Archiv der Kategorie: Fantasy

Das Haus der geheimnisvollen Uhren

Der zehnjährige Lewis (Owen Vaccaro) zieht nach dem Tod seiner Eltern zum schrägen Onkel Jonathan (Jack Black) und wird dort auch von dessen Nachbarin Mrs. Zimmermann (Cate Blanchett) umsorgt. Schon bald entdeckt Lewis daß es dort ein geheimnis gibt daß sich um eine Uhr rankt …

Da besteht jede Menge Anlaß zu Verwirrung: das fängt beim Regisseur an. Von Eli Roth ist man eher härteren Stoff wie „Hostel“ gewöhnt – und nun macht dieser einen kindertauglichen Gruselfilm? Warum aber auch nicht, Robert Rodriguez hat ebenso harten Horror wie „From Dusk Till Dawn“ und Kinderfilme wie „Spy Kids“ abgeliefert. Dann könnte man beim Look des Films und Jack Black in der Hauptrolle schnell annehmen es eventuell mit einem weiteren Teil der „Gänsehaut“ Filme zu tun zu haben, aber auch das ist ein Zufall. Für sich genommen ist dies eine Geistergeschichte, auf einem Buch basierend, allerdings tauglich für jüngere Zielgruppen aufgearbeitet. Dabei soll es wohl massentauglich sein und verzichtet auf kauzige, kleine Ideen wie sie wohl ein Tim Burton eingefügt hätte – doch das macht eigentlich nichts. Technisch hochwertig inszeniert, inhaltlich unverkrampft und harmlos ist dies in der Tat ein kurzweiliger Kindergrusler, als hätte man eine überlange Folge von „Scooby Doo“ vor sich. Nicht mehr oder weniger. Falls dies als Versuch gedacht war eine neue Serie zu starten kann man denoch von weiteren Folgen absehen.

Fazit: Filmische Geisterbahnfahrt für die jüngeren Zuschauer, nett und technisch entsprechend umgesetzt.

Aquaman

Arthur Curry (Jason Momoa), dist der Sohn des menschlichen Vaters Tom Curry und der atlantischen Mutter Atlanna und hat das Recht, den den Thron von Atlantis zu besteigen. So regiert er mitz Ehefrau Mera (Amber Heard) und der Hilfe von Vulko (Willem Dafoe) das Meer. Dann aber versucht der bösartige Ocean Master (Patrick Wilson) ihn zu stürzen …

Die Mission: rettet das DCU – wieder einmal. Dabei wird diesmal ein anderer Weg eingeschlagen: es gibt z.B. keine Referenzen, keine Querverweise außer einer einzelnen Dialogzeile die auf die anderen Superhelden hinweist, d.h. obwohl der Film eine deutliche Fortsetzung des schon gewesenen ist erscheint er als eigene Superhelden Origin Story. Ebenso sind Farbgebung und Grundton anders: so bunt wie ein Film des Konkurrenten Marvel ist das Ding am Ende zwar immer noch nicht, aber verglichen mit den bisherigen Werken aus diesem Universum ist die Geschichte doch schon um einiges bunter, lockerer und fröhlicher aufgemacht. Ebenso wird hier auf Humor gesetzt der nicht selten zur restlosen comichaften Überzeichnung wird, allerdings wird dieser comichafte over the Top Stil nicht in jeder Szene gehalten, lediglich die dummen Sprüche von Jason Momoa halten das Humorlevel zusammen. Darüber hinaus ist der Film ine unfassbare CGI Bombe die oft und nicht selten den Grad purer Überreizung erreicht und eine unerträgliche Künstlichkeit an den Tag legt – kaum eine dieser Actionszenen hat es wirklich gegeben und auch wenn man hier fett auf die 3D Brille bekommt ist der Grad an Übersättigung definitiv gegeben. Wer da drüber wegschauen kann und sich einfachnur ein paar bunte Bilder ansehen mag kanns ja mal versuchen, als lohnender neuer Eintrag ins DCU bringt dieser Film zwar humorvolle Abwechslung, aber keine Qualität die wirklich weitere Filme nach sich bringen dürfte (und sollte).

