Game Night

Max (Jason Bateman) und Annie (Rachel McAdams) treffen sich regelmäßig mit anderen Paaren zu Spieleabenden. Bei einem solchen Abend präsentiert Max’ Bruder Brooks (Kyle Chandler) als Überraschung ein ganz besonderes Spiel: eine mit Schauspielern aufgeführte Krimigeschichte. Als Max entführt wird glauben die Spieler es wäre alles inszeniert – dabei sind es echte Gangster und echte Kugeln …

Das Grundkonzept gabs schon öfter in verschiedenen Varianten, aber eben immer mit dem Schwerpunkt daß Menschen in Gefahr geraten oder eine sonstige spezielle Situation, sich aber nicht dessen bewußt sind und alles was geschieht für Spaß halten und sich daher besonders lässig oder sorglos benehmen. Hier ist es dann eine Spieleparty bei der die Mitspieler eine Entführung ausfklären, nur ohne zu wissen daß es eine echte ist – zumindest zeigt der Trailer dies. Die Wahrheit ist daß die Figuren sehr schnell erfahren was Sache sit und dann trotzdem ziemlich lässig vorgehen. Das bringt dann zu einem Zwiespalt: auf der einen Seite muß mir ein solcher Titel ja nicht die Realität abbilden, auf der anderen Seite entspringen hier schon einige lustige Momente die aber ebensosehr unlogisch und absurd sind daß es geradezu irritiert. Außerdem ist es schade daß es keine stringente Story gibt: der Film läßt Handlungsstränge verpuffen, Figuren verschwinden aus der Handlung, kommen wieder … so wird daraus kein einheitliches ganzes. Und außer Bateman und McAdams sprechen einen auch die Hauptfiguren kaum an. Was aber versöhnt sind zum Ende hin ein paar großartig gelungene Slapstick Momente.

Fazit: Verschenkt viele Chancen und ist aufgrund von Logiklöchern und absurditäten manchmal zum Haareraufen!

Wish Upon

Die 17-jährige AußenseiterinClare Shannon (Joey King) bekommt von ihrem Vater (Ryan Phillippe) eine alte Spieluhr geschenkt, deren Inschrift dem Besitzer die Erfüllung von sieben Wünschen verspricht. Sie merkt schnell daß der Zauber in der Tat funktioniert – aber dafür auch ein furchtbarer, blutiger Preis gezahlt werden muß …

Da wurde ich nun überrascht, und das sogar ganz positiv: ich ahtte hier einenr echt einfachen, hohlen Horrormurks erwartet und bekam ihn so nicht. Was der Films tatt dessen darstellt war so zwar schon unzählige Male in verschiedenen Varianten zu sehen, funktioniert aber in der hier dargebotenen Weise ganz gut. Es ist mal wieder eine From von Mystery Film in dem der Schwerpunkt darauf liegt daß man mit seinen Wünschen vorsichtig sein soll und natürlich daß jede Tat Konsequenzen hat und immer ein Preis bezahlt werdenmuß. Alles erkenntnisse die so nicht neu sind, hier aber in ganz unterhaltsamer und knapper Weise (gerade mal 88 Minuten) aufbereitet werden. Mit ein paar fiesen Szenen und heftigem Abschluß kommt so ein Mystery-Grusler rum den es zwar nicht braucht und den man kurz nach anschauen auch schon vergessen hat, der aber sein Zeig trotzdem im Rahmen des möglichen sehr gut macht und dem man mal eine Chanec geben kann.

Fazit: Nichts Neues im Horrorgenre, aber solide Aspekte in brauchbarer Form neu vermischt!

Molly’s Game

Skifahrerin Molly Bloom (Jessica Chastain) muß nach einem Unfall die Olypia Pläne aufgeben und beendet ebenso ihr Jurastudium. Letztlich endet sie beim Underground-Poker und beginnt in dieser Szene illegale Wettbewerbe zu organisieren. Dies führt sie letztlich in juristische Schwierigkeiten …

Ich gebe offen und ehrlich zu wenn mich ein Film überfordert und das ist hier leider passiert, zumindest wenn man in die inhaltlichen genaueren Details geht. Die Rahmenhandlung ist klar: eine junge Skiläuferin beendet ihre Karriere nah einem Unfall, gerät durch Zufall in die Untergrund Pokerrszene und steigt dort über Jahre zu einer großen Nummer auf, wird dann irgendwann einkassiert und sitzt nun bei einem Anwalt dem sie die Ereignisse schrittweise darlegt. Wo es mich dann rausgehauen hat sind die Fachbegriffe: sei es beim Pokern oder aber den Geschäfftien und Tricks welche die Hauptfigur abzieht, sei es die Vielzahl an Personen die relevant sind … ich weiß es nicht, aber mir wurde es irgendwann zu viel. Obendrein: die Dialoge und Spitzen, ebenso die Inofrmationen kommen mit unfassbarem Tempo so daß man recht schnell überreizt sein könnte. Muß nicht jedem so gehen, ging aber mir so. Aber ich bin trotzdem ganz positiv eingestellt: zum einen durch das brilliante Spiel der Darsteller, des weiterem daß dem Publikum ein solcher Titel überhaupt noch zugetraut wird. Insofern: wer bIographien, Poker oder einfach nur scharfzüngige Dialoge mag kann definitiv mal einen Blick riskieren!

