Die Nile Hilton Affäre

Kairo, 2011: in der Luxussuite des Hotels Nile Hilton wird die Leiche einer bekannten Sängerin gefunden. Der vom Leben gezeichnete Polizist Noredin (Fares Fares) soll die Ermittlungen übernehmen. Schnell merkt Noredin daß der vetmrintlich unbedeutende Mord immer weiter in korrupte politische Dimensionen führt …

Bei diesem Film bin ich komplett unvorbereitet ins kalte Wasser gestoßen worden, das kann in Sneak Previews halt schonmal passieren. Heißt, ich kannte weder den Film nicht die Darsteller in die es geht, ebensowenig die politischen Hintergründe vor denen der Film spielt. Eigentlich also beste Bedingungen die in diesem Falle bei mir und für mich komplett nicht aufgingen: im Kern ist dies ein Krimi, nicht mehr oder weniger: ein ord passiert, ein Ermittler sucht, fertig. Eigentlich nichts verkehrt daran und eine Sache macht der Film auch immens gut: die Hauptfigur, eine desillusionierte arme Sau wird insbesondere in ihrem trostlosten Alltag sehr exakt und sehr genau vorgeführt. Die Ermittlungen hingegen weichen oftmals und gerne von gängigen Krimiplots ab, lassen auch mal wichtige Handlungen (wie etwa die allwissende Zeugin) lange Zeit außen vor und je höher die Verwicklungen gehen desto schwerer wird es noch jeden zuständigen, Schuldigen ect. Richtig zuzuordnen. Ob der Film das Lebensgefühl und die Stadt Cairo dabei ordentlich wiedergibt vermag ich nicht zu sagen, wohl aber daß der Film eine ganz eigene Art der Atmosphäre hat die definitiv mal was anderes darstellt, aber vielleicht nicht jedermans Ding ist.
Fazit: Komplexer Thriller in trostlosem Umfeld – hat einiges drin, fordert aber immens!
Rating: ★★☆☆☆