Juli 20th, 2010 Brodie79

Bella Swann (Kirsten Stewart) steht nur noch kurz vor ihrem Schulabschluß und ist immernoch mit dem Vampir Edward Cullen (Robert Pattinson) liiert. Trotzdem ist ebenso der Werwolf Jacob (Taylor Lautner), Bella bester Freund, in sie verliebt und scuht nach einer Möglichkeit sie für sich zu gewinnen. Als eine eigenartige Morserie in Seattle beginnt und dabei Verbindungen zu Bella und deren Erzfeindin Victoria (Bryce Dallas-Howard) auftauchen ergibt sich eine ungeahnte Situation: Edwards Vampirclan und Jacobs Werwolfrudel müssen zusammen gegen eine aufziehende Bedrohung kämpfen …
Die dritte Runde in der Schmachtsaga steht an wobei man das gar nicht betonen muß: „Twilight“ ist ein Markenname und ein Selbstläufer und das Potential aus dem die Filme ihren Erfolg schöpfen ist nicht unbedingt Qualität sondern unzählige naive Teenies die die plumpe, aber effektive Love-Schnulze schlucken und niemals wieder mit einem Jugnen zufrieden sein werden weil kein Mann so toll sein kann wie Eddie Cullen. Aber, eins nach dem anderen: fairerweise sei gesagt daß man beim dritten Durchgang ein paar Dinge verbessert hat: zum einen erscheinen mir die Kontrahenten Edward und Jacob hier nicht mehr ganz so großkotzig wie in Folge 2, des weiteren hat man ein wenig mehr Geld in die Effekte gepumpt und die Animationen sehen etwas flüssiger aus. Auch als reine Buchverfilmung taugt das Ganze, aber das liegt daran daß die Vorlage im Original sehr dünn ist und darum ohne allzu große Schnitte umgesetzt werden kann Trotzdem kriegt man hier zwei Filme die unterschiedlich ausfallen: in der Thrillerhandlung kämpfen Vampire mit Werwölfen gegen böse Vampire – da steckt Potential für Action, Spannung und Splatter drin. All dies setzt der Streifen aber regelmäßig aus um dann an diesen Stellen ausgiebig und üppig zu leiden – da wird eine Billigschmonzette durchgezogen die zwar genau das erfüllt was das Zielpublikum sehen will, aber trotzdem so dermassen dümmlich und im Grunde albern ist daß man sich jenseits der 20 eigentlich nur königlich schlapplachen kann (wenn wieder so tolle Twilight Dialoge passieren: „DU führst eine Top Ten Liste mit deinen schönsten Abenden?“ – „Ja – und ich hab sie alle mit dir verbracht!“). Den größten Vogel schießt der Streifen aber dann beim großen Actionshowdown ab: Leute es soll ein Vampirfilm sein! Es kämpfen Vampire gegen Werwölfe und es müßte eigentlich geschlachtet und geschnetzelt werden! Es gibt doch sogar im Buch die blutige Stelle wo Edward sich nachdem er sich des Hauptwidersachers entledigt hat schämt weil er doch so ein Monster ist. Aber was macht der Film? Um den Streifen ab 12 freizuhalten und die entsprechenden Kinogänger zu haben wird einfach aufs Blut verzichtet!!! Da werden Leiber zerfetzt, Enthauptungen und Verstümmelungen en Masse durchgezogen – aber kein Tropfen Blut ist zu sehen! Nichtmal als einer seine Hand einbüßt und auf den Stumpf starrt. Mit dieser unsäglichen „Weichspülung“ nimmt man der ganzen Sache die letzte Möglichkeit irgendwie ernst genommen zu werden – was schade ist, denn so doof die ganze Nummer auch ist – irgendwie hat sie Kraft und und Unterhaltungswert!
Fazit: Routinierter Selbstläufer dessen affige Gewaltvermeidung eigentlich eine große Frechheit ist!
