Insidious – The Last Key

Die Parapsychologin Elise Rainier (Lin Shaye) betreibt mit den Geisterjägern Specs (Leigh Whannell) und Tucker (Angus Sampson) die Firma Spectral Sightings. Ein neuer Auftrag wird jedoch sehr persönlich als Elise in ihr Elternhaus zurückkehren muß und es mit dem Dämonen Key Face aufnehmen muß …

Hier wird es schon sperrig den Film überhaupt einzuordnen. Insidious 1 + 2 waren Film und Sequel, der dritte Teil dann ein Prequel der die Vorgeschichte von Elise beleuchtete – der vierte Film spielt nun nach Teil 3, aber vor Teil 1 und belegt damit schon wie unnötig er eigentlich war. Aber nicht schlimm: im Grunde fährt er das auf was die Insidious Filme schon immer ausgemacht haben, die sympathische Heldin, eine Geisterhausatmosphäre und eine relativ gewalt und blutfreie Story. Eigentlich ist es nur die Verlängerung bekannter Elemente und Motive und die noch zusätzliche Untermauerung von einigen Hauptfiguren – hätte es eben nicht gebraucht, macht im Rahmen der Umstände aber alles richtig und sollte zumindest für Fans der Serie ein passabler Titel sein.

Fazit: Solider Gruselfilm mit allen Stärken der Vorgänger, aber inhaltlich eigentlich komplett unnötig.

Born to be blue

Jazz-Musiker Chet Baker (Ethan Hawke) lehnt Angebote aus Hollywood ab um lieber als S Trompeter und Sänger Erfolg zu haben. Nach vielen Erfolgen stürzt er aber in die Bedeutungslosigkeit und die Drogenabhängigkeit …

Da hatte ich mir wohl was anderes drunter erhofft: ich hätte gedacht daß dies die Biographie von Chet Baker ist und ich nachher ein wenig darüber Bescheid weiß wer der Mann war und wie er vielleicht so getickt hat. Aber das ist nicht die Absicht: er zeigt einfach nur eine Schlüsselphase aus dem Leben des Mannes, eine Krise, einen Ausweg daraus und läßt sehr viel im Dunkeln. So bin ich nach dem Film immernoch unschlüssig wer der Mann so war, hab aber dafür anderthalb Stunden großartiger Schauspielkunst gesehen. Ich weiß nicht ob Ethan Hawke dem wahren Mann irgendwie nahe gekommen ist, aber ich nehm ihn einfach als für sich stehend: so zeigt Hawke eine großartige Vorstellung eines erschöpften, kaputten Mannes der sich mühsam wieder auf die Beine schwingt. Dazu kommt natürlich tonnenweise Musik, allerdings hab ich dem Trompetenspiel des Mannes wenig abzugewinnen. Darum: versuchen kann mans definitiv mal.

Fazit: Karges und reduziertes, aber überragend gespieltes Drama!