Ein Lied in Gottes Ohr

Musikproduzent Nicolas (Fabrice Eboué) hat seine Ehe in den Sand gesetzt und gerät auch noch mit seiner Chefin aneinander: ihm bleibt ein halbes Jahr Zeit um eine erfolgreiche Band auf die Bühne zu bekommen. Mit Kollegin Sabrina (Audrey Lamy) ersinnt er einen Plan: er will eine Band bestehend aus einem Rabbi, einem Iman und einem Priester bilden …

Französische Filme sind wie eh und je ein Thema für sich – ich habe immer den Eindruck wenn sie in Sneak Previews laufen daß die meisten Leute genervt sind und eher vorhaben das Kino zeitnahe zu verlassen, auf der anderen Seite würden diese Filme ja nicht immer wieder hier veröffentlicht wenn nicht doch ein Markt dafür da wäre. Im vorliegenden Fall denke ich aber daß der Film vor eher spärlich bestückten Reihen laufen könnte: ein gescheiterter Musikproduzent bastelt aus drei Geistlichen eine Band die aber natürlich recht chaotische Folgen hat. Ich halte es dem Film zu Gute daß er nicht so gehetzt komisch daherkommt wie die meisten Christian Clavier Filme und auch nicht unangenehm unter die Gürtellinie wandert, aber im Gegenzug sein gesamtes Potential ungenutzt liegen läßt. Die Materie hätte einiges an Religionsatire hergegeben, ebenso wäre ein Musikfilm möglich gewesen, doch das bleibt alles ungenutzt liegen. Was man bekommt ist ein schnell durchlaufendes, unspektakuläres Lustspiel mit ein paar vereinzelten guten Momenten – aber eben zu keinem Zeitpunkt ein lohnendes Ganzes!

Fazit: Nette Idee und ein paar harmlose Scherze, ansonsten alles brav und unbedeutend!