Bad Moms 2

Weihnachten steht an, für die ohnehin schon gestressten Mütter Amy (Mila Kunis), Carla (Kathryn Hahn) und Kiki (Kristen Bell) eine unfassbar anstrengende Zeit. Daher beschließen sie in diesem Jahr auf großen Aufwand zu verzichten und es nur klein und nett zu begehen – die Planung erübrigt sich jedoch als die weiterre Verwandtschaft vor der Tür steht …

Runde 2 für Mila Kunis und ihre Chaosgang, die wirklich ein knappes Jahr nach Folge 1 erscheint – und das merkt man. Eigentlich war man wohl darauf aus so gut es alle Figuren wieder zusammen zu trommeln, das hat man geschafft, als Thema nimmt man sich Weihnachten weils gerade so gut paßt und dann taucht der Film ganz tief ab in die Klischeekiste der Weihnachtscomedies und bringt neben ein paar netten Schmunzlern eben auch die altbekannten Familienprobleme hervor die diese Titel seit eh nd je auffahren. Im Grunde meint es halt jeder gut, will keiner irgendwem was böses, es sind eben nur ungünstige Umstände und Mißverständnisse die aber am Schluß ebenso herzlich beigelegt werden können. Dabei habe ich aber nicht den Eindruck eine Geschichte erzählt zu bekommen, sondern daß der Film einfach zwischen den drei Haushalten herumspringt und eben eine Szene an die andere klebt. Unfassbar schlecht ist das Resultat dann auchj nicht, es verströmt nur durchgehend den Eindruck daß hier gezwungen schnell gearbeitet wurde und am Ende ein nicht restlos ausgefeiltes Werk auf die Leinwand gelangt ist. Es hätte schlechter kommen können, gemessen am ersten Film und seinem Thema ist dies aber lediglich eine dürftige Light Version.

Fazit: Altbekannte Familien-Weihnachtskomödie mit bekannten Figuren die wenig zu erzählen hat!
Rating: ★★☆☆☆

Die Katze

Probek (Götz George) schläft mit Jutta Ehser (Gudrun Landgrebe) der Ehefrau des Filialleiters einer Kredit-Bank. Dies ist jedoch nur Teil eines Plans bei dem Probek mit seinen Komplizen Junghein (Heinz Hoenig) und Britz (Ralf Richter) Lösegeld erpressen will. Dabei stellt sich ihnen Polizist Voss (Joachim Kemmer) in den Weg …

So sieht also ein deutscher Kinohit aus dem Jahre 1987 aus – kann nach heutigen Maßstäben wohl zumindest von der Optik her nicht mehr bestehen. Der FIlm wirkt wie ein alter TV Film, bildtechnisch und auch vom Format her als wäre er auf VHS gedreht, zumindest wenn man ihn heute auf einem Flatscreen schaut. Die Darsteller sind dagegen natürlich immun – es ist schön Götz George in seiner besten Zeit zu sehen, als schmierlappiger Drahtzieher, ebenso Darsteller wie Ralf Richter und Heinz Hoenig und diverse andere in jung. Im Falle von Richter behindert mich aber sein späteres Werk dabei ihn richtig ernst zu nehmen: ich hab ihn so oft als Proll gesehen daß ich ihn hier nicht als ernsthaften Bankräuber ernst nehmen kann. Nichts desto trotz hat der Film ein gutes Drehbuch und erzeugt eine höchst spannende Situation in der sich Polizei und Ganoven in einer fiesen Zwickmühle gegenüber stehen und man wirklich ratlos überlegt wie die Nummer zu einem Ende kommen kann. Das ist so ein Skript welches man durchaus in aufgefrischter Form mal neu auflegen könnte, fände ich super. Aber gut: wer ein wenig auf Nostalgie steht und die alten Darsteller nochmal so jung sehen mag kann ja mal einen Blick riskieren, wer diesen FIlm heute zum ersten Mal schaut dürfte ihn stark angestaubt finden.

Fazit: Sieht zwar alt aus, ist im Kern aber ein hoch spannender THriller mit gut konsturiertem Drehbuch!
Rating: ★★★☆☆