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Mai 29th, 2010 Brodie79

Im Persien des sechsten Jahrhunderts erregt der Straßenjunge Dastan (Jake Gyllenhall)die Aufmerksamkeit des weisen Königs Sharaman (Ronald Pickup) der den Jungen daraufhin aufnimmt. Jahre später sit er ein hoch geschätzter Königssohn der seinem Vaer entscheidend hilft die heilige Stadt Alamut einzunehmen. Dabei erbeutet Dastan einen Dolch der mit magischem Sand gefüllt ist – dieser Sand ermöglicht es die Zeit zurück zu drehen. Doch gerade um an den Dolch zu kommen wird rund und um Dastan herum ein Netz aus Intrigen gespannt so daß dieser fortan um´sein Leben kämpfen muß …
Da hatte Jerry Bruckheimer mit Sicherheit schon die Dollarzeichen in den Augen und die feste Absicht eine neue Kinoserie im Stile der „Fluch der Karibik“ Filme zu inszenieren – aber für dieses von mir unterstellte Vorhaben hat er, pardon, Sand im Getriebe. Das bedeutet aber mitnichten daß der persische Prinz ein schlechter Film ist – er fällt nur eben im Verhältnis zu manchen Artgenossen etwas bescheidener aus. Wobei bescheiden auch so ein Wort ist daß man auf das hier gebotene irgendwie kaum anwenden kann: in tropischer Hitze und orientalischem Flair wird mit gigantischem Aufwand ein wildes Fantasy-Spektakel abgezogen. Der mehr auf darstellerische und Independent-Kino spezialisierte Chris Evan macht dabei mal den Versuch ein Held in einem Blockbuster zu sein – und in der Tat spielt er einen galanten Haudegen mit Charme und Charisma mit dem man mitfiebern kann; ebenso ist Gemma Arteron ein herrlich zickiges Biest so daß zwischen Held und Heldin ordentlich die Funken fliegen. Ansonsten ist der Film reichlich an Action und Effekten überladen, leider wird die ganze Soße dabei doch nen Ticken zu humorlos dargereicht – lediglich „Doc Oc“ Alfred Molina als verschlagener Scheich hat eine ganze Reihe überaus gelungener Scherze die er kloppen darf. Mir fehlt bei allem der Querverweis zum Videospiel, darum kann ich über die Umsetzung davon wenig sagen (wobei einer meiner Kinobegleiter sich auch in dem Punkt sehr zufrieden äußerte). Ich glaube aber trotzdem daß die angestrebte Serie ausbleibt – kurzweiliges Vergnügen ist aber auf jeden Fall machbar und drin.
Fazit: Aufwendiges Popcorn Kino, leicht und unbeschwert aber auch ohne tieferen Sinn oder Nachwirkung!
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Mai 29th, 2010 Brodie79

In naher Zukunft gibt es Menschen auf der Welt die von Geburt an mit übernatürlichen Fähigkeiten ausgestattet sind. So auch Nick (Chris Evans) der Dinge mit seinen Gedanken bewegen kann und Cassie (Dakota Fanning) die in die Zukunft schauen kann. Trotz ihrer Gaben wollen beide eigentlich nur normal leben – doch die skrupellose Regierungseinheit „Division“ jagt Menschen wie sie, mit der Absicht sie für ihre Zwecke zu mißbrauchen …
Tja, total vergriffen: ein Freund empfahl mir diesen Film und ich gucke ja eh alles und griff zu als er ihn im Kofferraum liegen hatte. Aber, in meinen Augen wars ein totaler Fehlgriff: die Story ist zwar brauchbar, sie handelt von Superhelden die versuchen trotz ihrer besonderen Fähigkeiten normal zu leben und von einer bösartigen Regierung die versucht eben jene besonderen Kräfte auszubeuten. Leider hab ich den Film nur total halbherzig verfolgt; dadurch hab ich relativ schnell den Faden verloren und ab der zweiten Hälfte hab ich dann selber nur noch Bahnhof verstanden. Was aber deutlich hervorstach war der Umstand daß der Film zwar populäre Gesichter hat (Chris Evans und Dakota Fanning kennt man nunmal) und zuweilen ordentliche Action, aber trotzdem ein geringes Budget und obendrein in einer düster und tristem Design spielt. Daher ist dies trotz des bombastischen Covers eher ein kleiner, unmerklicher Geheimtipp der sich für manche sicherlich als kleines Highlight erweisen kann – aber für viele einfach nur Stuß ist.
