40 Tage in der Wüste

Jesus Christus (Ewan McGregor) wird nach seiner Taufe in die Wüste geschickt. Dort soll er 40 Tage lang fasten. In dieser Zeit findet er einen Mann (Ciaran Hinds), zusammen mit seiner Frau (Ayelet Zurer) und seinem Sohn (Tye Sheridan). Diese drohen aber Jesus Aufgabe ins Wanken zu bringen …

In der Bibel steht das Jesus 40 Tage in der Wüste verbrachte – weiter wird das nicht ausgeführt. Darum finde ich die reine Filmidee toll: sich mit der Frage zu beschäftigen was Jesus dort womöglich erlebt hat, ob er jemandem begegnet ist und in wieweit er dort seine „anstehenden“ Aufgaben überdacht hat. Mir ist auch klar daß ein Film mit dieser Thematik wohl kaum unter leichte, lockere Unterhaltung fallen würde – aber trotzdem hat mich dieser Film dann eiskalt erwischt und es geschafft mich runter zu ziehen. Anderthalb Stunden schaut man Ewan McGregor zu der in der Wüste sitzt, zwischendurch entweder mit dem Teufel oder einem Vater / Sohn Gespann redet auf das er trifft und an deren Konflikt er seinen eigenen mit Gott vor Augen geführt bekommt. Da mögen manche ein großes Interesse daran haben, ich selber empfand das Resultat als unfassbar bleischwer und geradezu Depressionen erzeugend. Ich rechne dem Film seine Grundidee hoch an; ebenso gebe ich zu daß ich mir McGregor nicht als Jesus hätte vorstellen können und er doch eine rundherum gelungene Darstellung abliefert. Trotzdem wird sich der Film letztlich nur einem eher kleinen Publikum erschließen.

Fazit: Jesus in der Wüste: die spannende Idee führt zu einem optisch ansprechenden, aber inhaltlich absolut zermürbendem Film!

Rating: ★★★☆☆

Greatest Showman

Die Lebensgeschichte von P.T. Barnum (Hugh Jackman) der in die Geschichte eingeht als Showmaster, Politiker, Unternehmer und Schwindler und seine Liebe zu der Opernsängerin Jenny Lind gehen wird. Größte Bekanntheit erlangt er dabei durch ein Kabniett aus Freaks für das er alelrdhand schräge Gestalten anwirbt …

Ein gutes Jahr nach „Lala Land“ gibt’s wieder ein großes, fettes, episches Musical auf den deutschen Leinwänden und im Grunde spaltet das die Zuschauer direkt: jeder der Musicals nicht abkann wird auch hier nicht dazu bekehrt. Wer dem Genre aber offen gegenüber steht kann hier das Kinojahr 2018 mit einem fetten Highlight beginnen. In Punkto Story erzählt der Film zwar nicht so sonderlich viel, aber das braucht es auch nicht: Hugh Jackman stampft sein Figurenkabinett aus dem Boden mit dem es dann die zu erwartenden Probleme, Quereleien und Hindernisse gibt, wie auch die emotionalen Tiefschläge. Die Figuren außer ihm werden auf ihre Äußerlichkeiten reduziert (der Zwerg, der Riese, die bärtige Lady) und erhalten keine tiefere Charakterbeschreibung, was vielleicht den einzigen Minuspunkt darstellt. Ansonsten bringt der Film was Musicalfans sehen wollen: eine gigantische, fette, optische und akustische Breitseite, eine endlose Serie an Lieder und riesig aufgezogenen Tanz und Gesangseinlagen welche die Leinwand bis zum äußersten „ausreizen“ und dn Zuschauer emotional vereinnahmen. Hier wird das Medium Film auf jede wünschenswerte Weise ausgereizt – und das vereint sich dann am Ende im Oberbegriff „Kinomagie“ wie man sie nur noch selten zu sehen bekommt.

Fazit: Inhaltlich gefühlvoll und eine komplette „Auslotung“ des Mediums Film. Gandios!

Die versunkene Stadt Z

Der britische Armee Offizier Percy Fawcett (Charlie Hunnam) soll unbekanntes Terrain in Südamerika bereisen und dort Karten erstellen. Dabei entdeckt er im Dschungel eine bislang unbekannte Zivilisation. Zurück in der Heimat glaubt man ihm seine Entdeckung jedoch nicht so daß er um Beweis ezu finden zurück reisen muß …