Fazit: Oftmals restlos überzeichnete Effektorgie mit humorigen Momenten.
Rating: ★★★☆☆

Videoreview von mir: https://www.youtube.com/watch?v=xXHV-uwciwg

Phantastische Tierwesen – Grindelwalds Verbrechen

Gellert Grindelwald (Johnny Depp) wurde zwar gerade durch Newt Scamander (Eddie Redmayne) festgesetzt, kann aber trotzdem fliehen um einen düsteren Plan umzusetzen – unterstützt von einer Gruppe Zauberer. Scamander stellt sich ihm entgegen, unterstützt von Albus Dumbledore (Jude Law). Die Jagd führt sie nach Paris …

Runde zwei von Fünf: die Prequel Serie zum Harry Potter Thema geht in den zweiten Durchgang, weswegen ich mich schonmal relaxt zurücklehne und weiß: hier werden sicherlich die Schachfiguren in Postion gebracht, passieren wird aber nichts entscheidendes. Und so kommt es auch: die Handlung ist klein und oberflächlich, eine einfache Gut gegen Böse Story die sich aber in etliche kleine Handlungsstränge mit entsprechend vielen Personen aufsplittet. Dabei muß man die Abstriche machen daß z.B. Johnny Depp und Jude Law nur überschaubar kurz im Film erscheinen, ebenso daß Newt ein weiterhin relativ passiver Charakter ist der nur beiläufig interveniert. Obendrein wird die Fantasywelt hier immer komplexer was Fans zwar erfreut, außenstehende aber zunehmend vor den Kopf stößt. Trotzdem: ein großer Blockbuster, ganz großes Kino mit tollen Effekten und sicherlich nur das Intro zu noch weiteren, spaßigen Filmen.

Fazit: Keine richtige Fixierung auf einen Schwerpunkt gegeben, aber trotzdem großes Kino!

Rating: ★★★☆☆

Das Zeiträtsel

Meg (Storm Reid) kommt aus der Familie desWissenschaftler-Paares Kate (Gugu Mbatha-Raw) und Alex Murry (Chris Pine) und hat auch einen hochintelligenten Bruder namens Charles (Deric McCabe). Als Alex verschwindet entdeckt Meg daß es mit seinem letzten Experiment zu tun hat. Die Suche führt sie durch Raum und Zeit …

Das sind für mich die Titel die Erwachsene mit ihren Kindern schauen müssen ohne selbst irgendwie emotional oder sonst wie involviert zu sein. Der Kernpunkt ist ja interessant, oder eben für jede Generation aufs neue interessant, nämlich die Mär von ganz normalen Kindern die gleichermaßen entdecken daß ihnen eine ganz besondere Rolle in der Welt und vielleicht sogar besondere Fähigkeiten gegeben sind, ein entsprechendes Beispiel wäre auch „Die unendliche Geschichte“. Und dies ist eine neue Version dieser Geschichte und sollte es Kinder geben die an diesem Film unfassbar viel Freude haben werde ich es nicht schlecht recden. Nur ich selber bin restlos verzweifelt: bunt ausgestattet und aufgemacht war er, auch mit ein paar prominenten Gesichter (wenngleich ich Oprah Winfrey zwar kenne, sie aber nicht in einem Film sehen will) und Gestalten wie Reese Witherspoon mehr nerven als begeistern. Es gibt Titel aus denen mal als Erwachsensr einiges Mitnehmen kann – dies war keiner davon, zumindest nicht für mich.

Fazit: Bunter Stuß ohne hohen Spaßfaktor

Rating: ★★☆☆☆

Schwerter des Königs 3 – Die letzte Mission

Auftragskiller Hazen Kaine (Dominic Purcell) will sich aus seinem Geschäft zurückziehen, aber noch einen letzten Auftrag ausführen. Dabei geht es um eine magische Kette die ihn ungewollt in eine alternative parallele Welt transportoert. Dort muß er sich einem Drachen stellen …

Und noch eine Runde: Uwe Boll ist ein vernünftiger Geschäftsmann und wußte daß sich die „Schwerter des Königs“ Serie gut verkauft, demzufolge war er bereit noch ein weiteres Exemplar zu liefern. Inhaltlich ist auch dieser von den anderen komplett abgekoppelt und variiert nur die Lage des zweiten Films: ein Antiheld, in diesem Falle ein Auftragsmörder, wird per Amulett ins Mittelalter versetzt und greift beim Kampf gegen schlichte CGI Drachen oder Ritter gerne mal zur Wumme oder sonstigen Hilfsmitteln. Schon alleine dadurch stellt sich anmutige Fantasystimmung nicht ein, man bekommt aber eben einen mit geringem Budget umgesetzten Actionkracher. Schwertkämpfe im Mittelalter treffen auf Schußwechsel in der Gegenwart, es ist kurzweilig, mitunter blutig undnicht nennenswert originell, ebenso nicht wirklich mit überragenden Darstellern versehen. Aber auf der anderen Seite ist es genau der kurzweilige Zeitvertreib den man sich erhoffen kann – und als solches macht der Film nix falsch.

Fazit: Ungleiche Mischung aus Action und Fantasy mit spaßigem Trashanteil!

