Twilight 3 – Eclipse – Biss zum Abendrot
Juli 20th, 2010 Brodie79Bella Swann (Kirsten Stewart) steht nur noch kurz vor ihrem Schulabschluß und ist immernoch mit dem Vampir Edward Cullen (Robert Pattinson) liiert. Trotzdem ist ebenso der Werwolf Jacob (Taylor Lautner), Bella bester Freund, in sie verliebt und scuht nach einer Möglichkeit sie für sich zu gewinnen. Als eine eigenartige Morserie in Seattle beginnt und dabei Verbindungen zu Bella und deren Erzfeindin Victoria (Bryce Dallas-Howard) auftauchen ergibt sich eine ungeahnte Situation: Edwards Vampirclan und Jacobs Werwolfrudel müssen zusammen gegen eine aufziehende Bedrohung kämpfen …
Die dritte Runde in der Schmachtsaga steht an wobei man das gar nicht betonen muß: „Twilight“ ist ein Markenname und ein Selbstläufer und das Potential aus dem die Filme ihren Erfolg schöpfen ist nicht unbedingt Qualität sondern unzählige naive Teenies die die plumpe, aber effektive Love-Schnulze schlucken und niemals wieder mit einem Jugnen zufrieden sein werden weil kein Mann so toll sein kann wie Eddie Cullen. Aber, eins nach dem anderen: fairerweise sei gesagt daß man beim dritten Durchgang ein paar Dinge verbessert hat: zum einen erscheinen mir die Kontrahenten Edward und Jacob hier nicht mehr ganz so großkotzig wie in Folge 2, des weiteren hat man ein wenig mehr Geld in die Effekte gepumpt und die Animationen sehen etwas flüssiger aus. Auch als reine Buchverfilmung taugt das Ganze, aber das liegt daran daß die Vorlage im Original sehr dünn ist und darum ohne allzu große Schnitte umgesetzt werden kann Trotzdem kriegt man hier zwei Filme die unterschiedlich ausfallen: in der Thrillerhandlung kämpfen Vampire mit Werwölfen gegen böse Vampire – da steckt Potential für Action, Spannung und Splatter drin. All dies setzt der Streifen aber regelmäßig aus um dann an diesen Stellen ausgiebig und üppig zu leiden – da wird eine Billigschmonzette durchgezogen die zwar genau das erfüllt was das Zielpublikum sehen will, aber trotzdem so dermassen dümmlich und im Grunde albern ist daß man sich jenseits der 20 eigentlich nur königlich schlapplachen kann (wenn wieder so tolle Twilight Dialoge passieren: „DU führst eine Top Ten Liste mit deinen schönsten Abenden?“ – „Ja – und ich hab sie alle mit dir verbracht!“). Den größten Vogel schießt der Streifen aber dann beim großen Actionshowdown ab: Leute es soll ein Vampirfilm sein! Es kämpfen Vampire gegen Werwölfe und es müßte eigentlich geschlachtet und geschnetzelt werden! Es gibt doch sogar im Buch die blutige Stelle wo Edward sich nachdem er sich des Hauptwidersachers entledigt hat schämt weil er doch so ein Monster ist. Aber was macht der Film? Um den Streifen ab 12 freizuhalten und die entsprechenden Kinogänger zu haben wird einfach aufs Blut verzichtet!!! Da werden Leiber zerfetzt, Enthauptungen und Verstümmelungen en Masse durchgezogen – aber kein Tropfen Blut ist zu sehen! Nichtmal als einer seine Hand einbüßt und auf den Stumpf starrt. Mit dieser unsäglichen „Weichspülung“ nimmt man der ganzen Sache die letzte Möglichkeit irgendwie ernst genommen zu werden – was schade ist, denn so doof die ganze Nummer auch ist – irgendwie hat sie Kraft und und Unterhaltungswert!
Fazit: Routinierter Selbstläufer dessen affige Gewaltvermeidung eigentlich eine große Frechheit ist!
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