Criminal Squad

Ray Merriman (Pablo Schreiber) leitet eine Bande von Bankräubern die in LA perfekte Raubzüge begehen. Nach einem Zwischenfall heftet sich jedoch der brutale Polizist Nick Flanagan (Gerard Butler) an Rays Fersen. Der plant derweil seinen letzten, gigantische Coup …

Mir kommt es vor als habe sich hier noch einmal jemand „Heat“ angeschaut und sich gedacht: 23 Jahre ists her, jetzt kann man auch mal ein Remake machen. Gut, ein exaktes Abbild des „Pacino gegen DeNiro“ Klassikers ist es nicht geworden, wohl aber ist der Ansatz fast identisch: ein bösartiger Polizist und ein genialer Gangster umkreisen sich, belauschen sich und haben dabei irgendwie doch Respekt vor dem jeweils anderen. Allerdings scheitert das Konzept schon an den Darstellern: Butler gibt zwar gekonnt den harten Hund, hat dabei aber kaum eine Tiefe und Qualität wie Pacino, sein Gegenspieler ist obendrein komplett bleich und unmarkant. Der Verlauf teilt den Film dann auch in zwei sehr unterschiedliche Teile: in der ersten Hälfte umkreisen sich die beiden Kontrahenten, begegnen sich ständig und es wird in recht sperrigen Rückblenden auch der Hintergrund weiter erläutert, in der zweiten Hälfte steigt dann der große Coup bei dem der Zuschauer ebensowenig wie der Protagonist weiß welcher Plan durchgezogen wird. Es folgt ein wenig Thrill, ein wenig Intrige und einige bleihaltige Actionmomente – insgesamt ist das alles zwar ok, aber ebensowenig neu, kreativ oder originell. Deswegen, als schneller und kurzweiliger Männerfilm ist die Nummer in Ordnung, viel mehr sollte man nicht erwarten.

Fazit: Bleihaltiger und überlanger Cop vs. Gangster Thriller der an bleiden Darstellern krankt.

Overdrive

Das Burderpaar Andrew (Scott Eastwood) und Garrett Foster (Freddie Thorp) verdienen sch Geld mit Diebstählen von Luxuskarossen. Als der Diebstahl eines Bugattis in Marseilles schiefgeht werden die beiden erpresst: sie müssen den Ferrari eines mächtigen Kriminellen stehlen …

Da sollte Scott Eastwood wohl mal besser Rücksprache mit seinem Vater Clint halten, damit ihm dieser solch eine schlappe Rollenauswahl ausreden kann. Gut, zum Affen macht sich Eastwood hier nicht, verkauft sich aber ziemlich unter Wert. Ein amerikanischer Actionfilm mit einem amerikanischen Helden der aber nur durch Frankreich hetzt, dabei eine verwässerte Fast and Furious Variante an den Tag legt … ich weiß nicht, es könnte bessere Titel in der Biographie geben. Eindimensionale, wenn auch nicht unsympathische Figuren, eine Reißbrettdramaturgie und banale Action die als nette Videothekenpremiere funktioniert hätte, aber sicherlich nicht ins Kino gehört, da wo sie in der Tat gelandet ist. Kann man sich mal geben, hat man aber beim Abspann schon vergessen.

Fazit: Unbedeutende Schema F Actionsoße, komplett austauschbar und ohne markante Anteile!

Rating: ★★☆☆☆