Archiv der Kategorie: Fantasy

Catweazle

Hexenmeister Catweazle (Otto Waalkes) flieht im Jahr 1066 vor den Normannen und landet durch einen mißglückten Zauberspruch in der heutigen Welt.Der kleine Benny (Julius Weckauf) wird jedoch zu seinem Verbündeten …

ich kann hier leider nichts über die Werkstreue sagen, da ich die Originalserie nie gesehen habe und in dieser Filmversion dominiert natürlich der Humor von Otto. Ich glaube nicht, dass der Catweazle der alten Serie so sehr an Otto Waalkes angelehnt war und dass dies hier eine reine Otto-show istt, aber es hat schon andere Filme und extremer Ausbrüche des Ostfriesen gegeben Ansonsten gibt es hier eine kindergerechte Zeitreisestory in der mich eine Person wieder unglaublich begeistert, nämlich Julius Weckauf. Der hat hier eine eher zurückgefahrene Rolle, macht aber auch dieses mit Charme, Können und Bravour. Ansonsten sind weitere Darsteller wie Katja Riemann oder Henning Baum dabei womit der Film durchweg gut besetzt ist. Handwerklich ist der für deutsche Verhältnisse auch ordentlich umgesetzt mdie Frage ist nur ob das hier anvisierte, heutige Publikum mit dem größtenteils auf Otto gerichteten Humor umgehen kann ( obei konnte es bei den „Hilfe ich habe meine Freunde geschrumpft „Filmen ja auch ging). Deswegen ist dies sicherlich nicht das Highlight von Ottos Filmkarriere und auch nicht das Meisterwerk deutschen Filmschaffens, aber sehr wohl kurzweilige, solide gemachte und vergnügliche Unterhaltung.

Fazit: Weniger ein Remake der alten Serie mehr eine wunderbare Bühne auf der Otto sich noch einmal richtig austobt

Rating: ★★★☆☆

The Green Knight

Sir Gawain (Dev Patel) stellt sich dem Green Knight (Ralph Ineson) als der am Hof des Königs ankommt. Sir Gawain gewinnt – aber ein Jahr später muß er den gleichen Kampf erneut antreten …

Ich gebe ja immer gerne und ehrlich zu wenn mich ein Film überfordert, dies ist wohl ein solcher Fall. Die merkwürdige Story eines Ritters der mit einem Fantasywesen kämpft und dann auf eine Reise gehen muß hat mich nicht abgeholt, eingesogen oder mitgenommen. Ich kann sie niemandem plausibel wiedergeben. Aber dennoch bereue ich es nicht die Nummer geschaut zu haben das sie in einem Punkt beeindruckend war: Stimmung, bzw. Atmosphäre. Die raue, dreckig gefilmte Reise die hier in endloser Langsamkeit vollzogen wird hat eine dichte Stimmung die sich entfaltet und in der man mitunter eben gerne etwas Zeit verbringt, auch ohne inhaltliche „Anschlüsse“.

Fazit: Inhaltlich nicht leicht zu packen, bei der Stimmung aber absolut überzeugend!

Rating: ★★★☆☆

Spider-Man – No Way Home

Nach der öffentlichen Entlarvung seiner Identiät hat Peter Parker (Tom Holland) Probleme von allen Seiten. Daher wendet er sich an Dr. Sctrange (Benedict Cumberbatch) damit dieser das passierte Unheil durch einen Zauberspruch ungeschehen macht. Leider geht dies schief und hat fatale Konsequenzen …