Fazit: Low-Budget Superheldennummer mit Thrill, aber gleichsam eher glanzlos und verwirrend
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Mai 8th, 2010 Brodie79

Seit 6 Monaten beschützt der narzistische Milliardär Tony Stark (Robert Downey jr.) im selbst entworfenden Iron Man Anzug Amerika – allerdings zahlt er dafür einen hohen Preis: durch den Anzug hat er sein Blut vergiftet und nicht mehr lange zu leben. Des weiteren versucht die US Regierung beständig ihm einen der Iron Man Anzüge abzunehmen und setzt dabei auf die Hilfe von Starks altem Freund Rhodes (Don Cheadle) während Starks Konkurrent Hammer (Sam Rockwell) ebenso versucht ein Iron Man Ähnliches Produkt an die Regierung zu liefern. Unerwartete Hilfe bekommt er dabei von dem bösartigen russischen Bastler Wiplash (Mikey Rourke) der mit Stark noch eine ganz persönliche Rechnung offen hat …
Ähm … ok. Fairerweise muß ich vorweg schicken daß mir schon der erste “Iron Man” Film kaum gefallen hat und ich all die positiven Kritiken ect. nicht verstehen kann. ICh finde Iron Man auch als Charakter recht uninteressant: einfach ein Kerl in einem “Ich-kann-alles” Superanzug der in jedem Moment genau die richtige Gegenwaffe parat hat und ansonsten ein großmäuliger Kotzbrocken ist der in seinem MEga-Hightech Keller an noch verrückteren DIngen herumschraubt … wow. Trotzdem, der erste Film war erfolgreich und gemäß der alten Vorgaben bei Sequels erfüllt der Film alle Punkte: mehr Stars, wobei eigentlich kaum eine Rolle wirklich ausgefüllt wird und gerade Mikey Rourke einen absoluten Reißbrettschurken spielt und auch Scarlett Johannson hat kaum mehr zu tun als in hautengen Klamotten rumzurennen. Inhaltlich fehlt eine wirkliche Story und wenn man das was an Handlung da ist mal ein wenig zerfleddert entpuppt es sich als totaler Stuß: eine alte Vorhersage von Starks Vater die sich in einem alten Bauplan versteckt, hallo??? Immerhin gibts vereinzelt ein paar gigantische Actionszenen, zwar keine die neue Maßstäbe setzen, aber es rumst ganz ordentlich und sind in dem Versuch den Humorpegel hoch zu halten einige nette Gags dabei. Ich denke auch mal daß der Film automatisch erfolgreich genug sein wird damit die Iron Man Serie zur Triolgie anwächst – aber ich schätze nicht daß es sich dann qualitativ steigert.
Fazit: Stars, Action und Effekte in hoher Dosis – trotzdem will mich die “Iron Man” Serie nach wie vor nicht überzeugen …
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Mai 2nd, 2010 Brodie79

Eine neue Aufgabe für die übersinnliche Nanny McPhee (Emma Thompson). Mit ihrer Warze, Knollennase und Vogelnestfrisur reist sie auf die Türschwelle einer völlig überforderten Mutter (Maggie Gyllenhaal), die bemüht ist, Farm und Familie über die Runden zu bringen. Auf dem Hof herrscht blankes Chaos zwischen ihren Kindern und der verzogenen kleinen Verwandtschaft aus der Stadt. Doch Nanny McPhee hat für die Kinder einige Lektionen vorbereitet …
Fortsetzung? Muß es wohl sein obwohl diese Episode der extrem schrägen Supernanny keine Sekunde den Erstling aufgreift und man die Reihenfolge auch beliebig vertauschen könne. Allerdings setzt der Film die Umstände unter denen die häßliche Figur ausrückt. Und wie der Erstling so fällt auch die zweite Runde aus, wobei dies kein „Punktabzug“ ist. Statt Colin Firth ist es nun Maggie Gylenhaal der in einer eigenartigen Märchenwelt die Dinge über den Kopf wachsen – und wieder kehrt die übersinnliche Superfrau zurück und bringt einen Haufen ungezogener Kiddies mit den ungewöhnlichsten Methoden auf die richtige Bahn. Auch wenn Emma Thompson unter dem Make-Up kaum zu erkennen ist merkt man doch das die Rolle der gutherzigen Helferin ihr viel Spaß macht. Der Film selber hat allerdings diesmal etwas weniger den Anteil eines Märchens dafür ein paar ernsthafte Passagen mehr – es wird sogar das Thema Krieg am Rande gestreift. Trotzdem kommt dabei ein wundervoller Film für Kinder heraus, eigensinnig, schräg, bunt, humovoll und phantasievoll – obendrein hat er zwei sehr nette und überraschende Cameos parat. Gerne mehr davon!
Fazit: Perfekter Kinderfilm voller Spaß und Ideen – gewaltfreie Unterhaltung für Kinder mit Sinn für Märchen!
