Juli 4th, 2010 Brodie79

Nach allen Abenteuern in der Vergangenheit ist Shrek ruhig und langsam geworden und vermisst es sich wie ein richtiger Oger zu fühlen. Aus einer Laune hinaus geht er darum mit Rumpelstilzchen einen folgenschweren Deal ein: auf einmal findet sich Shrek in einer eigenartig verdrehten Version des Märchenlandes “Weit, weit, weg” wieder. Dort werden Oger gejagt, Rumpelstilzchen ist der König und Shrek hat seine geliebte Fiona niemals kennengelernt. Verzweifelt sucht Shrek nach einer Möglichkeit die Welt und die Dinge wieder so herzurichten wie er sie kannte …
Shrek für immer? Um Gottes Willen. Immerhin läßt sich aus der großen Zusatzschlagzeile „Das große Finale“ die Hoffnung gewinnen das die Saga um das grüne Knubbelmonster jetzt endlich endet. Aber was will man hier noch so dringend in ein großes Finale packen? Die Filme sind doch überdeutlich mit der Zeit gegangen und auf paradoxe Weise wie die Hauptfigur geworden: bissig und unangepaßt am Anfang, aber nach und nach ist der ungehobelte Humor glattem Mainstream gewichen. Es wurden lediglich von Folge zu Folge weitere Nebenfiguren etabliert die dann mehr oder weniger wichtige Parts bekleiden. Und ebenso wird hier ein weiteres Kapitel aufgeschlagen das wirklich einen netten Schlußpunkt setzt – aber eben nicht mehr. Technisch perfekt waren die Filme immer schon und auch der neue würde garnicht erst gezeigt wenn er nicht wieder neue großartigen Standards setzen würde – wobei hier jetzt natürlich die besonderheut hinzukommt daß es in 3-D ist. Wobei abgesehen von einigen wirklich gut sitzenden Effekten ist die neue Technik auch hier im wesentlichen unnötig. Inhaltlich bringt der Film im Grunde die alte moralinsaure Lehre das man schätzen soll was man hat – Punkt. Aber ich will mich garnicht groß beschweren. Insgesamt wird der Film von den meisten Zeitungen recht gerne zerfetzt, ich würde sagen er hält das Niveau der anderen Sequels – nicht weltbewegend hoch, aber immernoch besser als viele andere Vertreter der unstoppbaren Animationsflut. Und mit dem gestiefelten Kater in der Nebenrolle ist beste Unterhaltung garantiert, dazu sorgt eine genial eingebastelte Beastie Boys Sequenz nochmal für den Witz über den man beim Erstling so königlich drüber lachen konnte. Immerhin.
Fazit: Verträgliche und technisch optimale weitere Episode, inhaltlich nicht wirklich reichhaltig oder aussagekräftig, aber nettes Vergnügen ist drin!
Rating: 




Posted in Animation | No Comments »
Juli 4th, 2010 Brodie79

Bereits im frühen Kindesalter erwiesen sich die Waisenkinder Stephen (Mark Ruffalo) und Bloom (Adrien Brody) als Hochstapler mit unglaublichem Talent. Als Erwachsene lernen sie die japanische Explosionsexpertin Bang Bang (Rinko Kikuchi) kennen die sie ebenfalls tatkräftig unterstützt. Als Bloom dieses Leben aufgeben will überredet ohn sein Bruder zu einem letzen Coup: sie wollen die exzentrische Milliardärin Penelope (Rachel Weisz) ausnehmen. Der Plan gerät jedoch ins Wanken als Bloom sich verliebt …
Wenn man einem Film „Zuviel des Guten“ unterstellt ist das im Normalfall bezogen auf Länge, auf Effekte, auf Gewalt oder auch Ekelgags – die Gebrüder Bloom allerdings bringen diesem Ausspruch eine neue Bedeutung bei: zuviel an Ideen. Die Story über zwei galante Hochstapler, flink und windig der eine, sensibel und schüchtern der andere, beginnt temporeich und hat von Beginn hat stets ein leichtes Lächlen und mitunter sanften Humor parat. Leider wird das Spiel das sie treiben partout wirrer, verzwickter und unddurchsichtiger – demzufolge verliert man als Zuschauer auch irgendwann die Übersicht und gegen Ende gar die Lust. Da wäre eine klare Linie und eine etwas abgespecktere Lügengeschichte vielleicht unterm Strich besser gewesen. Trotzdem weiß der Film über große Strecken zu unterhalten, mit Darstellern wie Mark Ruffalo, Adrian Brody und Rachel Weisz macht man eh nie was falsch und bevor man dann aus dem obskuren Gebilde rauslfiegt hat man sich durchaus nett unterhalten.
Fazit: Anfangs kurzweilige Ganovenfarce die mir fortschreitendem Verlauf beständig undurchschaubarer wird.
Rating: 