Fazit: Rasantge Biographie die einen Informationsgehalt besitzt der an Reizüberflutung grenzt!

Maudie

Maud Lewis (Sally Hawkins) leidet seit ihrer Kindheit an rheumatoider Arthritis und ist daher körperlich sehr eingeschränkt. Sie lebt bei ihrer Tante Ida (Gabrielle Rose) und wird von dieser eher als Last empfunden. Torztdem schafft sie es einen Job als Haushälterin beim unwirschen Fischhändlers Everett Lewis (Ethan Hawke) zu bekommen. Die Zeit die sie in Lewis Haus verbringt nutzt Maud zum Malen – und wird dabei entdeckt …

Schauspiel auf Oscarniveau und ganz großes Taschentuchkino. Der Film ist eigentlich keine Liebesgeschichte sondern die Biographie der von Sally Hawkins gespielten Malerin, hat aber eben auch deren sehr komplizierte Beziehung und Ehe mit einem Fischer als Thema. Dabei ist der Film in tristen Farben und mit einer sehr traurigen Stimmung inszeniert und aufgemacht, das mag zwar angemessen seib, aber die traurige Stimmung kann sich auch auf den Zuseher weitergeben und es sehr anstrengend machen ihn zu gucken, auf der anderen Seite dürften sensible Menschen die Geschichte sehr abfeiern da Herz und Seele gegeben sind. Ich denke aber eh daß dieses Kleinod nur von wenigen gefunden wird, diese aber wenn sie der Typ dafür sind sehr zufrieden sind.

Fazit: Schmerzlicher Film, großartig gespielt und zum mitheulen!

Rating: ★★★★☆

Heilstätten

Charly (Emilio Sakraya) und Finn (Timmi Trinks) sind mit Prank Videos sehr erfolgreich auf youtube, ebenso wie die Schminkexpertin Betty (Nilam Farooq). Gemeinsam wollen sie eine 24 Stunden Challenge inszenieren und sollen dazu in einem Krankenhaus aus der NS-Zeit Zeit verbringen. Der Spaß wird recht schnell zu blutigem Ernst …

Das sind ja Referenzen: ein FoundFootage Film (ein Genre mit dem ich garnicht kann) vom Regisseur von „Kartoffelsalat“ … klingt nach wahrem Horror. Den bekommt man dann auch, aber acuh so wie es gedacht war. Indem der FIlm einerseits feste Kamerapositionen aufbaut (wo die youtuber im Film ihre Kameras platziert haben“) und auf diese stetig zurück geschaltet wird hats einen Look von „Paranormal Actiity“, wenn sie hingegen mit den Handkameras herumlaufen wirkts wie „Blair WItch“, klaut sich also einiges solide zusammen. Ansonsten wirkt die Atmosphäre top und die präsentierten Gestalten undgmein authentisch: das sind wirklich dumme, arrogante, arschige yotuber und es ist ein Gefühl der Genugtuung wenn solchen GEstalten mal filmisch der Hals umgedreht wird. Aber es gibt trotzdem einige Bodenwellen: viele Dinge sind absurd (das einer mehrere youtuber an einen Ort vereint und sich dann beschwert wenn er gefilmt wird), die Figuren sind so unsympathisch daß man mit ihnren nicht ein stück mitfiebern kann und stellenweise verliert sich der Film in einem Chaos daß man nicht mehr durchblickt wer jetzt eigentlich wo ist, außerdem dauert es sehr lange bis der Zuschauer eindeutig weiß ob er es hier mit übersinnlichem zu tun hat oder nicht. Dafür gitbs in den letzten zehn Minuten einen wirklcih guten Twist der für so manches entschädigt. Als Muß würde ich diesen FIlm letztzlich nicht sehen, sehr wohl aber als passables Horrorstück und definitiv funktionierend.

Fazit: Hat seine Schwächen, funktioniert unterm Strich aber sehr gut.