Bei den Darstellern und der wagen Storyangabe könnte man komplett auf die falsche Fährte geraten: King Artur, Edward Cullen und Spider Man gehen im Stil von Indiana Jones in den Wald … juhee. Aber nichts könnte weiter davon entfernt sein. Der Film verschwand relativ schnell und unbeachtet aus den Kinos, nachdem ich ihn nun daheim anchgeholt habe verstehe ich auch den Grund: er ist nicht mehr zeitgemäß. Mit den gezeigten Bildern und dem unfassbar langsamen Erzähltempo wirkt der Film als sei er in den 70er Jahren gedreht worden, ich hatte stellenweise das Gefühl einen alten Werner Herzogg Titel zu schauen. Also etwas was den heutigen Sehgewohnheiten nicht mehr entspricht und darum sehr leicht und sehr schnell als ziemlich langweilig abgestempelt werden kann … ging mir auch so. Da muß man ein entsprechender Kinoromantiker sein um sich wirklich für 135 Minuten auf die Geschichte einlassen zu können, mir was das leider nicht möglich. Daher kann ich nur raten: wer auf einen konventionellen Abenteuerfilm hofft hat hat eher Pech, wer mit diesem älteren Zeug klarkommt darfs gerne mal versuchen.

Fazit: Chronik eines Forschers, bewußt ohne Hochglanz und in immens langsamen Tempo berichtet!

The Commuter

Jeden Morgen fährt Versicherungsmakler Michael MacCauley (Liam Neeson) zu seinem Job in Manhattan. Eines Morgens spricht ihn Joanna (Vera Farmiga) an die nach zunächst freundlichen Worten eine unglaubliche Bedinung stellt: Michael muß anhand wager Hinweise eine Person im Zug aufspüren – oder seine Familie wird ermordet …

Das ist an sich ja ein Selsbtläufer: Liam neeson dreht seit Jahren fast nur noch auf ihn gerichtete Thriller die meist auch erfolgreich und populär sind – da seien Titel genannt wie die drei „Taken“ Teile, „Run All Night“, „Ruhet in Frieden“, „Unknown Identity“ und „Non Stop“ – die letzten beiden Titel unter der Regie von Jaume Collet-Sera. Mit diesem tut er sich nun für eine dritte Runde zusammen und an hat geradezu den Eindruck daß der Film das Skript zu „Non-Stop“ als Vorlage genommen und auf einen Zug umgemünzt hat – wenn man den Flugzeugfilm kennt erkennt man endlos viele entsprechende Verlagerungen. Dadurch sind zwar zahlreiche gute Wendungen dabei, aber eben jene die man kennt und Erahnen kann. Allerdings hat der Film ein paar Probleme, das ist vorrangig die Glaubwürdigkeit: es passieren an einigen Stellen Dinge die viel zu gut und zu perfekt arrangiert und geplant erscheinen, wa s dem Film jedwede Glaubwürdigkeit nimmt. Dazu kommt ein ganz mieses CGI, insbesondere der passierende Zugcrash wirkt als sei er komplett aus dem Compute rund siehst geradezu quälend künstlich aus. Trotzdem kann der Film liefern was man von ihm sehen will: Neeson als kantigem, charmanten Helden, eine geradöinige Täterkaht und ein paar passable Actionparts. Also ein gutes Standarfwerk.

Fazit: Solide Zusammenführung bekannter Klischees, nicht neu, aber passabel!

Pitch Perfect 3

Die einstigen „Barden Bellas“ rund um Beca (Anna Kendrick), Fat Amy (Rebel Wilson) und Co. Haben das College abgeschlossen und gehen in der Berufsweld verschiedene Wege – sehnen sich aber weiterhin nach der gemeinsamen Zeit. Schließlich kommt Aubrey (Anna Camp) die Idee mit der Band an einem Wettberwerb für in Europa stationierte Truppen teilzunehmen. Allerdings müssen sie dort gegen Bands mit richtigen Instrumenten antreten …

Großes Finale einer Filmreihe die ein solches eigentlich nie gebraucht hat- Aber gut: die Fans der Thematik die hier direkt angesprochen werden werden sich nicht dran stören: es reicht doch schon die liebgewonnen Figuren erneut zusammen zu bringen und die altbekannten Elemente aufzubauen: hübsche Mädels die ACapella Versionen bekannter Lieder trällern. Diese haben n atürlich Ohrwurmqualitöt und man wippt beständig mit dem Fuß mit – dem ein oder anderen reicht das ja auch schon. Wer es aber unter dem Aspekt einer Story betrachtet entdeckt einiges an Unstimmigkeiten: die lasche Kombi aus eiem Gesangswettbewerb die dann abrupt in einen Teenie Agentenfilm mündet wirkt als habe man wahllos Drehbuchkomponenten verschmolzen und wo auch immer Probleme entstehen springt schon Rebel Wilson ein um den nächsten Gag zu retten. Schick aussehen tut das alles, furchtbar schlecht ist es auch nicht, aber eben durchweg redunant. Dürfte aber sympathisanten der Reihe mit diesem Finish passabel zufrieden stellen …

Fazit: Absurde, aber nette episode der Hitserie!