Posted in Komödie | No Comments »
Juli 4th, 2010 Brodie79

Momo (Max Riemelt) und Dirk (Robert Gwisdek) haben die Schule beendet und ziehen aus der Provinz von Brandenburg nach Darmstadt um an der dortigen Technischen Universität Wirtschaftsmathematik zu studieren. Sofort stürzen sie sich ins Studentenleben, welches für Momo koplizierte Vorlesungen bedeutet, ebenso Streß mit seinem Mitbewohner Bernd (Alexander Fehling) und die Begegnung mit seiner Traumfrau Kerstin (Claudia Eisinger). Allerdings herrscht auch Geldmangel woraus eine vermeintlich geniale Geschäftsidee entsteht – doch nach und nach wird die Aussichtslosigkeit für Momo zum Problem …
Wieder einmal ein vorbildlicher Vertreter des deutschen Kinos wobei mir hier die Vermarktung leicht am Ziel vorbeigeht: das ganze sieht nach einer launigen Sommerkomödie aus über ein paar Deppen die faul an der Uni rumhängen. Ist aber doch was ganz anderes und „viel mehr“: es ist eine geraffte Sicht auf einen Durchschnittstudenten und porträtiert dessen gesamtes, sechs Jahre andauerndes Studium. Klar daß die obligatorischen Publikumslieblinge wie saufen, Party und die große liebe nicht fehlen doch der Film spart nicht an ernsten Punkten. Es geht letztlich um einen jungen Mann der im Leben zurechtkommen will aber eben mit schwerer Orientierungslosigkeit zu kämpfen hat und an der ganzen Last und Sinnlosigkeit des Studiums regelrecht kaputt geht. Ich ahb selber nie studiert und selber niemals dieses Leben geführt, glaube aber schon dass die Sicht und Darstellungsweise hier ausgesprochen realistisch ist. Von daher braucht man keine 13 Semster studiert zu haben um sich hier zu amüsieren – nein, einfach reinschauen und Spaß haben.
Fazit: Kurzweilige, mitunter traurige „Chronik“ der Leiden eines „Durchschnittsstudenten“
Rating: 




Posted in Komödie | No Comments »
Juli 4th, 2010 Brodie79

Mohsen ist Ende zwanzig und lebt in Köln bei seinen Eltern die aus dem Iran stammen. Die für ihn vorgesehene Berufswahl sieht vor daß der in der Metzgerei seines Vaters Schafe schlachten soll – doch Moshen wünscht sich andere. Als dann aber sein Vater krankheitsbedingt ausfällt hilft er doch aus und wird sogleich übers Ohr gehauen: er hat sein ganzes Geld in eine polnische Schafsherde investiert die er nun selbst anholen muss …
Wie in den meisten Fällen bin ich abhängig von der Zeitschrift „Cinema“: klar, ich entscheide selber welche Filme ich gucken möchte oder nicht, aber richte eben nach der Zeitung meine Erwartungshaltung und laß mir hin und wieder auch ganz gerne mal nen Film schmackhaft machen den ich mir so vermutlich nicht angetan hätte. Dieser hier ist ein Musterbeispiel dafür – allerdings einer in dem ich nicht positiv überrascht wurde. Die Story ist nicht neu, es ist die klassische Kulturcrash Variante die nur durch die Umstände etwas aus der Norm fällt (mal ehrlich – Iraner die in Köln leben und dann ein Kaff in Ostdeutschland durcheinanderwirbeln … da wird die Multikultischraube beinahe überdreht!). Was fehlt sind dabei bekannte Darsteller, lediglich Wolfgang Stumph kennt man. Doch ich glaube mit dieser irren Mischung aus Komödie, Bollywood und Romanze wird sich so manch einer schwer tun. Ist leider so. Ich will den Film mal nicht denjenigen madig machen die sich auf sowas einlassen können – ich konnte es nicht.
Fazit: Sehr überladene Kulturcrash Komödie die zwar Seele hat, aber die Sehgewohnheiten arg strapaziert!
{rating: 2]
Posted in Komödie | No Comments »