Das spannende an diesem Film ist der riesige Wust an Erwartungen die nach dem Trailer aufkamen: ist Dr. Strange er selbst oder ist es Agatha? Sind Tobey Maguire und Andrew Garfield drin oder nicht? Wenn ja, haben sie kurze Cameos oder sind richtige Teile der Handlung? Diese und endlos andere Fragen stehen zwar im Raum, aber kaum einer fragt sich worum es im Film an sich gehen wird. Das ist: Peter Parker versucht die Konsequenzen seiner Enttarnung ungeschehen zu machen, es reißen dabei die Grenzen zu Paralleluniversen auf und es kommen reihenweise Gegner aus früheren Spider-Man Filmen rein. Man macht sich aber keine Sorgen: das MCU wird hiermit nicht enden. Man wird 2 ½ Stunden gigantisches Marvel-Kino erleben, einige fette Effekte und sehr viele humorige Momente. Bei letzterem fehlen mir die „Abmessungen“, d.h. im Film kommt es sehr wohl zu witzigen wie auch zu emotionalen Momenten und der entsprechende Wechsel vollzieht sich oftmals sehr flott und unausgewogen.Das ist aber auch schon alles: der Film ist gigantisches Blockbusterkino was seine Materie entsprechend verarbeitet, viele Insider für Fans unterbringt und genau den Hype und die Größe generieren wird den Marvel nach dem eher überschaubaren „Eternals“ dringend braucht.

Fazit: Fühlt sich zwar überlang an und kriegt die Kurve zwischen witzig und ernst nicht richtig hin, ist aber letztlich das riesige Teil auf das alle gehofft und gewartet haben
Rating: ★★★★☆

Ein Junge namens Weihnacht

Die Geschichte rund um die Herkunft des Weihnachtsmannes: mit elf Jahren heißt er Nikolas (Henry Lawfull), ist in Finnland aufgewachsen und resit an den Nordpol um dort seinen vermissten Vater zu suchen. Die dortigen Begegnungen mit magischen Geschöpfen bringen ihn aber auf einen völlig anderen Pfad …

Ein Film wird dann zum Weihnachtsklassiker wenn er jedes Jahr aufs neue gezeigt und geschaut wird und es Tradition ist ihn wieder und wieder anzusehen. Das kann dieser natürlich so nicht bieten, da er gerade erst frisch entstanden und erschienen sit, aber er bringt alles Potential mit um zu einem solchen Klassiker zu werden. Schon die Musik in den ersten 30 Minuten weckt Weihnachtsfeeling, dann wechselt der Film auf die Fantasyerzählebene und zeigt die abenteuerliche Reise der Hauptfigur. Dabei merkt man daß es ein britischer Film und kein Marvelwerk ist: es sind zwar aufwendige Effekte drin, deise überlasten aber nicht und werden zurückhaltender eingesetzt. Schlecht sind diese so nicht, aber es entsteht fast der Eindruck daß dieser Film in den 80er Jahren gedreht und erst jetzt aus der Zeitkapsel geholt wurde. Mit wunderbaren Darstellern in herrlichen Overacting-Rollen (allen voran Sally Hawkins) und einer sympathischen, sensiblen Story und ganz viel kindergerechter Action macht dieser Film alles richtig, verzaubert die Erwachsenen und begeistert die Kinder.

Fazit: Viel Weihnachtsflair und entsprechener Humor mit tollen Darstellern und kindertauglicher Geschichte!

Rating: ★★★☆☆

Eternals

Seit 7000 Jahren ist eine Göttergruppe auf der Erde und bewacht die Menschen. Nachdem sie sich verstreut hatten finden sie erneut zusammen als eine furchtbare Bedrohung aufzieht …

Marvel geht in die nächste Runde und versucht eine gänzlich neue Heldentruppe zuetablieren: eine Handvoll Götter die seit vielen Jahrtausenden auf der Erde leben. So geraten sie aber in einige Erklärungsnot: wo waren diese Götter während dem Infinity War? Und was will man damit erzählen wenn es doch nur das übliche „in 6 Tagen geht die Welt unter“ Ding ist? Vor allem bei einer Lauflänge von zwei Stunden? Man kann nicht klagen daß der ruhige Grundton unangenehm ist, aber da endet es schon fast: es gibt zu viele Figuren die zu langwierig und sperrig vorgestellt werden, unsympathische und bleiche Darsteller und teilweise krasse Fehlbesetzungen (Salma Hayke nim man ihre Mentorin kaum ab). Obendrein liegt dem Film eine bedeutungsleere Schwere auf die ihn über die überlange Zeit von 2 ½ Stunden zu einer puren Qual macht. Dies hier könnte der erste Titel sein der das MCU definitiv zu Grabe trägt.

Fazit: Bleischwere und spaßbefreite Götterarie!

