Mistress America

Tracy (Lola Kirke) zieht für ihr Literaturstudium nach New York, muß aber sehr schnell erkennen daß ihr Leben dort nicht aufregend, sondern sehr langweilig verläuft. Zum Glück bekommt sie Kontakt zu ihrer baldigen Stiefschwester Brooke (Greta Gerwig). Die ist eine in jeder Hinsicht aktive Großstädterin mit der sich schnell eine tiefe Freundschaft entwickelt – aber dann zeigen sich Risse in Brooke’s perfekter Fassade …

Es gibt diese bestimme Art von Indie Filmen die es immer schaffen in New York zu spielen, dabei aber nicht alles groß und beeindruckend sondern geradezu trist aussehen zu lassen („Von der Kunst sich durchzumogeln“ war ähnlich). Aber das ist hier sehr konsequent: es geht um eine junge Studentin die sich das Abenteuer New York als viel größer und spektakulärer vorgestellt hatte und dort vor Langeweile fast kaputt geht bis sie durch gewisse Umstände eine Art große Schwester erhält die ihr den Prototyp der energiegeladenen Großstädterin vorlebt, alelrdings mit einer Fassade hinter der so manches um unklaren bleibt. 84 Minuten ist das Resultat lang und eben einer dieser „Redefilme“: eine handvoll junger Menschen die endlose lange Dialoge führen, als würde man ein Theaterstück auf der Leinwand schauen. Das ist nicht jedermanns Sache und kann schnell als langweilig gelten, wenn man sich aber darauf einlassen kann ist es garnicht so schlecht. Mir ist leider Greta Gerwigs Figur schreiend unsympathisch wodurch der Film dann recht anstrengend wurde, erkenne aber an: kleines, gut geschriebenes Redekino mit einer ganz eigenen Note.

Fazit: KLeiner Film, nicht für jeden geeignet, aber mit Herz und Seele!

Rating: ★★★☆☆