Suburbicon

In der perfekten 50er Jahre Vorstadtidylle einer Kleinstadt kommt es zum Einbruch ins Haus der Familie Familie Lodge. Dies löst eine Reihe verstörender Ereignisse aus – und obendrein zieht in die Idylle eine schwarze Familie ein …

Dieser Film ist von George Clooney und wird eben auch als ein Film des solchen verkauft, dabei sollte man auf andere Beteiligte mehr hinweisen: das Drehbuch schrieb er zusammen mit den Coen Brüdern und man hat zu jedem Zeitpunkt eben auch das Gefühl einen Coen Film zu schauen. Allerdings einen eher schwachen Streifen der beiden. Dabei erkenne ich klar das Konzept: hier wird eine in jeder Hinsicht vorbildliche schwarze Familie gezeigt die Haß und Ablehnung in ungerechter Form ertragen muß; auf der anderen Seite eine spießige weiße Vorzeigefamilie hinter deren Haustür in Wahrheit Blut, Gewalt und andere fiese Dinge passieren. Leider habe ich keinen emotionalen Anteil an dem präsentierten genommen: Matt Damons Figur ist ein herzloses Monster das fiese Dinge tut, viele andere Figuren werden von unbekannten oder nicht funktionierenden Darstellern gebeben wo stellenweise die geschriebenen Charaktere toll, die Umsetzung aber sehr mangelhaft ist. Ansonsten sind die Hintergründe was hinter allem steckt sehr simpel und banal und das Erzähltempo endlos langsam. Clooney ist zwar ein toller Regisseur, der Film überzeugt durch wunderschöne Bilder und gut eingefangene Atmosphäre, aber erzählerisch ist er einfach nur eine sehr lange und langweilige Angelegenheit.

Fazit: Ist zwar klar als Satire gedacht und gemeint, gerät aber zur längeren Qual mit herzloser Hauptfigur!
Rating: ★★☆☆☆

Mord im Orient Express

Meisterdetektiv Hercule Poirot (Kenneth Branagh) reist nach einem Fall mit dem Orient-Express nach Hause und gerät so in einen neuen Fall als der Kunsthändler Edward Ratchett (Johnny Depp) ermordet wird. Poirot beginnt unter den Reisenden, unter anderem der spanischen Missionarin Pilar Estravados (Penélope Cruz), der Gouvernante Mary Debenham (Daisy Ridley), Professor Gerhardt Hardman (Willem Dafoe), der Witwe Caroline Hubbard (Michelle Pfeiffer) oder dem Doktor Arbuthnot (Leslie Odom Jr.) nach dem Täter zu suchen …

Ich bin an diese Geschichte ohne jede Vorkenntnisse rangegangen, kannte natürlich den Titel, aber keinerlei inhaltliche Details und auch nicht die Hauptfigur die ja auch in anderen Werken von Agatha Christie vorkommt. Ebensowenig wußte ich auf das die ganze Geschichte bei der Lösung hinausläuft, aber das war für mich eben der Reiz: einfach ein guter Krimi in dem ein Mord geklärt wird, unter speziellen Umständen. Allerdings kam ich garnicht erst richtig in den Film rein: die Hauptfigur wird gleich zu Beginn als Mischung aus Monk und Sherlock Holmes eingeführt und gibt mir das Gefühl daß es hier um reine Selbstinszenierung Branaghs geht. Die Stars die allesamt im Zug mitfahren sind wechselhaft dabei, kommen mit unter lange Strecken nicht vor und liefern unterschiedliche, aber brauchbare und interessante Darstellungen. Hauptproblem für mich aber ist eigentlich die Armut an Aktionen: ab dem Moment wo die Ermittlungen losgehen ist das alles eigentlich nur eine endlos lange Reihe von Verhören in denen obendrein eine gigantische und sperrige Backgroundstory aufgezogen und aufgebaut wird in deren Details ich mich schnell verloren habe weils irgendwann zu viele Namen und Daten waren. Immerhin konnte der gute Kenneth die Nummer sehr gut bebildern und nostalgisch sowie altmodisch wirken lassen. Wer eben auf solche Nostalgienummer steht kannst ja mal versuchen.

Fazit: Schön bebilderte, aber inhaltlich zu redselige Mörderjagd!
Rating: ★★☆☆☆