Wonder Wheel

Der Rettungsschwimmer Mickey (Justin Timberlake) arbeitet in den Fünfziger Jahren am Strand von Coney Island. Dort erlebt er mit wie die Gelegenheitsarbeiter Ginny (Kate Winslet) und Humpty (Jim Belushi) Besuch von Carolina (Juno Temple) erhalten die behauptet deren Tochter zu sein. Obendrein ist Carolina auf der Flucht vor Ganoven mit denen sie sich eingelassen hat …

Es ist ein Woody Allen Film – reicht das nicht? Der Mann klopft einmal pro Jahr einen neuen Titel raus, sie sind nie wirklich schlecht, aber eben auch schon lange nicht mehr so gut wie manche Werke von früher. Für mich unterscheiden sich die Titel zwar von Darstellern, Personen und Orten, sind aber sehr wohl identisch in der Farbgebung und der Stimmung. Daher ging ich an dieses Drama mit leichtem Comedyeinschlag nicht mit Vorfreude, sondern mit Wissen ran: ich wußte was kommt und bekam auch wirklich das. Ein paar nette Darsteller, viele Szenen in denen viel geredet und geschauspielert wird und mit der Kombi aus Gangsterelementen und Liebesverwirrungen gibt’s ein paar Schmunzler, aber gleichzeitig kam mir die Nummer unfassbar träge, langsam und gebremst vor. Mal ehrlich: Allens beste Zeit ist durch. Mit Titeln wie diesen wird er sein Lebenswerk nicht runinieren, aber auch nicht entscheidend verbessern.

Fazit: Der jährliche Woody Allen Streifen der in keinem Zusammenhang erwähnenswert ausfällt!

Das Vermächtnis des Weißwedelhirschjägers

Jäger Buck Ferguson (Josh Brolin) wurde durch seine Jagd auf einen Weißwedelhirsch bekannt und hat nun eine eigene TV Show. Für seine Sendung will er mit seinem Sohn Jaden (Montana Jordan) und Kameramann Don (Danny McBride) ein Special drehen und gerät in ein unfassbares Chaos …

Josh Brolin kommt irgendwie nicht zur Ruhe: im Kino war er 218 bereits in „Avengers: Infinity War“, in „Deadpool 2“, in „Gegen die Flammen“ und „Sicario 2“, nun taucht er auch in einer Netrflix Produktion auf – einer ungewöhnlich kleinen. Der Film besteht einfach aus zwei Männern und einem Jungen die durch den Wald stapfen. Vielleicht war es genau das was Brolin so gereizt hat: ein kleiner Film, abseits von Bombast mit ständigem Filmen an der frischen Luft. Hoffentlich hatte er Spaß dran – der Zuschauer dürfte ihn zumindest haben. Die Komponenten die der Film auffährt sind zwar nicht neu, funktionieren aber besser: die Hauptfigur wird als ultimatives Alphatier eingeführt und über den Film schrittweise demontiert, sei es mit der Scheidung die ihn immer noch belastet, dem freundlichen Verhältnis zum Kameramann das im Grunde garnicht so gut ist und dem verkorksten Verhältnis zum Sohn den er an die Natur ranführen will, der aber lieber am Handy hängt. Mit Kompakten 83 Minuten gibt’s einen kleinen Abenteuerfilm, eine Mänenrkomödie und ein wenig Drama – von Brolin mit Leichtigkeit getragen. Als kleine Streamingproduktion höchst vergnüglich!

Fazit: Spaßiger kleiner Film!