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April 17th, 2010 Brodie79

Der kleine Max (Max Records) ist gleichermaßen hochsensibel wie ungestüm und liegt zu Hause ständig im Streit mit seiner Mutter (Catherine Keener) und seinem Stiefvater (Mark Ruffalo). Nach einem Streit flieht Max aus dem Haus und landetr in einer merkwürdigen Phantasiewelt – er entdeckt eine Insel wo eine eigenartige Spezies von Pelzwesen leben. Mit einer Lüge schwingt sich Max zu deren König auf …
Ok, ich setze den werten Spike Joonze auf die Liste – die Liste der Regisseure die extrem verdrehte Filme machen die in jeder Hinsicht von der Norm abweichen – und obwohl kein normaler Mensch was damit anfangen kann werden sie davor abgöttisch geliebt, von Kritikern vor allem. Trotzdem, ich kam schon mit „Being John Malkovich“ nicht wirklich zurecht, ebensowenig kann ich mich den doch überwiegend positiven Rezensionen zu diesem Werk anschließen. Vielleicht hats damit zu tun daß ich ganz eindeutig nicht zu der anvisierten Zielgruppe gehöre, das Werk nicht mit der nötigen Aufmerksamkeit und dem nötigen Feeling geschaut habe oder das Buch welches zu Grunde liegt nie gelesen hab. Keine Ahnung, aber letztlich auch egal: es ist die altbekannte, aber nie verkehrte Story eines kleinen Jungend er in eine Phantasiewelt gerät, dort mit schrägen Figuren ein paar verdrehte Abenteuer erlebt und dabei wertvolle Erkenntnisse gewinnt die er dann so auch in der realen Welt gebrauchen und umsetzen kann – das ist nie verkehrt, aber wurde selten so abstrakt wie hier präsentiert. Wobei das ungewöhnlichste die Figuren mit die in ihrer komischen Mischung aus Puppeneffekt und Computergrafik sehr eigentständig und ungewöhnlich wirken und einem am Ende glatt ein Tränchen abgewinnen können. Vielleicht geht’s anderen insegesamt mit dem Film besser, ich konnte jedenfalls kein Stück was damit anfangen.
Fazit: Kinderfilm der eher für Erwachsene taugt – viel Phantasie, aber alles mit eher ernster Grundlage.
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April 12th, 2010 Brodie79

Die Götter führen Krieg gegeneinander und ihre Konflikte könnten die Welt vernichten. Mittendrin ist Perseus (Sam Worthington), der zwar als Gott geboren ist, jedoch als mensch aufwuchs und hilflos mitansehen mußte wie seine Familie dem Rachegott Hades (Ralph Fiennes) zum Opfer fielt. Perseus beschließt Hades zu vernichten und führt eine Gruppe mutiger Krieger auf einen unmöglichen Weg voller übermächtiger Gefahren …
Es ist immer wieder schön positiv überrascht zu werden – und das war dieser Film, sofern man seine Erwartungen nicht weltbewegend hoch gesteckt hat. Ganz erhlich: der Film wurde so penetrant beworben daß er mir ziemlich auf die Nüsse ging – und dann auch noch ein großes 3-D Event mit Sam Worthington, hatten wir das nicht erst kürzlich? Aber wie gesagt, ich war rundherum positiv angetan – das fing schon bei der Lauflänge an, der Trailer ließ mich ein epischen Film nicht unter drei Stunden annehmen, aber das Resultat sind knackig-kompakte 120 Filmminuten. Wobei, es war denkbar: der Film ist vom Regisseur von “Transporter 2″, da ist es zu erwarten daß es schnell ans Event und weniger um die Story geht. Und so ist es: gute Helden, fiese Götter, die Schachfiguren sind schnell aufgestellt – und dann beginnt ein turbuleter Weg durch eine effektvolle Fantasywelt voller Magie und bizarrer Wesen – wobei es im Grunde ein riesiger Abenteuerspielplatz ist auf dem sich die Helden austoben. Sam Worthington ist für mich bislang kein wirklich guter Darsteller, aber doch eben einer der wirklich Power besitzt, mit Bond Bösewicht Mads Mikelsen, Pete Postlewaithe, Liam Neeson und Ralph Fiennes sind aber trotzdem brilliante Darsteller dabei, wenngleich die neben dem Effekteoverkill nicht viel zu tun haben. Einziger Haken: 3-D ist in dem Falle pure Abzocke, der Film nutzt die Technik kein Stück und bedarf ihrer kein Stück, obendrein erkennen diejenigen die kürzlich “Percy Jackson” gesehen haben den Plotverlauf rund um Medusa erschreckend gut wieder. Trotzdem: ein astreiner, scheppernder und lauter Actionkracher, Effektkino par excellence und definitif frei von tieferem Sinn.
