Touching Home – So spielt das Leben

Die Zwillingsbrüder Lane und Clint Winston (Brad Dourif) wollen als progessionelle Basebaldspieler Geld verdienen, allerdings verliert Lane sein Stipendium und auch Clint fliegt von der Uni. Da ihr Vater Charlie zudem das Vermägen der Familie verzockt scheint ihr Traum in unerreichbare Ferne zu rücken …

Alles eine Frage der Vermarktung: ich bekam den Film in die Finger weil ich bei einem Quizz eine „Widescreen“ gewann die diesen hier als Bonus mit beeinhaltete, sondt wäre er mir gar nicht in die Finger geraten; und die Hülle kündete von einem „Blockbuster“. Nichts könnte dem ferner liegen, dies ist ein sensibles, kleines Filmchen daß an den meisten relativ unbemerkt vorbei gehen sollte. Könnte an den Hauptdarstellern liegen: die Miller Brü+der erzählen hier anscheinen eine eigene, private Geschichte, führen Regie und spielen die Hauptrollen und widmen dies der kritischen Geschichte rund um ihren Vater. Für dessen Rolle haben sie mit Ed Harris immerhin einen großen Darsteller an der Hand, aber gerade dadurch wird eben auch ein wesentliches Problem sehr präsent: vom Regiestil machen die beiden nicht viel falsch, außer daß die Geschichte recht ereignisfrei bleibt, aber vom darstellerischen her können sie nicht mithalten. Auch wenn sie sich hier selber spielen sind sie völlig überfordert damit irgendwie neben Ed Harris zu spielen und dieses Problem überträgt sich auf den ganzen Film: Herz ist da, Mühe ebenso, aber die uncharismatischen und bleichen Hauptfiguren machen es unfassbar schwer an ihrem Schicksal teil zu haben. Schade.

Fazit: Wäre gerne ein bewegendes Familiendrama, ist aber nur ein auf TV Level inszenierter, kleiner Film!
Rating: ★★☆☆☆