Schwerter des Königs 2 – Zwei Welten

Der einstige Soldat Granger (Dolph Lundgren) landet in einer ominösen Parallelwelt in der auf einmal Zauberei und Drachen existieren. Zusammen mit der Zauberin Elianna (Natassia Malthe), beginnt Granger einen Kampf gegen das Böse …

Hier kommt es wohl vorrangig auf die Erwartungshaltung an: wenn man einen epischen Fantasyfilm erwartet von „Hobbit“ Ausmaßen hat man schon von Anfang an Pech. Wenn man aber vermerkt daß der Regisseur Uwe Boll ist und sich dabei ein paar Dinge bewußt macht kann die Nummer zu einem ganz großen Spaß werden. Boll macht einen Film wie diesen nicht des Spaßes oder der Story halber, sondern für den Profit da er wußt edaß sich das „Schwerter des Königs“ Thema gut verkauft. Inhaltlich geht er nahzu garnicht auf den Vorgänger ein und baut eine Extraebene dazu: der Held kommt aus der realen Welt und gelangt durch einen Zauber in das Wunderreich – d.-h. es kommt kein wirkliches Fantasy-Flair auf wenn der Held zunächst in einer Karateschule unterrichtet, in sein Haus geht, im Showdown in einem Badezimmer kämpft und ohnehin die ganze Zeit in Straßenklamotten durch das Mittelalter geht. Unter dem Trashfaktor geht die Nummer aber klar: die Sets sehen stellenweise so aus als habe man sich auf ein LARP Festival eingeschlichen und heimlich mitgeflimt, Dolph Lundgren kriegt einige müllige Onliner in den Mund geschoben und alles andere sieht zu keiner Zeit nach Megablockbuster aus sondern eher nach Fanfilm. Wenn man diese Abstriche machen kann hat man viel Spaß.

Fazit: Ultra-trashige Mittelalterklopperei mit Zeitsprung in die Gegenwart.

Christopher Robin

Christopher Robin (Ewan McGregor) ist erwachsen geworden, rackert sich in einem schlecht bezahlten Job sb und versucht seine Frau Emily (Hayley Atwell) und Tochter Madeline (Bronte Carmichael) durchzubringen. Als er seine Familie wegen des Jobs nicht auf eine Reise begleiten kann erscheinen jedoch Winnie Puuh und seine anderen Freunde und geben ihm neuen Lebensmut …

In der gesamten Winnie Puh Thematik bin ich vollkommen fachfremd, d.h.. ich kenne natürlich den Bären und seine Freunde Tigger, Ferkel ect., habe aber niemals eine Serie, einen Film oder sonst etwas aus der Reihe geschaut, daher kann ich nicht sdagen wie sehr der Film die Vorlage überträgt. Für sich selbst genommen ist der Film im Ansatz eine Variante von Hook: Christopher Robin spielte als Kind in einem sagenumwobenen Wald, verläßt diesen, wird erwachsen und als er als Erwachsender in berufliche Probleme gerät kommen die alten Phantasiefiguren zu ihm zurück. Das Ergebnis ist ein Film der auf zwei Hochzeiten tanzt: zum einen werden Kinder angesprochen mit den zum knuddeln süßen Figuren die wundervoll animiert werden, das sogar ohne Uncanney Valley Effekt, auf der anderen Seite ist der Film nicht quietschbunt sondern spielt größtenteils in tristem Umfeld und an düsteren Orten und hat im Schwerpunkt das Thema Prioritäten. Beide Parteien, Erwachsene wie auch Kinder können was mitnehmen, aber ob Kinder die Parts eines Erwachsenen so toll finden wage ich zu bezweifeln. Trotzdem: dank der herzigen Figuren und dem großartigen Ewan McGregor sowie einigen sehr emotionalen Momenten geht die Kiste unterm Strich sehr gut auf!

Fazit: Einerseits kindgerecht, andererseits ein handfestes Drama – merkwürdiger Mix mit sehr viel Herz, aber dünner Story!

Left Behind

Für den erfahrenen Piloten Rayford Steele (Nicolas Cage) wird ein Routineflug zur Hölle: durch ein unerklärliches Ereignis ist die ganze Welt zerstört und er kann nahezu nirgendwo mehr landen. Derweil ist seine  Tochter Chloe (Cassi Thomson) eine der letzten Überlebenden auf der Erde und sucht eine Möglichkeit dem Inferno zu entkommen …

Nac gut, ich wußte worauf ich mich hier einlasse: einen dieser typischen „Nicolas Cage muß Miete zaheln“ Filme, ein völlig gesichs- und leidenschaftsloser Titel direkt für den Heimkino und Streaming Markt. Schlimm für ihn finde ich daß er eine völlig unklare Figur spielt, eine glatte Rolle ohne jede markante Ecke und könnte von jedem ersetzt werden. Aber wer sollte schon eine Rolle in diesem Film haben wollen: darin geht die Welt aus unerklärlichen Gründen unter und wir beobachten einfach nur zwei Schauplätze, nämlich was in einem Flugzeug in der Luft passiert und wie die Tochter des Piloten auf der Erde rumläuft. Da gibt’s ein paar kleine, nette Actionszenen und eine Menge Gerde um Gott – und Cage der kaum seinen Cockpitplatz verläßt. Ergibt Sinn für Cage so Geld zu verdienen, ergibt aber keinen Sinn slch dünnen Mist überhaupt anzuschauen.

