The Comedian

In den siebzigern war Jackie (Robert De Niro) erfolgreicher Star einer Comedyserie, mittlerweile hangelt er sich nur noch von einem drittklassigen Auftritt zum nächste. So trifft er auf Harmony (Leslie Mann) die er zu allen möglichen Anlässen begleitet und zahlreiche chaotische Momente erzeugt …

Manchmal reicht es eben einfach aus Cover Robert DeNiro drucken zu können, das reicht um Aufmerksamkeit zu erzeugen. Mit Stars wie Harvey Keitel, Danny DeVito und Leslie Mann hat man dann hier gleich auch die sonstigen Rollen soweit ganz brauchbar ausgestattet. Aber leider hätte man ein wenig mehr sorgfalt dem Drehbuch widmen können. Dieses folgt einfach nur dem Leben eines alternden Comedians der zwar auf der Bühne lustig ist, aber im sonstigen Leben eine Katastrophe ist. Dabei profitiert das Drehbuch davon daß deNiro alles spielen kann: mal Drama, mal witzig, mal ernst, mal albern … geht alls. Das Drehbuch verlangt ihm da auch alles ab weils nicht strukturiert erscheint: ich verstehe nicht wer der Kerl eigentlich ist, warum er sich verhält wie er sich verhält und warum der Film mehrfach die Richtung wechselt? Weiß ich echt nicht. Obendrein fand ich die zahlreichen Comedypassagen anstrengend und nicht wirklich lustig. Heißt also: wen man mal über den Titel stolpert kann mans ja mal verscuhen – sollte aber keine großen Erwartungen anbringen.

Fazit: Von alles was drin, aber kaum stimmig abgemischt – DeNiro hälts aber tapfer zusammen!

Rating: ★★★☆☆

Set it up

Die New Yorker Assistentin Harper (Zoey Deutch) und ihr Kollege Charlie (Glen Powell) leiden unter ihren tyrannischen Chefs Kirsten (Lucy Liu) und Rick (Taye Diggs). Schließlich kommen sie auf die Idee ihre Chefs zu verkuppeln – halsen sich damit aber einige Probleme auf …

Der Netflix Film der Woche – dies, genau das und keinen Deut mehr oder weniger. Eine ganz simple RomCom bei der mich schon die Kernidee ärgert: zwei Assistenten beschließen ihre Chefs zu verkuppeln und sich eigene Vorteile daraus auszurechnen – also wird getrickst, gefuscht und manipuliert was das Zeug hält. Das ist zwar niedlich und nett dargestellt und zum schmunzeln, aber aber eigentlich auch ziemlich fies. Bei den Figuren läuft leider eine Sache aus dem Ruder, nämlich Glenn Powel in der männlichen Hauptrolle: der spielt so völlig bleich, charismararm und ohne Ausdruck daß seine Figur einfach nicht greift oder funktioniert, besonders im Zusammenspiel mit Zoey Deutch. Und es ist schade daß der Film zwar in New York spielt, aber die Stadt und die Möglichkeiten so gut wie garnicht aufgreift, nutzt oder einbindet. Als Streaming Film zum beiläufig mal schauen ist die Nummer von Anfang bis Ende in Ordnung, aber belegt für mich eindeutig: ein Film direkt für ein Stgreaming Portal hat keine Kinoqualität.

Fazit: Kleine, unbedeutende aber soweit solide RomCom!