem Typen der einem Elternpaar einen Dickenporno auf den Fernseher schaltet und einem Gag bei dem eine Ex ihrem Typen unter die Nase reibt daß er beim Blow Job „geschurzt“ hat war sofort jedes Interesse und ejde Zuwendung zu den Figuren dahin. Da kratzte mich auch die weitere Handlung nicht mehr in der die Gestalten in den Wald fahren und sich einer versehentlich kastriert. Das Problem ist daß dies zwar tragisch ist, aber eigentlich keine wilde Sache, dann aber schiebt das Drehbuch den Figuren ein bescheuertes Hindernis nach dem anderen unter das die Handlung streckt, aber eine totale Tortur darstellt. Und da die Figuren von bleichen und unbekannten Darstellern verkörpert werden baut man in der Tat keinerlei Verbindung zu ihnen auf. Als kurzweiliges „Netflix Partyfilmchen“ geht’s wohl klar, als Film mit dem man sich ernsthaft beschäftigen will taugt die Nummer kein Stück.

Fazit: hysterisch albern und ohne gute Gags!