Fazit: Unterhaltsame Actionorgie die zwar kein 3-D gebraucht hätte, aber ansonsten rundherum Spaß macht!
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März 15th, 2010 Brodie79

Die 19-jährige Alice Kingsley (Mia Wasikowska) nimmt an einer Gartenfeier statt die ihre Eltern veranstalten zur Feier von Alice’ anstehender Hochzeit. Da sie aber nicht heiraten will folgt sie einem eigenartigen weißen Kaninchen in den Wald und stürzt schließlich durch ein Loch im Boden wodurch sie in einem mysteriösen Lad namens Unterland landet. Dort trifft sie auf eine wilde Mischung von schrägen Figuren wie dem verrückten Hutmacher (Johnny Depp) und erlebt gefährliche Abenteuer …
Mel Gibson ist zurück auf der großen Leinwand – aber hat ihn eigentlich jemand vermisst? Mittlerweile hatte er ja deutlich mehr Spaß am Regieführen als am Darstellen gefunden und war einige Male eher unangenehm aufgefallen – aber das kann man alles getrost vergessen. Wobei er sich für seine Rückkehr eine eher leichte Rolle ausgeguckt hat, zumindest eine die einen Darsteller von seinem Kaliber nicht restlos fordert. Aber immerhin gibt’s einige Stolpersteine die der Film nicht restlos umschifft, aber trotzdem in Stärken umwandelt: man nimmt Gibson den trauernden Vater nicht richtig ab, wenn er die meiste Zeit cool und nüchtern bleibt und nur hier und da mal Zwischendurch ein kleines bisschen in sich zusammensackt. Die minimale Übersinnliche Komponente in der Gibson beständig Visionen seiner toten Tochter hat ist auch nicht wirklich eine besondere Idee die manch einen abschrecken könnte. Und es ist ein eher actionarmer Film – aber das ist eigentlich gut so: hier und da bricht sie doch aus, die Gewalt, die Action, manchmal ganz unerwartet (der Film hat an einer Stelle einen solch krassen Schockeffekt den kaum ein Horrorfilm so gut hinbekommen könnte) und gemäß dem Motto weniger ist mehr sind die dann passierenden Killerszenen so unfassbar brutal daß es voll trifft wie ein Faustschlag. Das Ende ist etwas pathetisch, aber rundet das Werk sehr gut ab. Also Spannungskino für Leute die mehr als Action suchen und für Mel Gibson eine schöne Möglichkeit sich neu zu etblieren. Mehr davon, Mel!
Fazit: Brutal und hart und doch was fürs Köpfchen: spannender und intelligenter Thriller mit grandioser Leinwandrücker von Mel Gibson!
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März 5th, 2010 Brodie79

Dr. Parnassus (Christopher Plummer) reist mit einem Wanderzirkus herum und besitzt die außergewöhnliche Gabe, Menschen in wundervolle Fantasiewelten zu entführen. Dabei trägt er allerdings ein düsteres Geheimnis: er hat mit dem Teufel in Gestalt von Mr. Nick (Tom Waits) einen Pakt durch den er unsterblich ist und ewige Jugend erhalten hat – dafür muß er ihm seine Tochter Valentina (Lily Cole) an ihrem 16. Geburtstag übergeben. Als der Tag näherrückt sucht Parnassus verzweifelt eine Möglichkeit dem Pakt zu entkommen …
Bei solchen Filmen versuche ich immer fair zu sein: denn mal ehrlich, für mich war dieser Film die blanke und totale Hölle. Ich hab keinerlei Einstieg in die Handlung gefunden, irgendeinen Sinn entdeckt oder irgendwie eine Möglichkeit bemerkt mit den Figuren wahr zu werden. Aber trotzdem will ich ihn jetzt nicht zerreissen oder für Mist erklären – ich kann eben nur nichts damit anfangen. Handwerklich ist er perfekt, eine gigantische visuelle Orgie voller genialer Effekte und mehr Phantasie als etlichen anderen zusammen. Und natürlich ist es das definitv letzte Mal das wir Heath Ledger auf der Leinwand sehen. Der konnte den Film zwar nicht beenden, am man fand eine geniale Lösung: es fehlten nämlich die Szenen in denen Ledger durch einen Zauberspiegel in eine Phantasiewelt geht – und so verwandelt er sich jedesmal wenn er durch den Spiegel geht in jemand anderen, wobei die Darsteller Johnny Depp, Jude Law und Colin Farrell seinen Part übernommen haben und jeder für sich auf eigene geniale Weise die Figur weiterspinnt. Letztlich ein Film für Träumer zu denen ich mich gerne zählen würde, eine surreale und an die Grenze zur Reizüberflutung gehende Fabel die einen umhauen kann wenn man sich darauf einlassen kann. Ich konnte es nicht.