Die Verlegerin

Katharine „Kay“ Graham (Meryl Streep) übernimmt in den siebziger Jahendas Unternehmen ihrer Familie – die Washington Post. Schnelk merkt sie was dieser Job mChefredakteur Ben Bradlee (Tom Hanks) und sein Reporter Ben Bagdikian (Bob Odenkirk) erhalten brisantes Material über Amerikas Rolle im Vietnam-Krieg enthalten. Kay muß einen Weg finden ihrer journalistischen Verantwortung gerecht zu werden, aber auch die Zeitung nicht zu ruinieren …

So’n Oscarfilm halt: Regie Steven Spielberg, Tom Hanks und Meryll Streep in den Hauptrollen, letztere für einen Oscar nominiert, und einen realen Fall schildernd … joa, wie zu erwarten war, nur daß man früher den werten Steven sicherlich auch noch nominiert hätte. Den merkt man auf angenehme Weise: die erzählweise ist ruhig, konzentriert, ohne falsche Schaueffekte und die Bildsprache ist ebenfalls sehr ruhig (es gibt eine Szene in der Hanks und Streep zusammen frühstücken und dabei bleibt die KAmera länger starr). Über den realen Hintergrund kann ich wenig sagen, kriege aber einen ganz plausiblen und nachvollziehbaren Eindruck der Ereignisse. Allerdings in einem Film der nur aus Dialogen besteht, von Anfang bis Ende ist dies ein Titel über Menschen in Büros oder schicken Häusern die einfach nur miteinander reden; und insbesondere in er ersten Stunde läuft vieles nebenher und man weiß garnicht was eigentlch Sinn und Zweck sein soll, vor allem das Streeps Figur zwar als Mittelpunkt präsentiert wird, sie aber eigentlich nur eben am Ende die schicksalshafte Entscheidung zu treffen hat und davor sehr zurückhaltend und sparsam auftritt. Dafür spitzt sich die Lage (und die Erzählweise) zu wenn es denn dann in der zweiten Hälfte auf eben den Tag der Veröffentlichung geht. Trotzdem: den Film dürfte nur ein eingeschränktes Publikum interessant finden, für sich genommen ist es aber ein hochkarätig inszeniertes und gespieltes Drama das sehr wohl seine Berechtigung hat. Aber nicht unbedingt in Oscar Dimensionen unterwegs sein muß

Fazit: Redselig und in der esten Stunde etwas zerfranst, dafür aber später mit spannenden Momenten und Dialogen!

Videoreview von mir: https://www.youtube.com/watch?v=KWqsvB7GxNg

Tulpenfieber

Der wohlhabende Kaufmann Cornelis Sandvoort (Christoph Waltz) ist auf dem Sektor des Tulpenhandels sehr aktiv. Dann aber beginnt seine Frau Sophia (Alicia Vikander) eine Affäre mit dem Maler Jan Van Loos (Dane DeHaan) und versucht mit einer wertvollen Tulpenzwiebel das Geld für eine Flucht zusammen zu bekommen …

Ich glaube solche Filme werden nur aus einem einzigen Grund gedreht: wegen den Szenen in denen jemand weg will, jemand anders hält ihn zurück, die kamera fährt dabei schnell heran und die Gewänder flattern so spektakulär, eine solche kurze Sequenz gibts dann auch hier. Aber auch ansonsten hat der film einiges was für ihn spricht, gut erlesene Darsteller und eine nette Schmachtgeschichte, aber auch eine glaubwürdige Schilderung der Zeit in der er spielt. Zum Ende hin hat mich vor allem das verhalten einer Hauptfigur positiv überrascht. Was ich hingegen garnicht verstehen kann ist diese unfassbare Faszination für Tulpen die hier allem zu Grunde liegt, das mag natürlich auch an der Zeit liegen oder aber daran daß ich einfach keinen grünen Daumen habe? Ich weiß nicht. Letztlich: Emilia Clarke steigt wieder einmal vom Drachen ab und in eine ganz andere Rolle in der sie sich bestens bewährt, da ist auch viel Potential für die Zukunft.

Fazit: Ziemlicher Schmachtfetzen mit bitteren, aber auch versöhnlichen Momenten, nicht so altbacken wie er aussehen könnte!
3

Winchester – Das Haus der Verdammten

Die Winchester Familie besitzt ein großes Anwesen außerhalb von San Fancisko an dem immernoch gebaut wird, da es als riesiges Labyrinth angelegt ist. Dies macht Bauherrin Sarah Winchester (Helen Mirren) um sich Geistger vo Halse zu halten. Daher soll Dr. Eric Price (Jason Clarke) vor Ort den soll den Geisteszustand von Sarah erkunden …