Rating: ★★☆☆☆

Dieses bescheuerte Herz

Lenny (Elyas M’Barek), ist fast 30 Jahre und stammt aus einem reichen Hausha,t, weswegen er nie richtig ans Arbeiten gekommen ist und den Tag vergeudet. Dann aber baut er richtig Mist und muß sich zur Strafen um den seit seiner Geburt schwer herzkranken 15-jährigen David (Philip Noah Schwarz) kümmern. Zunächst verflucht Lenny seine neue Aufgaben, beginnt aber bald Interesse und Zuneigung zu entwickeln …

Als ich diesen Film sah wußte ich nicht daß er einen wahren Fall berichtet – das hätte es mir vielleicht etwas leichter gemacht, so war ich nämlich verwundert überdas Konzept welches hier scheinbar zu Grunde liegt: eine Art Mischung aus „Fack ju Ghöte“ und „Ziemlich beste Freunde“. Elyas M Barek soielt wieder einen Kerl der an eine Aufgabe kommt für die er nicht geeignet ist und sich gerade dadurch als optimaler Mann für den Job entpuppt, nur statt eines Ganoven der sich als Lehrer ausgibt sieht man ihn hier als verwöhnten Nichtsnutz der sich um einen herzkranken Jungen kümmern muß. Dabei passiert eigentlich genau das was man erwartet: erstmal Antrittsprobleme, danach können die beiden nicht mehr ohne einander. Etwas schade ist daß die Figuren sich kaum mehr weiter entwickeln nachdem sie einmal miteinander klar kommen, ab da hakt der Film einfach nur eine endlose Serie an Szenen ab die aber insgesamt gut funktionieren und eine nette Balance zwischen Lachen und Tragik erzielen. Ich tu mich allerdings schwer mit der Figur des kranken Jungen, der mir nicht so ganz ausgefleischt erschien: in der einen Szene ruhig, intelligent und besinnen, in einer anderen Szene dann hibbelig und unreif wie ein kleiner Junge. Irgendwie waren diese Wechsel nicht stringent, aber wenn man den realen Hintergrund bedenkt ist das dann auch schon wieder lebensnah. Am Ende bleibt also ein Film der harmlos, klein und nett ist, ein paar Lacher und ein paar rührselige Momente hat – nichts was man schauen muß, wohl aber sympathische, Unterhaltung.

Fazit: Ist zwar auf bekannten Pfaden unterwegs, macht dort aber eigentlich nichts falsch.

Jumanki – Willkommen im Dschungel

Vier Teenager müssen in ihrer Schule nachsitzen. Dabei entdecken sie ein altes Videospiel welches magische Fähigkeiten besitzt: es saugt die vier auf uns transportiert sie in eine fremde Dschungel-Weltentdecken beim Nachsitzen ein altes Videospiel. So müssen die vier als Dr. Smolder Bravestone (Dwayne Johnson), Moose Finbar (Kevin Hart), Professor Shelly Oberon (Jack Black) und Ruby Roundhouse (Karen Gillan) ein rasantes Abenteuer Um das Spiel zu schlagen und in ihre Heimat zu ihren Leben zurückzukehren, müssen sie allerlei gefährliche Abenteuer überstehen…

Ich habe den Original Jumanji im Jahre 1996 im Kino gesehen und danach nie mehr, ich respektiere es wenn manche deisen als einen kleinen Klassiker ansehen, ich selber kann das nur in Maßen teilen. Ich mochte ihn, hab aber nie wieder groß dran gedacht. Deswgenw ar ich nichtmal so sonderlich spitz auf ein Sequel, wobei ich mir sicher war daß dies eh nur ein Sequel im Namen ist, aber immerhin beginnt der Film millimetergenau mit der Endszene von Folge 1 und hat auch unterwegs eine kleine Referenz an Robin Williams im Gepäck. Ansonsten ist es ein ganz anderer Film, in dem eben eine Handvoll Teeniges sich in Avatarkörpern durch eine Duschungellandscaft kämpft. Dabei wird viel Comedy aus den gegensätzlichen Besetzungen gewonnen, wenn etwas The Rock mit feigem Gemüt und Jack Black als Frau im Mann daher kommen kann. Das sind das Gags aus aller Art von Bodyswitch Komödien die aber trotzdem soweit klar gehen. Ansonsten nimmt der Film den Videospiel Aspekt überraschend ernst und läßt die Figuren in der Dschungelwelt nicht frei herumlaufen, sondern zwingt ihnen Orte und auch die Interaktion mit dem Umfeld geradezu auf. Letztlich funktioniert das alles auch sehr zufriedenstellend sofern man keine gesteigerten Erwartungen mitbringt: es gibt was zu lachen, es gibt einige Actionmomente (die aber sichtlich im Studio entstanden sind) und einen kurzweiligen Film den man am Ende des Abspanns wieder vergessen hat. Definitiv kein Muß, aber sicherlichlich auch nicht die Totalkatastrophe nach der der Trailer es aussehen ließ.