Fazit: Bizarre und bunte Abschiedsvorstellung von Heath Ledger, visuell berauschend und voller Phantasie – aber ebenso sehr strapaziös!
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Februar 20th, 2010 Brodie79

Der scheinbar normale Teenager Percy Jackson (Logan Lerman) muss eines Tages erfahren dass er etwas besonderes ist: er ist der Sohn des Meeresgottes Poseidon (Kevin McKidd) und dadurch ein Halbgott. Obendrein ist er in Gefahr: die mächtigste Waffe aller Zeiten, der Blitz des Zeus (Sean Bean), wurde gestohlen um somit einen Krieg zwischen den Göttern auszulösen und der Dieb hat die Hinweise so gelegt daß Percy in Verdacht steht. Um seine Unschuld zu beweisen und einen Krieg zu verhindern begibt sich Percy zusammen mit seinem Beschützer Grover (Brandon T. Jackson) und der hübschen Annabeth (Alexandra Daddario) auf eine gefahrvolle Reise durch die USA und die Unterwelt …
Ist ers oder ist ers nicht? Ist Percy Jackson der neue Harry Potter? Gegenfrage: braucht es nachdem die Serie um den Zauberlehrling nahezu abgeschlossen ist überhaupt einen „Nachfolger“? Ich denke mal das Folgende: hätte es das Zauberschwinger Epos nie gegeben würde man den guten Percy als wahnsinnig originell und toll ansehen. So wird er sich zwangsläufig dem Vergleich stellen müssen den er aber definitiv verliert. Zu viele Details wirken wie übernommen: Percy hat keine Zauberkräfte, kann aberr Wasser beeinflußen, er hat einen Jungen und ein holdes Mädchen als ständige Begleiter, Pierce Brosnan tritt in einer Rolle an die eine Mischung aus Dumbledore und Hagrid zu verstehen ist oder das eigenartige Göttercamp in das Percy geschickt wird ist mitunter als „Hogwarths light“ aufzufassen. Auch eine Stärke der Harry Potter Geschichte: die vielen phantasiereichen Details. Dies versucht auch Percy, aber scheitert in unendlichen Belangen: das percs Mutter einen stinkenden Widerling geheiratet hat damit sein Gestank Percy vor den Göttern abschirmt, dass sein bester Kumpel halb Mensch und halb Ziege ist oder daß Converse Chucks mit Flügeln die Schuhe von Hermes sein sollen … ne ne ne. Letztlich ist es einerseits cool welche Promis sich in kleinen Nebenrollen einfinden wobei viele davon hart an der Grenze zur Peinlichkeit sind – Rosario Dawson als geile Sau, Steve Coogan als bö-bescheuerter Unterweltsherrscher oder Uma Thurman die im Grunde lediglich ihre „Poison Ivy“ Rolle kopiert. Doch trotz aller Häme kann auch ich dem Film einen bestimmten Unterhaltungswert nicht absprechen: ich bin selber nicht wirklich bewandert in griechischer Mythologie, aber die Geschichte greift sich laufend Gestalten daraus auf und setzt sie in dieser neuen Geschichte ein was ein recht originelles Klauen ist. Die psychologische Tiefe fehlt, aber dafür setzt der Film auf fette, rasante und krachende Action. Mit den oftmals albernen Einfällen kann man das Ganze zwar keine Spur ernst nehmen, aber wenn mans einfach als große Komödie ansieht und die ganzen Überzogenen Einfälle ausblendet machts irgendwie Spaß. Trotzdem erwarte ich keine weiteren Teile.
Fazit: In vielen Punkten ziemlich schwachsinnig, trotzdem macht die actionreiche Fantasy-Nummer durchaus Spaß!
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