Der Film gibt vor auf wahren Begebenheiten zu fußen, was mich direkt skeptisch machte, erst Recht wenn es nicht allzu lange dauert bis die ersten übersinnlichen Momente passieren. Immerhin stimmt das wesentliche, das es in den USA ein Horrorhaus gibt über das sich diverse Geschichten ranken, der Film bringt diese nun zu einer griffigen Geschichte zusammen. Allerdings keiner neuen, zumindest bewegt sich der Film eigentlich komplett aus bekannten Pfaden. Aber ist darum nicht schlecht, man muß halt der Typ sein der sich an Geisterhaus Horror erfreut und die Spannung mehr aus gruseliger Atmosphäre zieht als aus Blutfontänen. Dabei kommt allerdings ein Stilmittel zum Selbstzweck, nämlich der Jumpscare: der Film hat so endlos viele Erschreckermomente parat daß es in den zweistelligen Bereich geht und ab irgendwann eigentlich nur noch nervt. Das ist schade weil der Rest soweit paßt, sofern man keine allzu hohen Ansprüche hat: eine nette Horrorstory, Helen Mirren in einer nett schrägen Rolle und passable weitere Figuren. Einfach ein kleiner, netter und an manchen Stellen unglaublich effektiver Film.

Fazit: Solide Horrorkiste mit zu vielen Erschreckermomenten!

Rating: ★★★☆☆

Magical Mystery oder Die Rückkehr des Karl Schmidt

In der Nacht des Mauerfalls wurde Karl Schmidt (Charly Hübner) nach einem Nervenzusammenbruch in eine Psychiatrie eingeliefert. Erst einige Jahre später spüren ihn seine alten Freunde Ferdi (Detlev Buck) und Raimund (Marc Hosemann) in Hamburg auf und wollen ihn überreden an ihrem geplanten Techno-Label mitzuwirken … lohnendes Wiedersehen oder vergeigt? Brodie verräts! 😉

In Punkto besetzung stellt dieser Film natürlich das absolute No Go da: am Ende von „Herr Lehmann“ wurde die Figur von Karl Schmidt (gespielt von Detelv Buck) nach einem Zusammenbruch in eine Psychiatrie gebracht, hier erlebt man man Karl Schmidt ein paar Jahre später, diesmal dargestellt durch Charly Hübner. Das ist eigentlich ok, wenn dann nicht nach kurzer Zeit erneut Detlev Buck erscheinen würde, aber in einer anderen Rolle. Daß ein Darsteller in einem quasi Sequel erscheint und dort nicht seine alte Rolle spielt, das ist geradezu ein No-Go. Und dieser kleine Umstand machte es mir dann schon fast unmöglich dem Film überhaupt eine faire Chance zu geben, wobei man sagen muß: die ist er im Grunde schon wert. Wer die Lehmann Filme mochte wird diesen hier auch in Ordnung finden und einige bekannte Aspekte wieder entdecken, vielleicht können auch Leute die den „Tatortreiniger“ mögen Spaß daran haben da Bjane Mädel in einer Nebenrolle auftritt und der Film von Regisseur Arne Feldhusen ist. Das gleiche Kultpotential wie Herr Lehmann sehe ich bei dem Film zwar nicht, aber als kurzweiliger Film über ein paar Deppen auf Road Trip taugt es soweit ganz gut. Reicht doch mitunter auch.

Fazit: Nicht so kultig wie andere Sven Regener-Verfilmungen, macht aber im Rahmen seiner Möglichkeiten ganz passabel Spaß.

Rating: ★★★☆☆

Paris kann warten

Anne (Diane Lane), die Frau des erfolgreichen Hollywood-Produzenten Michael (Alec Baldwin) wird von ihrem Mann wegen desser ständiger Arbeit stets vernachlässigt. Daher nimmt sie es gerne an mit Michaels Geschäftspartner Jacques (Arnaud Viard) von Cannes nach Paris zu fahren. Im Laufe der Fahrt zeigt ihr Jacques die Schönheiten des Landes …

Mensch, ich sah den Trailer und dachte mir: das sieht aus wie eine recht gängige Story in der eine noble, aber doch irgendwie bodenständige Frau die von ihrem Mann vernachlässigt wird eine Reise durch Frankreich macht, eigentlich nur schnell durch will und sich dank des charmanten Begleiters an allem was der Weg so bietet aufhält. Und letztlich war das genau richtig. Mir fällt es nur schwer für den Film Interesse oder Sympathie zu entwickeln da er von einem Mitglied der Coppola Familie ist und diese auf mich immer etwas gewollt daherkommen. Aber das ist unsachlich. Für sich genommen macht der Film nix falsch, filmt einfach ausgiebig Landschaft und vor allem Speisen üpig ab. Die Darsteller mögen dabei eine nette und gute Zeit gehabt haben und wer Lust auf filmisches Urlaubsidyll hat kanns ja mal versuchen, ich selber hab mich dabei nur anderthalb Stunden gepflegt gelangweilt. Aber scheint sich ohnehin an die weibliche Zuschauer zu richten.

Fazit: Edel gekünstelt erscheinender Reisefilm mit Foodporn Aspekten!

Rating: ★★☆☆☆