Fazit: Harmloser Spaßfilm mit viel Aufwand, aber wenig Nachwirkung!

Du neben mir

Wegen einer Krankheit darf Maddy Whittier (Amandla Stenberg) das Haus niemals verlassen. Durch den Nachbarsjungen Olly Bright (Nick Robinson) wird jedoch der Drang nach draußen zu gehen unaushaltbar – und so riskiert Maddy den gefährlichen Schritt …

Schön wenn man am Ende überraschtg werden kann, das hat dieser Film nämlich wirklich geschafft. Und das nachdem fast anderthalb ereignisarme Stunden durchgezogen waren: er liebt sie, sie liebt ihn, es gibt allerdings ein unüberwindbares Hindernis, nämlich ihre Gesundheit. Dann wird erstmal stundenlang sms geschrieben und versucht einen Weg zu finden, es geht aber nicht, dann kommts zum Crash … ja, dieser Film verläuft millimetergenau so wiew man es erwarten würde und kann. Ist aber ja nicht schlimm da das wohl im Teeangeralter befindliche Zielpublikum genau sowas sehen will: sympathische Figuren, ein ach so bitteres Schicksalund ganz viel Teeanger Sehnsucht. Gut, kitschig ist die Nummer ebenso, aber wer wird das schon beanstanden … und wie gesagt, am Ende der Nummer steht ein Twist den ich so nicht kommen sah. Macht den Film jetzt nicht gerade zum Mega-Geheimtipp, man kann es aber mal damit versuchen. Köntne schlimmer kommen.

Fazit: Teenager gerechte Romanze mit Dramaanteil und überraschendem Ende!

Rating: ★★★☆☆

Army of One

Nach den Anschlägen vom 11. September frustriert es den durchgeknallten Zimmermann Gary Faulkner (Nicolas Cage) daß Osama Bin Laden nicht gefasst wird. Dann erscheint ihm Gott (Russell Brand) und beauftragt ihn selbst bin Laden zu fangen. Also reist Gary nach Pakistan und beginnt seine eigenen Jagd …

Die Zeiten in denen ich ein wirklicher Nicolas Cage Fan war sind lange vorbei; im Kino sieht man ihn eh nicht mehr und die Werke die im VoD Angebot oder auf Blu Ray rauskommen lasse ich an ir vorbei ziehen. Dieser hier wurde mir empfohlen, daher hab ich ihn mal bei amazon rausgepickt – und verbrachte sehr anstrengende anderthalb Stunden. Der Film gibt vor einen wahren Fall nachzuerzählen und anscheinend ist der wahre Kerl auf demd as alles fußt schon ein ziemlich schräger Vogel. Für die Filmversion ist es dann Cage der den irren Kerl mit seinem stigen Hang zu veracting spielt was den Film zu einem ziemlichen Marathon macht: er plappert und redet in jammerigem Ton in einer nie endenden Dauertour – als Energieleistung ist das in Ordnung, aber es nervt recht schnell. Die Story selbst mag wahre Elemente haben, die filmische Umsetzung ist aber trotzdem nur das wilde Zappen zwischen verschiedenen Momenten. Wer wirklich noch nicht die Nase voll hat von Cage kanns ja mal versuchen …

Fazit: Nervtötende Arie!

Empörung

Der jüdische Metzgersohn Marcus Messner (Logan Lerman) geht im Jahre 1951 nach Ohio aufs College – vorrangig auch um seinen Einzug ins Militär zu vermeiden. Während er am College mit vielen Leuten Problemen bekommt scheint die wundervolle Olivia Hutton (Sarah Gadon) Freude in sein Leben zu bringen …

Zum Glück ist der Titel nicht Programm, Empörung dürfte man hierbei nicht wirklich empfinden. Im Gegenteil: auch wenn es der Hauptfigur ganz schön miserabel ergeht über den Film entlang, der Zuschauer hat dabei anderthalb sehr interessante und spannende Filmstunden. Ich war in dem gespielten Zeitraum noch nicht auf der Welt., kann also nicht sagen wie authentisch der Film die Zeit in der er spielt auf den Punkt bringt, es erscheint mir aber sehr glaubhaft und authentisch. Eine ganz gute Asnsicht vom Erwachen der Sexualität in einer Zeit in der das vollkommen verpönt war, ausgeführt in langen und spannenden Dialogen und einer komplett ungewöhnlich verlaufenden Love Story. Mit dem großartigen Logan Lerman wird der Film dann auch gut getragen. Heißt nicht das sich viele diesen Film ansehen werden, wer auf kleine Dramen seht sollte aber mal einen Blick riskieren.

Fazit: Redselig, aber sensibles und an manchen Stellen hochspannendes Drama!
Rating: ★★★★☆