Rating: ★★☆☆☆

Venom – Let there be carnage

Eddie Brock (Tom Hardy) hat es langsam geschafft sich mit dem Symbionten Venom zu arrangieren als der Serienkiller Cletus Kasady (Woody Harrelson) sich ebenfalls mit einem Außerirdischen infiziert. So mutiert er zu einer tödlichen Gefahr …

Ich habe das Glück daß ich der Thematik vollkommen entspannt gegenüber stehe. Ich kenne Venom nur aus dem alten Sam Raimi Film und dem ersten Teil mit Tom Hardy, habe keine Ansprüche an die Figur oder an den Ton. Ich kann mir aber vorstellen daß Venom als eine Figur die eher der härteren Seite zugehört und eigentlich ein Antagonist ist hier nicht wirklich den Vorlagen und Vorstellungen entspricht. Leider setzt der Film dabei viel zu sehr auf seinen Comedyfaktor. Das führt daß man eine halbe Stunde lang einen Film wie eine Sitcom schaut in der ein von allem überfordeter Depp und ein vulgäres Alien sich wie ein altes Ehepaar zoffen. Nach einer halebn Stunde davn wird dann der Gegner Carnage geboren – da die Lauflänge da aber kaum noch 50 Minuten betroifft kommt so etwas wie eine Story auch nicht auf. Zwei CGI Biester die sich eine zeitlich effektiv, aber spannungsarm auf die Glocke hauen, mehr gibt es nicht. Ein gewisser Spaßfaktor ebtspringt zwar totzdem und es wird sicherlich Leute geben die hieran großen Spaß haben werden. Aber wer eine adäquate Comicumsetzung oder eine gut erzählte Geschichte erwartet sitzt im falschen Film.

Fazit: Laut, albern, überraschend kurz und durch die Feigabe ab 12 auch vollkommen fern von einem Gemetzel

Rating: ★★☆☆☆

Shang-Chi and the Legend of the Ten Rings

Gangsterboss Xu Wenwu (Tony Chiu-Wai Leung) besitzt zehn magische Ringe die ihm übermenschlche Kräfte verleihen. Als er damit versuchen will den Geist seiner toten Frau zu retten tritt ihm sein Sohn Shang-Chi (Simu Liu) entgegen – Xu droht nämlich eine gefährliche Macht zu entfesseln …

Marvel stellt die nächste Garde auf: mit Shang-Chi gibt es die erste, gänzlich neue Heldenfigur die diesmal versucht alle Aspekte des chinesischen Kinos zu etablieren. Allerdings setzt der Film neue Maßstäbe: selten war Marvel ein solches CGI Gewitter daß so unglaublich billig und häßlich ausschaut, selten war eine Abspannszene so unnötig um dafür zehn Minuten abzusitzen und selten gab es eine so nervige Nebenfigur wie Awkwafina. Ansosnten ist es eine übliche Originstory bei der die Hauptfigur allerdings schon „komplett“ ist, nur eben dem Zuschauer schrittweise enthüllt wird. Es gibt dumme Sprüche, viele Kämpfe und eben ein permanent technisch unterlegtes Schlachtgetümmel welches für Jugendliche und Nichtkenner viel Spaß liefert, dem Rest aber nur ein müdes Lächeln abringt. Marvel wird einen langen Weg gehen müssen um die Begeisterung für ihren Themen neu zu entfachen.

Fazit: Passable Nummer deren grässlicher CGI Look aber eine Tortur darstellt!

Rating: ★★☆☆☆

Jim Knopf und die wilde 13

Jim Knopf (Solomon Gordon) und Lokführer Lukas (Henning Baum) sind wieder auf Lummerland angekommen und eben in Frieden. Dann erfahren sie jedoch dass Frau Malzahn besiegt wurde sich die Wilde 13 dafür rächen will …

Hier muß ich fair sein: der Film hat mich nicht ergriffen, begeistert oder bezaubert. Schade eigentlich da ich selber als Kind ein Weilchen mit Jim Knopf verbracht habe, Hörspiele, Puppenspiele und einen Teil der Bücher konsumiert habe. Trotzdem bin ich hier voller Respekt: ich erkenne an wie hier erfolgreich versucht wird großes, deutsches Kino mit Fantasy, Effekten und Liebe zu inszenieren. Das es zu ir keinen Zugang mehr hat heißt nicht daß ich nicht anerkennen kann wie sehr andere Generationen sicherlich damit sehr glücklichw erden können; und halte dies auch für wunderbares Material um es eines Tages auch meinem Kin zu zeigen.

