Jigsaw

Der psychopathische Killer John Kramer (Tobin Bell) Jigsaw trieb lange als Jigsaw sein Unwesen, ist aber schon einige Jahre tot – dann aber beginnt eine neue Mordserie die entscheidende Ähnlichkeiten aufweist. Gibt es einen Nachahmungstäter oder lebt John Kramer doch noch …

Ich habe die „Saw“ Reihe sehr gemocht und damals jweils alle Teile zum Start im Kino geschaut. Trotzdem sehe ich sie als plausibel beendet und abgeschlossen und finde den Versuch hier eine neue Serie zu starten eben durch den offenkundigen Kommerzgedanken sehr unsympathisch. Trotzdem wurde ich von großer Neugier gepackt; insbesondere da die Trailer suggerieren daß Jigsaw wieder herumläuft, was ja nicht sein kann da er definitiv und unwiderbringlich gestorben ist. Diese Neugier reichte dann schon um mich entsprechend zu fesseln. Ansonsten bekam ich einen Film zu sehen der wie eine Light Version früherer Werke ist: ja, er spielt vor dem Hintergrund der alten Streifen, geht aber nicht mehr darauf ein sondern entfaltet jede Menge alter Komponenten in neuer Zusammenstellung. Dabei geht es nicht mehr ganz so hart zu wie damals, außerdem fällt die Videoclip Optik weg, aber trotzdem fand ich es nett die alten Dinge noch einmal frisch aufbereitet zu sehen, zumal der Film am Ende wieder einmal wunderbar vor Augen führt wo einem überall Hinweise gegeben waren die einem dann doch entfallen sind. Eine Neubelebung des Themas, des Franchises braucht zwar keiner, wenn die Titel aber so ausfallen wie hier kann man sich nur bedingt beschweren.

Fazit: Solides Aufwärmen alter bekannter Versatzstücke, kurzweilig und nett, dabei weniger hart als die alten Teile!

Fack Ju Göhte 3

Problemschüler Chantal (Jella Haase), Danger (Max von der Groeben), Zeynep (Gizem Emre) stehen zwar kurz vorm Abitur, glauben aber daß ihnen keine gute Zukunft bevorsteht und sind entsprechend demotiviert. Auch der Lehrer Zeki Müller (Elyas M’Barek) kann nur wenig tun, da er mit der Lehrerin Biggi Enzberger (Sandra Hüller) zuviel zu tun hat …

Jetzt ist die olle Schulklamotte also zur Trilogie ausgewachsen … gut, ich kanns ja verstehen. Auch wenns inhaltlich nicht mehr besonders viel zu erzählen gibt waren diue ersten beiden so ertragreich daß ein finaler Durchgang Sinn macht. Und so ist dieser dann eben auch: ein dritter Teil der kaum mehr eine Geschichte erzählt sondern einfach nur Szenen aneinander reiht: die üblichen, bekannten Deppen in einer endlosen Reihe an kleinen, netten, harmlosen Gags. Es gibt zwar eine Handlung die den Rahmen spannt, aber an sich zappt der Film nur von Situation zu Situation. Dabei ist die Nummer leider so derartig übertrieben und überspannt das es keine Parodie mehr auf das Schulwesen ist sondern nur noch überlaute und übertriebene Klamotte. Die wenigen ernsthaften Ansaätze (eine Suizid Geschichte und die Demotivation der Jugendlichen nach einem BIZ Besuch) verpuffen restlos in dem nächsten folgenden Gag, die Abwesenheit von Karoline Herfurth fällt schon garnicht auf und ihre „Vertretungsfigur“ macht zwar einen guten Job, wird aber eben nur für die Szenen rangezogen wo sie wirklich nötig ist. Ein paar Gags klappen und sitzen und ich schätze mal daß die meisten mit dem Film auch klar kommen – das Highlight der Serie stellt es aber sicherlich nicht da.

Fazit: Überzogenes Finale ohne rechte Geschichte, aber mitvertrauten Figuren!