Fazit: Völlig banales Nichts – in keinem Belang erwähnenswert.

Rating: ★☆☆☆☆

Avengers – Infinity War

Derr intergalaktische Despo Thanos (Josh Brolin) will alle sechs Infinity-Steine sammeln und kommt dazu auf die Erde. Die Superhelden dieser Welt, unter ihnen Iron (Robert Downey Jr.), Captain America (Chris Evans), Thor (Chris Hemsworth) beseitigen ihre Differenzen und stellen sich ggen Thanos, auch unterstützt durch Star-Lord (Chris Pratt), Gamora (Zoe Saldana) und Drax (Dave Bautista)…

10 Jahre Marvelfilme münden nun in das große Finale überdas man natürlich keine inhaltlichen Details verlieren darf: der böse Thanos stapft herum, sucht Steinchen und trifft an diversen Stellen eben auf die Helden die sich eifrig dagegen stellen, aber nicht alle an allen Stellen. Man hat zwar sehr wohl so ziemlich alle bekannten Marvelfiguren der vorherigen 18 Filme hier drin, diese aber nicht alle am gleichen Ort. Der Fil entwirft mehrere Szenarien an denen dann eben mehrere Figuren interagieren und zappt dann zwischen diesen Orten hin und her, dabei wird einem bewußt wie unterschiedlich die Stimmungen doch sind: die Sci-Fi Comedy Umgebung der Guardians und die New York Atmopshäre von Spiderman etwa bis hin zur Afrika-Welt von Wakanda ergeben kein einheitliches Ganzes, außerdem verläßt der Film mitunter einzelne Handlungsparts und kehr erst sehr spät dahin zurück. All das in bombastische, aber seelenlose Effektumgebung und mit stellenweise sehr reduziertem Einsatz einzelner Figuren. Gut, den wahren Fan stört das alles nicht, für den dürfte dieser Film purer Porno sein, für den reinen Filmschauer könnte die durchkalkulierte Nummer durchaus zu lang und auch zu banal sein.

Fazit: Zwar episch, aber ohne Herz und über weite Strecken etwas langweilig!

Black Panther

T’Challa alias Black Panther (Chadwick Boseman) reist nach dem Kampf mit Captain Ameirca zurück in seine afrikanische Heimat Wakanda. Dort will ihm der Söldner Erik Killmonger (Michael B. Jordan) die Regentschaft jedoch streitig machen, zusammen mit Waffenschieber Ulysses Klaue (Andy Serkis). Daher verbündet sich T’Challa mit CIA-Agent Everett K. Ross (Martin Freeman) und anderen Mitstreitern …

Nächste Runde aus dem Marvel Universum, wenngleich es einfach nur ein Appetizer auf den bald startenden „Infinity War“ ist. Und er belegt eine Sache klar: Marvel hat im Laufe der Jahre viele spannende, kreative und interessante Charaktere ersonnen und auf die Leinwand gebracht, trotzdem ist nicht jeder davon geeignet einen ganzen Film selbst zu tragen, manch einer ist mit einer reinen Nebenrolle als Sidekick optimal verwendet. So auch dieser hier: Black Panther als kompletten Spielfilm hätte es nicht gebraucht. Immerhin schafft es der Titel eine ganze eigene Welt zu erschaffen: die Fantasy-Welt Wakanda vereint Elemente von Dritter Welt und utopischem Fantasyreich und das ist eine Kombination die für mich einfach nicht funktioniert hat. Trotzdem ist es eine eigene Welt, die Gebräuche, die Szenarien dort nehmen einen großen Teil ein. In diesen Kulissen wird dann aber nur eine recht gängige Superheldenstrory abgefahren die ein paar solide Actionmomente parat hat, aber kaum Dinge die überraschen (außer vielleicht dem absolut geringen Einsatz von Andy Serkis) und am Ende restlos irrelevant erscheinen, gerade wenn man vor dem Film nochmal den „Infinity War“ Trailer geschaut hat und weiß daß der Held in diesem voll mitmischt. Letztlich ist es Marvel, auch dieser Titel findet sicherlich seine Zuschauer und mag so manchem eine gute Zeit bescheren – mir nur eben leider nicht.

Fazit: Marvelfilm mit dem üblichen Aufwand, insgesamt aber durchweg unnötig!Rating: ★★☆☆☆