Fazit: Bunt, aufregend, fantasievoll und mit Liebe umgesetzt – wunderbar großes Kino aus Deutschland!

Rating: ★★★★☆

Artemis Fowl

Artemis Fowl (Ferdia Shaw) ist zwölf Jahre alt und stammt aus einer irischen Gangsterfamilie wodurch er selbst ein gewitzter Gauner geworden ist. So entführt er auch die Elfe Holly Short (Lara McDonnell) um Lösegeld zu erpressen – allerdings löst er so einen Krieg im Elfenreich aus … fauler Zauber oder großer Spaß?

Artemis Fail … ich hatte selten einen Fall in dem ich so derart befangen und derart unbefangen war. Unbefangen weil ich mit der Buchserie nie Berührungspunkte hatte und daher nicht enttäuscht werden konnte. Befangen, weil ich natürlich mitbekommen hsbe wie der Film erst mehrfach aufgeschoben wurde, dann achtlos auf Disney Plus rausgeworfen wurde und eine endlose Serie an schlechten Kritiken einfuhr. Generell kann ich diese teilen und muss mich darüber auch nicht wundern: hier wird krampfhaft versucht eine Welt zu erschaffen und zu etablieren in der dann künftige Filme gespielt hätten. Leider ist dieser bunte Mix aus Mythen, Fantasy und Technik kein Stück originell und hat lediglich durch die irischen Bezüge ein paar interessante Aspekte. Dafür fällt der Film durch einen anderes Aspekt geradezu durch: die Hauptfigur ist ein deratig arroganter, geglätteter Niemand daß man keinerlei Interesse aufbringt mehr über ihn und seine Welt zu erfahren. Wenngleich das alles aufwendig gestaltet ist merkt man: es ist immer noch zu neu um eine neue Fantasywelt im Stile von Harry Potter ernsthaft etablieren zu können.

Fazit: Aufwendige Effekte, ansonsten ein bunter Mix aus kalkulierten Elementen die auf Serie schielen!

Rating: ★★☆☆☆

Zack Synder’s Justice League

Bruce Wayne (Ben Affleck) bekommt mit daß das auerweltliche Wesen Steppenwolf auf die Erde kommt und wendet sich an Diana Prince (Gal Gadot). Gemeinsam formen sie aus weiteren Superhelden ein Tram dem sich Aquaman (Jason Momoa), Cyborg (Ray Fisher) und The Flash (Ezra Miller) anschließen

Ich sehe mich nicht in der Lage den Film adäquat zu beurteilen, finde es aber sehr spannend daß er überhaupt existiert. Hier kann ein Regisseur seine persönliche, eigene Version die seinerzeit nicht möglich war nachholen, außerdem hatten Fans eine Vorstellung davon um wie viel besser dies sein würde und können sich wohl nun bestätigt fühlen. Die Handlung ist gleich, eine einfache Superheldenstory in der Gut gegen Böse kämpft, die Ausmaße die der Film dabei annimmt sind aber wohl einmalig. Das kann aber auch daran liegen daß wirklich alles reingepackt wurde was ging und hier vieles drin ist was sonst der Schere zum Opfer gefallen wäre. Außerdem pfeift der Film auf seine „Zugänglichkeit“ und richtet sich speziell an Comickenner, ist somit vollgestopft mit Hinweisen und Andeutungen welche nur ein Fachmann verstehen kann. Daher blieb für mich wohl in erster Linie „Gönnung“ für einen Filmemacher übrig der sein Werk vollenden kann und für die Fans die bekommen was sie sich gewünscht haben. Als Film den ich schaue war er mir zu düster, zu lang und durch meine fehlenden Comickenntnisse fühlte ich mich wie auf einer Privatparty auf der ich keinen kenne.

Fazit: Sicherlich ein neuer Maßstab in Sachen Comicfilm, allerdings nur gerichtet an versierte Zuseher!

Rating: ★★★☆☆